„Westfalen-Kaserne“: Ende der Dauerbaustelle
„Trio“ ist nach sechs Jahren fertig

Ahlen -

Fast sechs Jahre ist es her, dass in der „Westfalen-Kaserne“ der erste Spatenstich für das sogenannte „Trio-Gebäude“ zur Truppenversorgung erfolgte. Jetzt wird es endlich eingeweiht und eröffnet.

Donnerstag, 21.02.2019, 19:06 Uhr
Sechs Jahre liegen zwischen dem ersten Spatenstich und der Fertigstellung des „Trio-Gebäudes“ in der „Westfalen-Kaserne“. Immerhin: Es ist das erste seiner Art in Nordrhein-Westfalen.
Sechs Jahre liegen zwischen dem ersten Spatenstich und der Fertigstellung des „Trio-Gebäudes“ in der „Westfalen-Kaserne“. Immerhin: Es ist das erste seiner Art in Nordrhein-Westfalen. Foto: Christian Wolff

Ein Raunen ging in diesen Tagen durch die Unterkünfte und Büros der „Westfalen-Kaserne“: Das zentrale Wirtschafts- und Betreuungsgebäude, kurz „Trio“ genannt, steht gut sechs Jahre nach dem ersten Spatenstich vor der Fertigstellung.

Von dieser Nachricht, die das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr in Bonn am Mittwoch offiziell bekanntgab, wurden selbst die Aktiven vor Ort überrascht. Offenbar wurde hinter den Kulissen in den letzten Zügen noch einmal „ein Zacken zugelegt“. Intern bezeichneten Eingeweihte die Anlage aufgrund wiederholter Bauverzögerungen schon seit Jahren als „Berliner Flughafen von Ahlen“.

Am Mittwoch, 27. Februar, findet nun in feierlichem Rahmen die Einweihung des „Trio-Gebäudes“ statt. Das bestätigte auch Leutnant Frank Asche, Personal-und Presseoffizier am Standort, und machte gleich eine Einschränkung: „Diese Veranstaltung läuft nicht unter unserer Regie.“ Schließlich sei der örtliche Verband zwar Nutznießer, aber nicht Auftraggeber und Eigentümer des Objekts.

Die Kaserne, in der das Aufklärungsbataillon 7 mit der Ausbildungsunterstützungskompanie 7, der Betreuungsstelle für zivilberufliche Aus- und Weiterbildung sowie Teile des Fachsanitätszentrums aus Augustdorf, der Sanitätsstaffel „Einsatz“ – ebenfalls aus Augustdorf – und des Bundeswehrdienstleistungszentrums Münster untergebracht sind, verfügt damit nach Jahren der Provisorien wieder über eine zentrale Möglichkeit für größere gemeinsame Veranstaltungen und die tägliche Truppenverpflegung. Da die Bauverzögerungen anfangs nicht absehbar waren, wurde das zuvor genutzte Offiziersheim bereits vor Jahren aufgegeben; nur das Unteroffiziersheim blieb in Betrieb.

Das gesamte Bauprojekt wurde durch das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) mit einer Summe von rund 10,5 Millionen Euro finanziert. Unter dem Bauprojektmanagement des Organisationsbereiches In­frastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr entstand auf rund 2600 Quadratmetern ein gemeinsamer Verpflegungs- und Betreuungsbereich für alle Bundeswehrangehörigen am Standort Ahlen in einem Gebäude. Mit der vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW geleiteten Baumaßnahme wird das erste sogenannte „Trio-Gebäude“ in Nordrhein-Westfalen fertiggestellt. Es steht für eine moderne, gemeinsame Betreuung aller drei Laufbahngruppen von Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften unter einem Dach.

Zu den geladenen Gästen sprechen die Abteilungsleiterin Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen (IUD) der Bundeswehr, Ministerialdirektorin Barbara Wießalla, sowie Bürgermeister Dr. Alexander Berger.

Diese Veranstaltung läuft nicht unter unserer Regie.

Leutnant Frank Asche
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