Zuchtprogramm
Dreifacher Tiger-Nachwuchs im Naturzoo Rheine

Rheine -

Das wird viele Zoo-Freunde und auch das Zuchtprogramm freuen: Bei den Sumatra-Tigern im Naturzoo Rheine hat sich Nachwuchs eingestellt, und das gleich dreifach.

Dienstag, 22.01.2019, 08:40 Uhr aktualisiert: 22.01.2019, 09:26 Uhr
Zuchtprogramm: Dreifacher Tiger-Nachwuchs im Naturzoo Rheine
Liebe auf den ersten Blick? Kabus und Naga beim ersten Zusammentreffenr im September 2018. Nun hat Naga Junge geboren. Foto: Naturzoo Rheine

Am Dienstag, dem 8. Januar, fand die Geburt statt. Mutter „Naga“ hatte sich dazu in ein eigens für die Niederkunft vorbereitetes, abgedunkeltes Abteil im Tiger-Haus zurückgezogen. Dort versorgt sie seither ihre Jungen vorbildlich. Der Nachwuchs entwickelt sich sehr gut, zeigen die Aufnahmen einer Beobachtungskamera.

Bisher hatten die Tierpfleger noch keinen direkten Zugang zu den Jungtieren, da mögliche Störungen ganz bewusst vermieden werden. So ist auch das Geschlecht der Kleinen noch unbekannt. Dies wird erst bei der ersten Impfung in wenigen Wochen festgestellt. 

Die jungen Tiger sind nicht nur eine Freude für das Zoo-Team und bald auch für die Zoo-Besucher, wenn die Kleinen etwa Mitte Februar erstmals die Wurfbox verlassen, sondern auch für das Europäische Zuchtprogramm (EEP). Sie sind „Wunschkinder“, die zur Stützung des Zoo-Bestandes wichtig sind.

Erst im August vergangenen Jahres kam der Kater „Kabus“ aus dem Zoo Belfast nach Rheine mit der Bestimmung, dass er mit einer der beiden bis dahin „männerlos“ gehaltenen Tiger-Schwestern Naga und Aguja „eine Familie gründen“ sollte. Die Tierpfleger wirkten als Ehe-Stifter indem sie sich für Naga als passende Partnerin für Kabus entschieden, woraufhin Aguja gleichfalls mit Fortpflanzungs-Auftrag in den Howletts Zoo Park nach England reiste.

Sehr kurz nach dem ersten Zusammentreffen kam es Ende September dann zu Paarungen zwischen Kabus und Naga, die zu dem „freudigen Ereignis“ führten.

Tatsächlich ist dieser Zuchterfolg nicht selbstverständlich. Naga ist als Handaufzucht im Zoo Lissabon groß geworden und lebte seither – und seit März 2012 im Naturzoo  – nur mit ihrer Schwester zusammen. Mit mittlerweile fast zehn Jahren ist sie zudem auch nicht mehr die Jüngste, vor allem in Hinblick darauf, dass es sich bei diesem Wurf um ihren ersten überhaupt handelt. Kabus hingegen war schon mit einer Tigerin im Zoo Belfast zuchterprobt.

Natürlich sind die Neugeborenen noch nicht „über den Berg“; während der weiteren Entwicklung wird es sicherlich noch kritische Phasen geben. Im Naturzoo ist man aber zuversichtlich und verlässt sich auf das weitere vorbildliche Mutter-Verhalten von Naga, die dazu auch alle Ruhe und – indirekte – Unterstützung erhält.

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