Verdächtige Person im Walskamp
Suchtkranker musste Senden wieder verlassen

Senden -

Bei der verdächtigen Person, die im Walskamp für Ärger bis Angst gesorgt hat, handelt es sich um einen Osteuropäer, der in einem Pflanzenzuchtbetrieb gearbeitet hat. Da er seine Alkoholsucht nicht in den Griff bekam, musste er inzwischen in seine Heimat zurückkehren.

Freitag, 01.02.2019, 12:14 Uhr aktualisiert: 01.02.2019, 19:56 Uhr
Gemeinsam unter anderem im Walskamp im Einsatz: Ulrich Rödiger (l.) und Reinhard Wehrland.
Gemeinsam unter anderem im Walskamp im Einsatz: Ulrich Rödiger (l.) und Reinhard Wehrland. Foto: di

Schrecksekunden für einige Walskamp-Bewohner: Ein unbekannter Mann war – wie berichtet – an mindestens drei Tagen in mindestens vier Gärten eingedrungen und hatte die Familien in Aufregung bis Angst versetzt. Wie die WN-Anfrage bei der Polizei ergab, handelt es sich bei der Person um keinen Straftäter. Erste Informationen ergänzte die Polizei jetzt gegenüber unserer Lokalredaktion.

Wiederholt auch tagsüber orientierungslos

Ulrich Rödiger, der als Bezirksbeamter gemeinsam mit seinem Kollegen Reinhard Wehrland mit dem Fall befasst war, teilte demnach mit, dass der Mann, der aus Polen stammt, aufgrund einer ausgeprägten Suchterkrankung mehrmals hinter einander und auch tagsüber Probleme hatte, sich zu orientieren und sein Verhalten angemessen zu steuern.

Unser Job ist es, uns auch und gerade um diese Fälle zu kümmern.

Bezirksbeamter Ulrich Rödiger

Der Mann wurde von der Polizei, die von Anwohnern alarmiert worden war, angetroffen und überprüft. Bisherige Angaben, dass die Person in Senden wohnt und arbeitet, aktualisierte Rödiger jetzt gegenüber den WN. Der Bezirksbeamte berichtete, dass der „Störenfried“ Deutschland wieder in Richtung seiner Heimat verlassen habe. Er gehörte zu einer Gruppe von Männern, die nach Senden gekommen waren, um bei einem großen Pflanzenzuchtbetrieb zu arbeiten.

Arbeitgeber veranlasst Rückkehr

Für die Betreuung und Unterbringung der Beschäftigten habe die Firma gesorgt, betont Rödiger. Das Unternehmen sei es auch gewesen, das die Rückkehr nach Polen veranlasst habe, nachdem sich offenbart hatte, dass der Mann seine Abhängigkeit nicht in den Griff bekommen hat. Auch Anwohner hatten beobachtet, dass die Person stark alkoholisiert war.

Für den Bezirksbeamten ist das Geschehen im Walskamp ein Beispiel dafür, dass es sinnvoll ist, die Schwelle niedrig zu legen, die Polizei einzuschalten. „Viele scheuen sich, wegen einer vermeintlichen Bagatelle, die 110 zu wählen, doch diese Haltung ist falsch“, unterstreicht der Hauptkommissar. Und fügt hinzu: „Unser Job ist es, uns auch und gerade um diese Fälle zu kümmern.“

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