Entscheidung über Ladenöffnung
Sandhasensonntag: Rat ist am Zug

Alstätte -

Verkaufsoffen: ja oder nein? Diese Frage ist für den nächsten Sandhasensonntag in Alstätte noch nicht geklärt. Das soll sich am Mittwochabend ändern.

Samstag, 23.02.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 23.02.2019, 06:02 Uhr
Rahmenprogramm mitsamt Kinderanimation und Sandhasenlauf: Das soll es auch in diesem Jahr beim Sandhasensonntag in Alstätte geben. Die Stadtverwaltung sieht es deshalb als gerechtfertigt an, dass dazu auch die Geschäfte öffnen dürfen.
Rahmenprogramm mitsamt Kinderanimation und Sandhasenlauf: Das soll es auch in diesem Jahr beim Sandhasensonntag in Alstätte geben. Die Stadtverwaltung sieht es deshalb als gerechtfertigt an, dass dazu auch die Geschäfte öffnen dürfen. Foto: Anne Rensing

Verkaufsoffen: ja oder nein? Diese Frage ist für den nächsten Sandhasensonntag in Alstätte noch nicht geklärt. Das soll sich am Mittwochabend (27. Februar) ändern. Dann befasst sich der Rat der Stadt Ahaus mit diesem Thema.

Geplant ist, dass die Läden in Alstätte am 10. März von 13 bis 18 Uhr ihre Türen öffnen. Doch das dürfen sie laut Ladenöffnungsgesetz NRW nur dann, wenn der verkaufsoffene Sonntag lediglich Beiwerk ist. Im Mittelpunkt des Tages muss dagegen eine andere Veranstaltung stehen – etwa ein örtliches Fest, eine Messe oder eine Sportveranstaltung. Ist das in Alstätte der Fall? Dazu hat der Gewerbeverein Alstätte im Vorfeld der Sitzung per Brief an die Stadtverwaltung Stellung genommen.

Darin betont der Verein zunächst, wie wichtig verkaufsoffene Sonntage für den Einzelhandel seien, „um neue Kunden zu gewinnen und alte Kunden zu halten“ – auch als „Gegenpol zum wachsenden Online-Handel“. Ebenso seien Niederländische Kunden für Alstätte von besonderer Bedeutung, schreibt der Vorstand des Gewerbevereins: „Durch die Entscheidung der Stadt Enschede, ab Oktober 2018 jeden Sonntag die Geschäfte zu öffnen, steht Alstätte mehr denn je unter dem Druck, sich als Einkaufsort zu präsentieren.“

Hinzu komme, dass ein umfangreiches Programm am Sandhasensonntag geplant sei. Zum einen wird es die dritte Auflage des Sandhasenlaufs geben mit einem Bambinilauf (500 Meter) sowie einem Lauf über fünf und zehn Kilometer. Zu diesem Sportevent erwarten die Veranstalter rund 400 Läufer sowie weitere Besucher. Auf dem Parkplatz der Supermärkte Aldi und Edeka soll es zudem ein Kinder- und Familienfest geben, unter anderem mit einem Streichelzoo. Daneben soll auf dem Dorfplatz eine Hüpfburg aufgestellt werden und es soll zahlreiche kulinarische Angebote geben. Nach Angaben der Veranstalter waren rund um das Familienfest im vergangenen Jahr 4100 Besucher vor Ort.

Außerdem ist ein Flohmarkt auf dem Kirchplatz geplant sowie ein Schautag bei Landmaschinen Wiese mit einer Ausstellung neuer Maschinen sowie Landmaschinen-Oldtimern.

Zusammenfassend übersteige die zu erwartende Besucherzahl für die Veranstaltungen damit jene Gästezahl, die allein wegen der geöffneten Läden kämen, schreibt die Verwaltung in der Sitzungsvorlage. Auch die angebotene Veranstaltungsfläche (3700 Quadratmeter) sei größer als die Verkaufsfläche (2667 Quadratmeter), lautet deren Urteil.

Bezogen auf diese Ausführungen meldeten auch die Kreishandwerkerschaft Borken, die Handwerkskammer Münster, der Evangelische Kirchenkreis, das Kreisdekanat Borken sowie die IHK Nord-Westfalen aktuell keine Bedenken zu dem verkaufsoffenen Sonntag in Alstätte an. Das geht aus den Stellungnahmen hervor, die der Verwaltungsvorlage angehängt wurden.

Daher schlägt die Stadt dem Rat vor, den verkaufsoffenen Sonntag am 10. März in Alstätte freizugeben. Die Politiker werden eine Entscheidung am Mittwoch ab 19 Uhr fällen. Folgen sie dem Beschlussvorschlag der Verwaltung, sollen allerdings nur jene Geschäfte öffnen dürfen, die sich im Umfeld der konkreten Veranstaltungen befinden. Diese Fläche soll grob eingegrenzt werden durch die Straßenzüge Haaksbergener Straße, Eschstraße, Garteneck, Thieweg, Alstätter Friedhofstraße und Högerstraße.

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