Unfall auf der Autobahn 30
Transporterfahrer im Glück

Tecklenburg -

Ein Fahrzeugtransporter mit zwei Wohnwagen ist am Dienstagmorgen auf der Autobahn 30 auf einen vorausfahrenden Lkw aufgefahren. Nach Angaben der Autobahnpolizei wurde der 59 Jahre alte Fahrer des Transporters beim Zusammenstoß im Führerhaus eingeklemmt. Er wurde von der Feuerwehr mit hydraulischem Gerät und Seilwinde befreit.

Dienstag, 05.02.2019, 18:12 Uhr aktualisiert: 05.02.2019, 18:20 Uhr
Glück im Unglück hatte der Fahrer dieses Fahrzeugtransporters bei einem Unfall gestern Morgern auf der Autobahn 30 in Tecklenburg.
Glück im Unglück hatte der Fahrer dieses Fahrzeugtransporters bei einem Unfall gestern Morgern auf der Autobahn 30 in Tecklenburg. Foto: NWM-TV

Gegenüber der Polizei gab der 59-jährige polnische Staatsbürger an, dass er das Ende eines Staus ebenso wahrgenommen habe wie das Abbremsen des vor ihm fahrenden Lkw. Doch offenbar reagierte der Transporterfahrer zu spät und fuhr auf das Heck des Lkw, der von einem 41 Jahre alten Landsmann gesteuert wurde, auf.

Die Rettungskräfte der Feuerwehr gelangten dank einer gut gebildeten Rettungsgasse schnell zur Unfallstelle in Fahrtrichtung Rheine. Dort stellte sich heraus, dass der 59-Jährige in seinem Führerhaus eingeklemmt, aber nahezu unverletzt geblieben war. Armaturenbrett und Lenksäule verhinderten, dass er schnell aus der Fahrerkabine geholt werden konnte. Fast eine Sunde dauerte der Kraftakt

Gegenüber der Autobahnpolizei sagte der Transporterfahrer aus, dass es ihm gut gehe. Vorsichtshalber wurde er aber in ein Krankenhaus gebracht.

Während der Rettungsarbeiten war die Autobahn nach Angaben der Polizei für rund eine Stunde komplett gesperrt. Anschließend wurde der Verkehr zunächst auf der linken Fahrspur an der Unfallstelle vorbeigeführt. Zeitweise stauten sich die Fahrzeuge auf einer Länge von zehn Kilometern. Gegen 14.30 Uhr war die Autobahn 30 dann wieder frei.

Marco Lammerskitten von der Feuerwehr Ibbenbüren erläuterte, dass die Wehr zu einem Unfall mit einer eingeklemmten Person und zwei Lkw gerufen worden sei. An der Unfallstelle nahmen die Blauröcke zunächst die Tür des Fahrzeug-Transporters ab. Mit hydraulischen Stempeln verschafften sich die Rettungskräfte Platz in der Fahrerkabine. Die Lenksäule wurde mit einer Winde nach vorne gezogen. Danach gelang es, den im Fußraum eingeklemmten Fahrer zu befreien.

Den bei dem Unfall entstandenen Sachschaden schätzt die Autobahnpolizei auf einen niedrigen sechsstelligen Eurobetrag. Von der Feuerwehr gab es ein Lob für die von den im Stau stehenden Fahrzeuglenkern gut gebildete und passierbare Rettungsgasse.

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