Pfarrer Markus Dördelmann ist optimistisch
Architektenwettbewerb für das Stiftskreuz

Borghorst -

Pfarrer Markus Dördelmann ist optimistisch. Wenn alles glatt läuft, so das Gemeindeoberhaupt von St. Nikomedes, können noch in diesem Jahr die baulichen Vorbereitungen für eine Rückkehr des Stiftskreuzes in die Kirche in Angriff genommen werden. 

Freitag, 01.03.2019, 15:50 Uhr aktualisiert: 01.03.2019, 16:17 Uhr
Bischof Felix Genn präsentierte das Stiftskreuz im Februar 2017 der Öffentlichkeit, nachdem es seit dem Diebstahl als verschollen galt.
Bischof Felix Genn präsentierte das Stiftskreuz im Februar 2017 der Öffentlichkeit, nachdem es seit dem Diebstahl als verschollen galt. Foto: Gunnar A. Pier

Wie Dördelmann beim Empfang des städtischen Dreigestirns am Donnerstag erläuterte, soll jetzt der Architektenwettbewerb für die Umgestaltung des Kircheninnenraums starten. Der Pfarrer wörtlich: „Wir werden fünf Architekten für das Verfahren anschreiben.“ 

Der erste Bauabschnitt soll sich mit dem Aufbewahrungsort für das Stiftskreuz beschäftigen. In den folgenden soll dann die Innenraum-Umgestaltung in Angriff genommen werden.

Stiftskreuz kommt definitiv zurück

„Wir haben endlich einen gemeinsamen Weg gefunden“, zeigte sich Dördelmann erleichtert, dass mit der Bistumsleitung jetzt Einvernehmen hergestellt worden sei, wie mit dem Stiftskreuz künftig zu verfahren sei. „Es hat dazu viele Gespräche gegeben“, ließ das Gemeindeoberhaupt die letzten Wochen und Monate Revue passieren. Unbestritten sei, dass das Stiftskreuz auf jeden Fall zurückkomme nach Borghorst.

Er geht davon aus, dass die Jury für den Architektenwettbewerb schon im Sommer ihr Urteil fällen wird und im Anschluss mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Markus Dördelmann hofft, dass schon bald ein Termin gefunden werden kann, um die Rückkehr des Stiftskreuzes zu feiern.

Lagerung in Münster

Das wertvolle Reliquiar lagert seit seiner Rückgabe in Münster. Bischof Felix Genn hatte es vor zwei Jahren bei einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit präsentiert, nachdem es zwei Tage zuvor in einer Bremer Anwaltskanzlei an das Bistum zurückgegeben worden war. Drei Diebe hatten es am 29. Oktober 2013 aus der Glasvitrine in der Borghorster Nikomedeskirche gestohlen. Seitdem war es verschollen. Den Tätern und dem mutmaßlichen Drahtzieher wurde der Prozess gemacht.

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