Winterwetter
Schneedecke im Münsterland - mehrere Unfälle

Münsterland -

Das winterliche Wetter hat am frühen Mittwochmorgen im Münsterland zu einigen Unfällen geführt, meistens blieb es bei Blechschäden. Doch auf den Autobahnen kam es zu langen Staus.

Mittwoch, 23.01.2019, 08:05 Uhr aktualisiert: 23.01.2019, 13:02 Uhr
Winterwetter: Schneedecke im Münsterland - mehrere Unfälle
Eine dünne Schneedecke liegt auf einer Straße in Münster. Foto: Jan Hullmann

Vielerorts sind im Münsterland seit Dienstagabend Schneeflocken heruntergekommen. Auf den Straßen hat es in der Folge mehrere Glätteunfälle gegeben. So krachte es im Kreis Borken bereits am Abend fünf Mal, es blieb aber immer bei Sachschäden. Am frühen Morgen kamen im Münsterland weitere Unfälle hinzu. Insgesamt zählten die Polizeibehörden rund zwei Dutzend glättebedingte Einsätze (bis 8.00 Uhr). 

Auf der A1 zwischen Hiltrup und Münster-Süd etwa verlor ein Laster gegen sieben Uhr Schüttgut, der rechte Fahrstreifen musste dort kurzzeitig gesperrt werden, rund um das Autobahnkreuz Münster-Süd stockte der Verkehr.

Für kilometerlange Staus sorgte Stunden später – gegen 10.30 Uhr – ein Unfall zwischen den Autobahnkreuzen Münster-Süd und Münster-Nord: Dort geriet ein Fahrzeug vermutlich wegen einer Eisfläche außer Kontrolle und überschlug sich mehrfach . Der Fahrer wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Landesweit staute es sich am Mittwochmorgen der WDR-Verkehrslage zufolge fast 400 Kilometer auf den Autobahnen.

Im Stadtgebiet von Münster sah es besser aus: „Die Straßen waren gut geräumt, bei uns gab es nur eine Handvoll kleinerer Unfälle”, berichtete Pressesprecher Andres Bode von der Polizei Münster. 

Verletzte blieben nach Angaben der Polizei dabei die Ausnahme: Bei einem Unfall am Morgen in Senden-Bösensell (Kreis Coesfeld) verletzte sich eine Autofahrerin, die von der Straße gerutscht war, leicht. „Der Vorteil ist: Schnee sieht man ja. Die Autofahrer waren entsprechend vorsichtig unterwegs”, berichtet Peter Spahn von der Polizei im Kreis Warendorf, wo es am Morgen keinen einzigen Glätteunfall gab.

So machen Sie Ihr Auto winterfest

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  • Mit einem Besen können Flocken lackschonend vom Wagen gefegt werden. Besitzer höherer Fahrzeuge benötigen einen Besen mit langem Stiel, um das Autodach zu kehren. Wer darauf setzt, dass der Fahrtwind das Dach befreit, riskiert ein Bußgeld. Ein Besen mit Teleskopstiel nimmt zusammengeschoben im Kofferraum nicht so viel Platz weg. Für schneereiche Regionen bietet sich zum Freischaufeln ein Klappspaten an, sonst tut es auch ein stabiles Kehrblech.

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  • Wolldecken - Wer bei Minustemperaturen mit seinem Wagen eine Panne hat und im eiskalten Auto auf Hilfe warten muss, wird kuschelige Wolldecken für alle Mitfahrer zu schätzen wissen.

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  • Scheibenschwamm -  Sind die Scheiben auch von außen frei, so können sie immer noch von innen beschlagen. Läuft die Klimaanlage, sollte das Kondenswasser schnell verschwunden sein - falls nicht, kann das auf einen technischen Defekt hindeuten. Wer die Sache mit einem Scheibenschwamm oder Antibeschlagtuch beschleunigen will, sollte zu Microfaser-Produkten greifen. Werden die Fenster öfter mal von innen mit Glasreiniger gesäubert, beschlagen sie nicht so leicht.

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  • Scheibenenteiser - Dicke Eiskrusten auf den Autoscheiben werden vor dem Kratzen am besten erst mit Enteisungsmittel eingesprüht. Verbraucher sollten sich für möglichst umweltverträgliche Produkte entscheiden. Auf keinen Fall heißes Wasser zum Antauen verwenden: Wegen des großen Temperaturunterschiede kann das Glas platzen.

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  • Gummimatten -  Mit Gummimatten bleibt der Teppich in den Fußräumen sauber, und wenn Schneematsch von den Schuhen abtaut, lässt sich das Wasser mit einem Handgriff aus dem Auto befördern. Die Experten empfehlen Matten, die passgenau auf das jeweilige Automodell zugeschnitten und rutschsicher sind. Sonst kann sich die Matte unter die Pedale schieben und sie schlimmstenfalls blockieren.

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  • Eiskratzer - Ein guter Eiskratzer ist immer noch das beste Mittel, um überfrorene Scheiben freizubekommen. Modelle mit Metallteilen sind nach Meinung der Kfz-Fachleute tabu: Damit verschrammt man das Glas. Um das zu vermeiden sollte das Eis auch immer in eine Richtung weggeschoben werden, damit der Schmutz nicht hin- und hergerieben wird.

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  • Starthilfekabel sollten zum Auto passen und laut TÜV Süd mindestens einen Querschnitt von 25 Quadratmillimetern haben. Bei der Starthilfe zuerst das rote Kabel an den Pluspol der leeren Batterie anklemmen und dann mit dem Pluspol der vollen Batterie verbinden. Danach wird das schwarze Kabel am Minuspol der vollen Batterie befestigt und das andere Ende an einem unlackierten Metallteil am Motorblock des Pannenfahrzeugs.

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  • Schneeketten - In verschneiten Bergregionen können Autofahrer ohne Schneeketten aufgeschmissen sein. Auf einigen Straßen in den Alpen und Mittelgebirgen sind sie sogar vorgeschrieben. Ihre Montage sollte man zu Hause üben. Sogenannte Anfahrhilfen gelten nicht als Schneeketten und dürfen nur auf kurzen Strecken benutzt werden.

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Im Laufe des Morgens soll der Schneefall aufhören. Autofahrer sollten aber trotzdem Acht geben, da die Straßen überfrieren könnten, warnte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes.

Winter am Aasee

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  • Kalt, aber sonnig: Das schöne Winterwetter verbringen diese zwei Radfahrer am Aasee.

    Foto: Oliver Werner
  • Die ersten Eisschollen sind schon da: Bis der Aasee komplett zugefroren ist, wird es noch etwas dauern.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Eisschicht ist bislang sehr dünn. Sollte aus der Prognose für das Wetter in den kommenden Wochen Realität werden, dürfte der Aasee zufrieren.

    Foto: Oliver Werner
  • Temperaturen unter dem Gefrierpunkt werden nachts erwartet. Tagsüber müssen die Münsteraner sich auch auf Schnee einstellen.

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  • Wird die Eisschicht dicker, könnten sich bald wieder Schlittschuhläufer auf dem Aasee tummeln.

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  • Perfektes Winterwetter: Den Sonnenschein nutzen die beiden, um am Aasee zu joggen.

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  • An manchen Stellen wird schon deutlich sichtbar, dass der Aasee aufgrund der eisigen Temperaturen langsam zufriert.

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  • Das Betreten des Aasees bleibt gefährlich, selbst wenn die Eisschicht dicker werden sollte.

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