Festnahme in De Lutte
48-Jähriger steht unter Terrorverdacht

De Lutte -

Die Polizei hat kürzlich im niederländischen De Lutte einen 48-jährigen Mann festgenommen. Er wird verdächtigt, einen terroristischen Anschlag vorbereitet zu haben und den „Islamischen Staat“ zu unterstützen.

Freitag, 01.03.2019, 06:41 Uhr aktualisiert: 01.03.2019, 07:10 Uhr
Ein Mann ist in De Lutte festgenommen worden.
Ein Mann ist in De Lutte festgenommen worden. Foto: Colourbox

Die Polizei hat kürzlich im niederländischen De Lutte einen 48-jährigen Mann festgenommen. Er wird verdächtigt, einen terroristischen Anschlag vorbereitet zu haben und den „Islamischen Staat“ zu unterstützen. Der Mann soll im Besitz von Waffen und Munition gewesen sein. Zwischenzeitlich aufgekommene Befürchtungen, dass ein Anschlag im Zusammenhang mit dem Karneval in Oldenzaal geplant gewesen sei, bestätigten sich nach Angaben von Behörden nicht.

Der Terrorverdächtige, der sowohl die algerische wie die niederländische Staatsangehörigkeit besitzt, ist vor etwa anderthalb Wochen in De Lutte festgenommen worden. Er soll nicht nur im Besitz von Feuerwaffen und Munition gewesen sein, sondern auch mit der Ideologie des „Islamischen Staates“ (IS) sympathisieren. Das berichtet der niederländische Nachrichtendienst „News United“. Demnach begannen die Ermittlungen nach Informationen des niederländischen Inlands- und Auslandsgeheimdienstes (AIVD) am 15. Februar.

Kinderrucksack mit Pistole

Bei der Durchsuchung auf einem Campingplatz in De Lutte und der Wohnadresse des Mannes in Groningen sind Mobiltelefone, ein Laptop und mehrere Datenträger beschlagnahmt worden. Wie die niederländische Zeitung „Tubantia“ schreibt, fand die Polizei in der Wohnung in Groningen außerdem in einem Schrank einen Kinderrucksack mit einer Pistole, einem gefüllten Patronenhalter und einer Schachtel mit loser Munition. Beschlagnahmt worden sind auch Dokumente, in denen „der bewaffnete Kampf gegen die Ungläubigen“ verherrlicht wird.

Nach seiner Festnahme ist der Verdächtige einem Richter in Rotterdam vorgeführt und für zwei Wochen in Haft gehalten worden. Die Kammer des Gerichts verlängerte die Untersuchungshaft am gestrigen Dienstag um 90 Tage. Der Verdächtige schweigt zu den Vorwürfen.

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