Nachtbau im Autobahnkreuz
„Überwurf-Blitzer“ wird fit gemacht

Münster -

Im sogenannten „Überwurf“ von der A 43 auf die A 1 im Kreuz Münster-Süd wurde am Wochenende die Fahrbahn in Höhe der Geschwindigkeitsüberwachungsanlage saniert. Der „Blitzer“ bekommt in der Straße neue Sensoren.

Montag, 24.09.2018, 08:17 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 24.09.2018, 08:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 24.09.2018, 08:17 Uhr
Teilstücke der Fahrbahn in Höhe des „Blitzers“ werden saniert, ehe dort die neuen Kamera-Sensoren eingebaut werden können.
Teilstücke der Fahrbahn in Höhe des „Blitzers“ werden saniert, ehe dort die neuen Kamera-Sensoren eingebaut werden können. Foto: hpe

In der Nacht zum Samstag sperrte die Stadt den Zubringer von der Autobahn 43 auf die 1 in Richtung Bremen im Kreuz Münster-Süd. Grund waren Sanierungsarbeiten in der Fahrbahn in Höhe der stationären „Blitzer“-Anlage. Bevor dort die neuen Sensoren eingebaut werden können, musste zunächst die Asphaltdecke erneuert werden.

Weil das im laufenden Verkehr viel zu gefährlich wäre, wurde die verkehrsarme Nachtzeit an einem Wochenende genutzt, um die Straßenbauarbeiten dort durchzuführen. Der sogenannte „Überwurf“ ist Tempo-80-Zone. Auf Anregung der Unfallkommission wurde Anfang 2007 eine stationäre Überwachungsanlage installiert.

Auf Hinweistafeln am Anfang des Überlegers wird mit dem Zusatz „Radar“ auf den „Blitzer“ hingewiesen. Trotzdem werden laut Ordnungsamt im Jahr rund 3500 Temposünder registriert. Der „Spitzenreiter“ lag bei über 120 Stundenkilometern. Anfangs gab es pro Jahr rund 5000 Geschwindigkeitsverstöße.

Vergehen im Straßenverkehr und ihre Konsequenzen

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  • Täglich verstoßen Tausende Deutsche gegen Regeln im Straßenverkehr. Über die Konsequenzen ihres Verhaltens und die möglichen Folgen denken die wenigsten nach.

    Im folgenden sind häufige Vergehen im Straßenverkehr und ihre rechtlichen Folgen aufgelistet.

    Foto: Patrick Seeger
  • Alkohol am Steuer ahndet die Polizei besonders hart.

    Verstoß gegen die Promillegrenze (0,5 bis 1,1 Promille):

    ...beim 1. Mal: 500 Euro Bußgeld mit zwei Punkten in Flensburg und einem einmonatigen Fahrverbot.

    ...beim 2. Mal: 1000 Euro Bußgeld mit zwei Punkten in Flensburg und einem dreimonatigen Fahrverbot.

    ...beim 3. Mal: 1500 Euro Bußgeld mit zwei Punkten in Flensburg und einem dreimonatigen Fahrverbot.

    Ab 1,1 Promille drohen einkommensabhängige Geldstrafen, evtl. sogar Gefängnisstrafen, drei Punkte in Flensburg und ein Entzug des Führerscheins.

    Foto: Eili Deck
  • Sollte es zu einer Gefährdung des Verkehrs unter Alkoholeinfluss kommen und eine Polizeistreife bemerkt dies, kann es schon ab einer geringen Promillezahl zu drei Punkten in Flensburg und oftmals zu einem Entzug des Führerscheins mit Freiheitsstrafe oder Geldstrafe kommen.

    Foto: dpa/Sven Hoppe
  • Immer häufiger erwischt die Polizei Fahrer mit einem Handy am Ohr.

    Wenn man als Fahrer eines Autos mit einem Handy am Steuer angehalten wird, wird ein Bußgeld von 60 Euro fällig. Zusätzlich erhählt man einen Punkt.

    Foto: Holger Hollemann
  • Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit innerorts:

    Ab 21 bis 25 km/h über der Höchstbeschwindigkeit: 80 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg.

    Ab 26 bis 30 km/h über der Höchstgeschwindigkeit: 100 Euro Bußgeld mit einem Punkt und sofern man der Polizei oftmals auffällt sogar noch einen Monat Fahrverbot.

    Ab 31 bis 40 km/h über der Höchstgeschwindigkeit: 160 Euro Bußgeld mit zwei Punkten und einem einmonatigen Fahrverbot.

    Foto: colourbox.de
  • Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit außerorts:

    Ab 21 bis 25 km/h über der Höchstbeschwindigkeit: 70 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg.

    Ab 26 bis 30 km/h über der Höchstgeschwindigkeit: 80 Euro Bußgeld mit einem Punkt und sofern man der Polizei oftmals auffällt sogar noch einen Monat Fahrverbot.

    Ab 70 km/h über der Höchgeschwindigkeit: 600 Euro Bußgeld mit zwei Punkten und einem dreimonatigen Fahrverbot.

    Foto: Marius Becker
  • Im Straßenverkehr kommt es oftmals zu erheblichen Unfällen, weil die Sicherheitsabstände nicht beachtet wurden.

    Bei einem Abstand von weniger als 3/10 des halben Tachowertes werden schon 160 Euro Bußgeld fällig. Zusätzlich gibt es noch zwei Punkte und einen Monat Fahrverbot.

    Foto: Polizei Münster
  • Strafen beim überfahren von roten Ampeln:

    Eine Ampel bei "Rot" zu überfahren kostet schon 90 Euro und einen Punkt.

    Sollte man wissentlich eine Ampel bei "Rot" überfahren und andere Verkehrsteilnehmer gefährden, droht eine saftige Geldstrafe von 200 Euro, 2 Punkte und in extremen Fällen auch ein Führerscheinentzug oder Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren.

    Foto: colourbox.de
  • Bei einer Sachbeschädigung an einem anderen Auto sollte man sofort die Polizei anrufen und den Unfall melden.

    Ansonsten drohen dem Verursacher drei Punkte wegen Fahrerflucht.

    Der häufig verwendete Zettel mit Namen und Anschrift schützt somit nicht vor einer Anklage.

    Foto: jans
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