Anklage gegen Ex-Feuerwehr-Chef
Kein öffentliches Verfahren?

Greven -

Dem ehemaligen Chef der Grevener Feuerwehr wird Verbreitung, Erwerb und Besitz kinderpornografischer Schriften vorgeworfen. Ein öffentliches Verfahren wird es vermutlich aber nicht geben.

Freitag, 22.02.2019, 18:04 Uhr aktualisiert: 22.02.2019, 18:20 Uhr
 
 

Die Gerüchte gingen schon lange, wurden aber nie bestätigt. Jetzt gibt es Gewissheit. Der ehemalige Leiter der Feuerwehr Greven steht am 14. März wegen der Verbreitung, des Erwerbs und des Besitzes kinderpornografischer Schriften vor dem Amtsgericht. Das geht aus einer Übersicht der Verfahren des Amtsgerichtes Steinfurt hervor.

Nach Informationen unserer Zeitung hat die Verteidigung des Angeklagten aber angekündigt, dass weder sie, noch der Angeklagte zu dem Hauptverhandlungstermin erscheinen werden. In einem solchen Fall kann die Staatsanwaltschaft in der Hauptverhandlung den Erlass eines Strafbefehls beantragen. Der Strafbefehl kann dann – sofern die Voraussetzungen gegeben sind – im schriftlichen Verfahren ergehen.

Das bedeutet in den meisten Fällen, dass der Angeklagte nicht vor Gericht erscheinen muss, im Hintergrund zwischen den Parteien schon eine Strafe ausgehandelt wurde.

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