Reaktion auf Streit um Kosten für Schlaganfall-Hilfe
Jens Spahn will Stroke Units retten

Münster -

In die Diskussion um die Finanzierung von Schlaganfall-Stationen („Stroke Units“) hat sich nun Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eingeschaltet. Er will die rechtliche Verwirrung auflösen und die Stroke Units erhalten.

Mittwoch, 17.10.2018, 21:21 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 17.10.2018, 17:05 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 17.10.2018, 21:21 Uhr
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will den Streit um die Finanzierung der „Stroke Units“ beenden.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will den Streit um die Finanzierung der „Stroke Units“ beenden. Foto: dpa, gap - Montage: Gunnar A. Pier

„Eine gute Versorgung von Schlaganfallpatienten muss auch weiterhin gewährleistet sein“, sagte er in Berlin. „Deshalb ist es wichtig, dass die Stroke-Units schnell erreichbar sind und angemessen für ihre Leistung vergütet werden.“

Eine Entscheidung des Bundessozialgerichts hatte – wie berichtet – Kliniken vor allem im ländlichen Raum in Bedrängnis gebracht. Die Richter hatten entschieden, dass der Titel „Stroke Unit“ und damit zusätzliche Vergütungen durch Krankenkassen entfallen, wenn die Häuser nicht gewährleisten können, dass sie Patienten im Notfall in 30 Minuten transportfähig machen und in eine andere Klinik verlegen können. Bisher zählte nur der reine Transport. Manchen Schlaganfall-Abteilungen drohte so das Aus.

Der Gesetzgeber werde „gesetzlich klarstellen, dass es bei der Berechnung der Vergütungspauschalen ausschließlich auf die Zeit ankommt, die der Patient im Transportmittel verbringt“, teilte der Minister mit. „Außerdem werde ich mich dafür einsetzen, dass die dadurch entstandenen finanziellen Belastungen für die Kliniken rückwirkend abgemildert werden.“

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