Baustart an der Gartenstraße steht bevor
Hauptverkehrsachse wird Nadelöhr

Senden -

Ab Montag wird es eng, dann starten die ersten Arbeiten auf der Gartenstraße, die für etwa ein Jahr voll gesperrt sein wird. Nicht nur rund 12 000 Autos rauschen dort bisher täglich über den Asphalt, auch die Auswirkungen auf den Busverkehr sind erheblich.

Dienstag, 19.02.2019, 19:16 Uhr aktualisiert: 20.02.2019, 12:02 Uhr
Die Gartenstraße wird zunächst zwischen Herrenstraße und Hausnummer 32 komplett gesperrt. Zunächst werden neue Wasserleitungen verlegt, die Straßenbaumaßnahmen folgen anschließend.
Die Gartenstraße wird zunächst zwischen Herrenstraße und Hausnummer 32 komplett gesperrt. Zunächst werden neue Wasserleitungen verlegt, die Straßenbaumaßnahmen folgen anschließend. Foto: sff/di

Nach der Baustelle ist vor der Baustelle. Gerade erst wurde die Bulderner Straße mit dem Kreisel Kalverkamp wieder für den Verkehr freigegeben, da steht den Sendenern das nächste Nadelöhr ins Haus. Am Montag beginnen die Vorarbeiten für die erste Etappe eines Maßnahmenbündels auf der Gartenstraße. Die Hauptverkehrsader, über die täglich rund 12 000 Fahrzeuge „rauschen“ wird dadurch für Autos gesperrt. Für etwa ein Jahr.

Der Durchfluss wird, wie berichtet, zuerst auf dem Teilstück zwischen Busbahnhof und Einmündung Herrenstraße durch Bauarbeiten unterbrochen.

Die Auswirkungen sind beträchtlich – vor allem auf den Busverkehr, was bereits Reaktionen aus der Bevölkerung und seitens der Senioren Union ausgelöst hat.

Busbahnhof nicht komplett abgekoppelt

Die RVM weist darauf hin, dass die Busse der Linien S 90/D 90 und N 4 (Lüdinghausen-Münster) eine Umleitung fahren und die Haltestellen Busbahnhof, Erlengrund, Siebenstücken und Mahnmal nicht wie gewohnt anfahren. Dies gilt aber längst nicht für alle Fahrten. Wie die WN-Nachfrage ergab, wird der Busbahnhof doch angesteuert: die sogenannten verkürzten Fahrten starten und enden weiterhin am Busbahnhof und verlaufen über die gewohnte Strecke (inklusive Erlengrund und Co.). Wer seinen üblichen Weg nutzen will, muss zwischen 6.52 und 8.52 Uhr ab Busbahnhof gen Münster fahren. In der Gegenrichtung wird von Münster (Hauptbahnhof) aus stündlich von 12.40 bis 17.40 Uhr der Sendener Busbahnhof bedient. Madlen Spinzig, Diplom-Geographin beim RVM, rät Pendlern, auf diese Verbindungen umzusteigen.

Wir versuchen, die negativen Auswirkungen so gering wie möglich zu halten.

Madlen Spinzig, RVM

Wer das nicht kann, für den weichen die Schnellbusse auf dem Weg nach Lüdinghausen in Senden von der gewohnten Route ab. Die S 90 biegt von der B 235 an der Wilhelm-Haverkamp-Straße ab und von dort nach links in die Münsterstraße. Dadurch kann an den Haltestellen W.-Haverkamp-Straße und Rathaus ein- und ausgestiegen werden. In der Gegenrichtung verläuft die Ausweichroute umgekehrt; die Haltestelle Mahnmal wird nicht bedient.

Arbeiten an Wasserleitung zum Auftakt

Seit Ende 2017 hat Gelsenwasser bereits in großem Umfang Trinkwasserleitungen in Senden ausgetauscht. Nun steht ein letztes Teilstück von rund 300 Metern Länge in der Gartenstraße an, und zwar von der Hausnummer 32 bis zur Münsterstraße. Der erste Bauabschnitt verläuft auf einer Länge von etwa 100 Metern von der Herrenstraße bis zur Gartenstraße 32, so die Pressemitteilung.Dieses Teilstück wird für den Durchgangsverkehr gesperrt, eine weiträumige Umleitung eingerichtet. Die Gartenstraße kann weiterhin von der Herrenstraße angefahren werden. Die Zufahrt zur Ostlandstraße wird jedoch gesperrt. Fußgänger und Radfahrer haben freie Fahrt, die Geschäfte und Häuser sind erreichbar. Der erste Bauabschnitt dauert etwa bis Mitte Juli. Details zum zweiten Bauabschnitt gibt Gelsenwasser rechtzeitig bekannt. Die Anwohner wurden informiert. Im Anschluss folgen Straßenbauarbeiten (Mini-Kreisel).

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Der Schnellbus hält zusätzlich am Stopp „Mönkingheide“. Als Zubringer zur S 90 fungiert die Linie 611, die als Taxibus jetzt bis „Mönkingheide“ fährt. Wer sie nutzen möchte, muss eine halbe Stunde vorher ✆ 0251/144 80 444 wählen. Zur morgendlichen Spitze (6.52 bis 8.52 Uhr) fährt die 611 ohne vorherige Anforderung von Senden-West zum Busbahnhof. Das gilt auch für die Nachmittagsspitze.

„Wir versuchen, die negativen Auswirkungen so gering wie möglich zu halten“, beteuert Spinzig vom RVM. Die meisten Fahrgäste reagieren ohnehin flexibel, lautet ihre Erfahrung.

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