Airline-Chef: „Haben genügend Investoren gefunden“
Germania ist gerettet

Greven -

Die unter Liquiditätsproblemen leidende Fluggesellschaft Germania ist offenbar gerettet. Geschäftsführer Karsten Balke teilte am Samstag mit, seine Airline habe weitere Investoren gefunden.

Samstag, 19.01.2019, 16:49 Uhr aktualisiert: 20.01.2019, 17:35 Uhr
Airline-Chef: „Haben genügend Investoren gefunden“: Germania ist gerettet
Foto: Gunnar A. Pier

„Hinsichtlich unserer Finanzbemühungen haben wir heute eine wichtige Zusage erhalten“, erklärte er. Damit gehe die Unterstützung „über den angestrebten Betrag von 15 Millionen Euro deutlich hinaus“. Das Geld soll der Airline in der kommenden Woche zur Verfügung stehen. Wer die Investoren sind, verriet der Germania-Chef nicht. Bereits in der vergangenen Woche hatten erste Geldgeber der klammen Airline unter die Arme gegriffen.

Die Fluggesellschaft, die in der Tourismus-Sparte wichtigster Anbieter am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) ist, hatte vor knapp zwei Wochen überraschend Liquiditätsprobleme eingeräumt. Gegenüber unserer Zeitung nannte Balke eine Finanzlücke von 15 Millionen Euro. Einen Verkauf der Airline hatte der Geschäftsführer ausgeschlossen. Der Flugbetrieb war uneingeschränkt fortgeführt worden.

Airline-Chef: Buchungslage ist gut

Dank der Hilfe durch die Investoren sieht Balke nun „die mittel- und langfristige Perspektive der Germania als unabhängige, mittelständische Fluggesellschaft gesichert“. Die Buchungslage sei gut, die Vorausbuchungszahlen für die kommenden Monate und den gesamten Sommerflugplan 2019 lägen über den Vorjahreswert. „Fluggäste, Lieferanten und Vertragspartner können somit auch zukünftig auf die Leistungsfähigkeit der Germania-Fluggesellschaft vertrauen.“

Am FMO bedient die Berliner Airline 20 der insgesamt 27 Ziele. Im vergangenen Jahr beförderte Germania von Greven aus knapp 270.000 der insgesamt 1.030.000 Passagiere, das waren rund 26 Prozent. Mit dem Beginn des Sommerflugplans will Germania in Greven eine dritte Maschine stationieren.

Alle Ziele ab FMO

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  • Mit dem Flugzeugs Münsters ungemütlichem Wetter entkommen: Im Winter 2018 / 2019 bietet der FMO 18 Ziele an.

    Foto: FMO
  • Agadir: Marokkanischen Minztee dürfen Germania-Passagiere mit Reiseziel Marokko nun am Stand von Agadir schlürfen.

    Foto: Manuel Meyer
  • Antalya: Mindestens einmal täglich geht es mit Sun Express in die Sonne der türkischen Stadt.

    Foto: Marius Becker/dpa
  • Faro: Germania steuert die portugiesische Stadt donnerstags an.

    Foto: dpa
  • Frankfurt: Die Lufthansa fliegt viermal täglich (dreimal täglich samstags) zum Umsteigeklassiker Frankfurt.

    Foto: Boris Roessler/dpa
  • Fuerteventura: Zweimal die Woche - montags und samstags - fliegt Germania nach Fuerteventura.

    Foto: dpa
  • Madeira: Ein Mal in der Woche fliegt Germanwings seine Passagiere nun in Ronaldos schöne Heimat.

    Foto: dpa
  • Gran Canaria: Nach Gran Canaria geht es mittwochs und sonntags, auch mit Germania.

    Foto: dpa
  • Heraklion: Der Flughafen Heraklion auf Kreta wird Zwei Mal pro Woche von Germanwings angeflogen.

    Foto: dpa
  • Hurghada: Germania und Fly-Egypt fliegen jeweils einmal wöchentlich den ägyptischen Badeort Hurghada an.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Istanbul: Auch neu auf dem Flugplan steht die türkische Metropole Istanbul mit der beeindruckenden Hagia Sophia.

    Foto: Philipp Laage
  • Lanzarote: Ab dem 7.11. fliegt Germania jeden Dienstag nach Lanzarote.

    Foto: dpa
  • Malaga: Die spanische Stadt wird regelmäßig von Germania angeflogen.

    Foto: dpa
  • München: Rund 30 Mal pro Woche steuert Lufthansa München an - mit mehreren Flügen täglich.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Mallorca: Gleich drei Fluganbieter sind auf der Strecke in den beliebten Urlaubsort Mallora unterwegs: Germania, Niki und Eurowings. Bis auf dienstags gibt es mindestens einen Flug täglich.

    Foto: dpa
  • Salzburg: Neu auf dem Flugplan steht die österreichische Stadt Salzburg: Seit 1997 ist der historische Kern der Stadt UNESCO Weltkulturerbe.

    Foto: dpa
  • Stuttgart: AIS Airlines verbindet den FMO mit Stuttgart. Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag gibt es zwei Flüge, freitags einen.

    Foto: Christoph Schmidt/dpa
  • Teneriffa: Jeden Freitag fliegt Germania auf die Kanaren-Insel.

    Foto: Ina Brzoska/dpa
  • Thessaloniki: Germanwings bringt seine Passagiere jeden Freitag in die nordgriechische Stadt an der Küste.

    Foto: Anja und Andree Henschen

Entsprechend groß war auch in Greven die Erleichterung: „Wir begrüßen, dass Germania die Finanzierungslücke für den Winter, der im Tourismus immer schwierig ist, offensichtlich geschlossen hat“, kommentierte FMO-Geschäftsführer Rainer Schwarz. „Üblicherweise werfen die Flüge ab Ostern wieder auskömmliche Gewinne ab, so dass verunsicherte Kunden jetzt auch wieder buchen können.“

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