Reckenfelder Youtuber drehen „Block B“
Zeit, Herzblut und Geld investiert

Reckenfeld -

„Block B“ heißt der aktuelle Film, den vier Reckenfelder „Jungs“, Nils Dömer, Sebastian Walter, Tobias Jendroska und Steve Müller, produziert haben. Leidenschaft, Geld und vor allem Herzblut steckt in ihren Filmprojekten. Bereits seit sieben Jahren drehen sie Filme, die auf der Internetplattform Youtube zu sehen sind – so auch „Block B“.

Samstag, 08.12.2018, 17:34 Uhr aktualisiert: 08.12.2018, 17:40 Uhr
Die vier Reckenfelder sind mit viel Spaß, aber auch mit großem Ehrgeiz bei der Sache – und das schon seit mehreren Jahren.
Die vier Reckenfelder sind mit viel Spaß, aber auch mit großem Ehrgeiz bei der Sache – und das schon seit mehreren Jahren. Foto: ros

Sie stehen als Darsteller vor der Kamera, agieren aber auch dahinter. Alles mit hoher Motivation. Das jüngste Ergebnis ihres intensiven Hobbys: Der 37 Minuten lange Film mit dem Titel „Block B“. Der feierte im September im Emsdettener Kino Premiere. „So richtig chic mit Limousine vorfahren und rotem Teppich“, erzählt das Quartett.

Der Film dreht sich um zwölf Stunden im Reckenfelder Viertel Block B: Sebastian kommt gerade von einem Date, als ihn Nils, sein Kumpel aus Kindheitstagen, anruft und zu sich nach Hause zitiert, um ihm aus der Patsche zu helfen. In den folgenden Stunden müssen sich die Freunde über Nacht aus einigen schwerwiegenden Problemen befreien, wobei auch ein längst verdrängter Vorfall aus dem Jahr 2008 wieder bittere Aktualität erfährt und die Kameradschaft der Jungs auf eine harte Zerreißprobe stellt.

Mit dem Ergebnis dieses Films sind die vier Reckenfelder mehr als zufrieden. Denn immerhin gab es von den rund 100 Premierenzuschauern positive Rückmeldungen. Und seit der Film auf Youtube zu sehen ist, gab es über 1000 Klicks. Sebastian als Kopf des Ganzen schreibt das Script, führt Regie, bedient die Kamera und steht auch selbst davor. „Er ist der Kopf von allem“, sagen die anderen drei Mitstreiter.

„Block B“ ist nicht der erste Film, den sie gemeinsam produziert haben. „Aber qualitativ der beste“, sind sie sich einig. Unter www.wmp-filme.de kann man nachlesen, wie alles begann.

Initiator und Kopf ist Sebastian Walter, der als Steppke mit vier oder fünf Jahren Küchenrollen als „Kamera“ verwendete. Später folgten Handy und Digitalkamera. Als er sich seinen ersten Camcorder kaufte, begann er zugleich, kleine Scripts zu schreiben. „Dann kam 2011 der Film „Ab-sch(l)uss“ als erstes WMP-Werk. Die Crew und auch die Technik entwickelten sich im Laufe der Jahre weiter. Im aktuellen Film spielt Nils „einen, der Mist gebaut hat und seine Freunde mit reinzieht“, erzählt er. Tobias spielt den guten Freund, der ihm aus der Patsche helfen muss, und Steve mimt den Bösewicht. „Wir steigern uns ständig, vor allem wenn man sich einmal unsere ersten Filme anschaut“, verweist Sebastian auf die Homepage.

Die eingeschworene Gemeinschaft ist mit Spaß, aber auch mit großem Ehrgeiz bei der Sache. „Kostet aber auch einiges“, sagt Steve lapidar.

„Block B“ wurde in Reckenfeld und im angrenzenden Wald gedreht. Nicht immer unter optimalen Wetterverhältnissen. „Aber da muss man durch“, erinnern sie sich lachend. Eine Idee steht noch im Raum: eine Möglichkeit, den Film in Reckenfeld zu zeigen.

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