Dreifache Mutter seit Wochen vermisst
31-Jähriger soll seine Ehefrau getötet haben

Münster/Borken -

Eine 23-jährige Frau aus Heek wird seit Anfang August vermisst. Nun wird ihr 31-Jähriger Ehemann verdächtigt, die dreifache Mutter nach einem Streit getötet zu haben.

Mittwoch, 26.09.2018, 15:38 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 26.09.2018, 12:16 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 26.09.2018, 15:38 Uhr
Dreifache Mutter seit Wochen vermisst: 31-Jähriger soll seine Ehefrau getötet haben
Foto: dpa (Symbolbild)

Aufgrund des Tatvorwurfs erließ ein Richter am Sonntagabend (23. September) auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen den 31-Jährigen. Er soll seine 23-jährige Ehefrau nach einem Streit getötet haben. Anschließend soll er seine drei Kinder im Alter von drei Monaten bis fast sieben Jahren zu einer Bekannten gebracht haben. Als Begründung gab er dabei an, dass seine Frau die Wohnung in Heek verlassen habe. DIese Bekannte meldete die 23-Jährige dann am 11. August als vermisst.

Aufgrund der Gesamtumstände müssen wir derzeit leider davon ausgehen, dass die 23-Jährige nicht mehr lebt.

Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt

Die genauen Umstände der vorgeworfenen Tat sind laut der Staatsanwaltschaft Münster derzeit nicht bekannt. Bei den Ermittlungen im Umfeld der Familie rückte nun der Ehemann ins Visier der Kriminalbeamten. „Aufgrund der Gesamtumstände müssen wir derzeit leider davon ausgehen, dass die 23-Jährige nicht mehr lebt", erläuterte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. „Daher ist seit dem Wochenende eine Mordkommission unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Joachim Poll im Einsatz."

31-Jähriger bestreitet die Tatvorwürfe

Der 31-Jährige, der in Mettmann räumlich getrennt von seiner Frau lebte, bestreitet die Tatvorwürfe. „Neben der Aufklärung des Tatvorwurfs ist ein Hauptziel der Mordkommission die immer noch vermisste Frau zu finden“, erklärte Poll. Hierzu werden Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, gebeten sich bei der Polizei unter der Telefonnummer 0251 275-0 zu melden.

Besonders ist für die Beamten der Mordkommission der Bereich rund um die Bushaltestelle „Donnerberg“ an der Bundesstraße 70 (Bahnhofstraße) von Bedeutung. Unter den Zeugen könnten auch Fahrgäste sein, die dort am 9. August gegen 9:40 Uhr in den Bus der Linie S70 in Richtung Münster eingestiegen sind und einen Koffer dabei hatten.

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