Positives Zwischenfazit des Flughafenchefs
FMO fliegt wieder Richtung schwarze Null

Greven -

Weiterhin steigende Passagierzahlen, verbesserte Erträge, weniger Schulden: Spätestens in zwei Jahren will der Flughafen Münster/­Osna­brück (FMO) wieder ei­ne schwarze Null schreiben. Das hat Geschäftsführer Rainer Schwarz im Regionalrat berichtet.

Dienstag, 25.09.2018, 06:59 Uhr aktualisiert: 25.09.2018, 07:01 Uhr
FMO-Chef Schwarz
FMO-Chef Schwarz Foto: Gerharz

„Ich gehe davon aus, dass wir 2020 ein ausgeglichenes Betriebsergebnis haben werden“, sagte der FMO-Chef am Montag in Münster. Dieses Jahr wird der Flughafen in Greven mit einem Defizit von „unter sieben Millionen Euro“ abschließen. 2014 hatten die Verluste noch zwölf Millionen Euro betragen.

Passagierzuwachs und Entschuldungspaket

Verantwortlich für die po­sitiven Ergebnisse ist neben dem Passagierzuwachs das Entschuldungspaket, das die 14 zumeist kommunalen Ei­gentümer 2014 geschnürt hatten. Damals verpflichteten sie sich, auf acht Jahre gestreckt rund 90 Millionen Euro in den FMO zu pumpen. „In diesem Jahr belaufen sich unsere Verbindlichkeiten noch auf 37 Millionen Euro“, sagte der FMO-Chef, der seit Februar 2017 im Amt ist. 2023 will der Flughafen seine Kredite bis auf ei­­nen Rest von 1,3 Millionen Eu­­­ro getilgt haben.

Das ist dann eine Basis, von der aus man den Flughafen entwickeln kann.

FMO-Chef Rainer Schwarz

Der FMO steht so gut da wie lange nicht mehr. 2017 nutzten ihn knapp 970 000 Passagiere, das war ein Plus von 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Ausgangslage 2016 mit unter 800 000 Fluggästen dürftig war. Maßgeblich verantwortlich für das Plus war vor allem das Engagement der Fluggesellschaft Germania.

Alle Ziele ab FMO

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  • Mit dem Flugzeugs Münsters ungemütlichem Wetter entkommen: Im Winter 2018 / 2019 bietet der FMO 18 Ziele an.

    Foto: FMO
  • Agadir: Marokkanischen Minztee dürfen Germania-Passagiere mit Reiseziel Marokko nun am Stand von Agadir schlürfen.

    Foto: Manuel Meyer
  • Antalya: Mindestens einmal täglich geht es mit Sun Express in die Sonne der türkischen Stadt.

    Foto: Marius Becker/dpa
  • Faro: Germania steuert die portugiesische Stadt donnerstags an.

    Foto: dpa
  • Frankfurt: Die Lufthansa fliegt viermal täglich (dreimal täglich samstags) zum Umsteigeklassiker Frankfurt.

    Foto: Boris Roessler/dpa
  • Fuerteventura: Zweimal die Woche - montags und samstags - fliegt Germania nach Fuerteventura.

    Foto: dpa
  • Madeira: Ein Mal in der Woche fliegt Germanwings seine Passagiere nun in Ronaldos schöne Heimat.

    Foto: dpa
  • Gran Canaria: Nach Gran Canaria geht es mittwochs und sonntags, auch mit Germania.

    Foto: dpa
  • Heraklion: Der Flughafen Heraklion auf Kreta wird Zwei Mal pro Woche von Germanwings angeflogen.

    Foto: dpa
  • Hurghada: Germania und Fly-Egypt fliegen jeweils einmal wöchentlich den ägyptischen Badeort Hurghada an.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Istanbul: Auch neu auf dem Flugplan steht die türkische Metropole Istanbul mit der beeindruckenden Hagia Sophia.

    Foto: Philipp Laage
  • Lanzarote: Ab dem 7.11. fliegt Germania jeden Dienstag nach Lanzarote.

    Foto: dpa
  • Malaga: Die spanische Stadt wird regelmäßig von Germania angeflogen.

    Foto: dpa
  • München: Rund 30 Mal pro Woche steuert Lufthansa München an - mit mehreren Flügen täglich.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Mallorca: Gleich drei Fluganbieter sind auf der Strecke in den beliebten Urlaubsort Mallora unterwegs: Germania, Niki und Eurowings. Bis auf dienstags gibt es mindestens einen Flug täglich.

    Foto: dpa
  • Salzburg: Neu auf dem Flugplan steht die österreichische Stadt Salzburg: Seit 1997 ist der historische Kern der Stadt UNESCO Weltkulturerbe.

    Foto: dpa
  • Stuttgart: AIS Airlines verbindet den FMO mit Stuttgart. Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag gibt es zwei Flüge, freitags einen.

    Foto: Christoph Schmidt/dpa
  • Teneriffa: Jeden Freitag fliegt Germania auf die Kanaren-Insel.

    Foto: Ina Brzoska/dpa
  • Thessaloniki: Germanwings bringt seine Passagiere jeden Freitag in die nordgriechische Stadt an der Küste.

    Foto: Anja und Andree Henschen

„In diesem Jahr beträgt der Zuwachs bis Ende August 2,6 Prozent“, teilte der FMO-Chef weiter mit. Ende 2018 werde die Passagierzahl voraussichtlich wieder die Milliongrenze erreichen. „Das ist dann eine Basis, von der aus man den Flughafen entwickeln kann.“

30 Destinationen in zehn Ländern

Neben den Drehkreuzen München und Frankfurt sind derzeit vom FMO aus 30 Destinationen in zehn Ländern zu erreichen. In diesem Winter kommen noch Madeira und Agadir in Marokko sowie Salzburg hinzu. Neue Ziele ab Sommer 2019 sind Ibiza, Larnaka auf Zypern und Songuldak in der Türkei.

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