Mariä-Geburts-Markt in Telgte
Markt mit viel Flair

Telgte -

Bei herrlichem Spätsommerwetter strömen die Besucher in Scharen zum Mariä-Geburts-Markt heute in Telgte. Begleitet wird der Markt zudem von einer Landmaschinenausstellung, einem Reitturnier und einer Kirmes.

Dienstag, 11.09.2018, 15:35 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 11.09.2018, 12:18 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 11.09.2018, 15:35 Uhr
Bei herrlichem Spätsommerwetter kamen am gestrigen Dienstag rund 15 000 zahlende Besucher zum Pferdemarkt nach Telgte.
Bei herrlichem Spätsommerwetter kamen am gestrigen Dienstag rund 15 000 zahlende Besucher zum Pferdemarkt nach Telgte. Foto: Große Hüttmann

Kerstin Roski war zum ersten Mal auf dem Mariä-Geburts-Markt. Denn die Stuttgarterin löst derzeit die Muster-Restbestände einer Fabrik auf, die ihren Eltern gehört hat. Etwa 50 000 unterschiedliche Jaquard-Webbänder aus den 20er bis 80er Jahren hatte sie aktuell im Angebot. „Eine Bekannte hat mir dazu geraten, nach Telgte zu gehen. Die Atmosphäre hier jedenfalls ist gut, und es macht Spaß“, sagte die Händlerin.

Für Anja Vennemann aus Ascheberg wiederum ist der Markt in Telgte seit vielen Jahren „Pflicht“. Die Pferdeliebhaberin ist bereits seit den frühen Morgenstunden auf der Wiese bei den Vierbeinern, und ihre Augen leuchten vor Begeisterung, während sie eines der Tiere streichelt.

Für den guten Zweck sitzt Maria Hols unweit davon unter einem Pavillon der Paramentengruppe Nordwalde. Die Mitglieder haben Gestricktes, Gesticktes und Genähtes im Angebot und verkaufen die Waren für verschiedene Hilfsprojekte in aller Welt, die sie seit Jahren unterstützen.

Ob Händler oder Besucher: Der Mariä-Geburts-Markt überzeugte nicht nur mit einem breiten Angebot, sondern vor allem mit herrlichem Spätsommerwetter. Angenehme Temperaturen und ein überwiegend blauer Himmel sorgten dafür, dass es spätestens ab 11 Uhr voll wurde auf der Wiese. „Die Besucher kommen immer später als noch vor Jahren“, beobachtet Marktmeister Stefan Reiser.

Die Händler stört es nicht. „Hauptsache ist doch, der Rubel rollt“, kommentiert Socken-Seppl etwas spaßig das Ganze, während eine Kundin bei ihm bereits an den Winter denkt und entsprechende Socken für ihren Mann kauft. Nebenan sind Handy-Hüllen aus Holz der Renner, an einer anderen Stelle Küchenreiben – das Angebot ist groß.

Nicht nur das Angebot, sondern vor allem die Qualität weiß Karl-Josef Stockhorst aus Ostbevern zu schätzen. Er lässt am Stand von Guido Morsbach aus Augustdorf sein hochwertiges Taschenmesser schärfen. „Das lasse ich bereits seit Jahren hier machen, das wird immer super“, sagt er.

Unweit davon setzen Käse-Fred, Aal-Hinnerk, Wurst-Herby und andere Marktschreier auf eine andere Taktik. Lautstark preisen sie ihre Produkte und Preise an, und zwischendurch gibt es kostenlose Bananen oder Wurst zum Probieren. „Hier einige Zeit den Sprüchen zuzuhören, das ist für mich der Telgter Markt“, sagt Günter Rickert aus Münster. Und am Ende zieht er zufrieden von dannen – ebenfalls einen großen Obstkorb unterm Arm.

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