2,5 Millionen Euro für die Forschung
Leibniz-Preis für aus Ahaus stammenden Wissenschaftler Matthias Wessling

Ahaus/Enschede -

Der renommierte Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis ist am Mittwoch dem aus Ahaus stammenden, in Enschede lebenden Wissenschaftler Matthias Wessling verliehen worden. Die Preisträger erhalten jeweils ein forschungsgebundenes Preisgeld in Höhe von 2,5 Millionen Euro.

Mittwoch, 13.03.2019, 17:32 Uhr
Matthias Wessling, Universitätsprofessor an der RWTH Aachen
Matthias Wessling, Universitätsprofessor an der RWTH Aachen Foto: Peter Winandy/RWTH Aachen

Der renommierte Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis ist am Mittwoch dem aus Ahaus stammenden, in Enschede lebenden Wissenschaftler Matthias Wessling verliehen worden. Wessling wurde neben vier Wissenschaftlerinnen und fünf weiteren Wissenschaftlern aus 122 Vorschlägen ausgewählt. Jeweils drei Preisträgerinnen und Preisträger kommen aus den Geistes- und Sozialwissenschaften und den Lebenswissenschaften, jeweils zwei aus den Naturwissenschaften und den Ingenieurwissenschaften. Sie erhalten jeweils ein forschungsgebundenes Preisgeld in Höhe von 2,5 Millionen Euro. Das Geld können die Preisträger nach Angaben der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) bis zu sieben Jahre lang und „nach ihren eigenen Vorstellungen“ für ihre Forschung einsetzen. Namensgeber des Preises ist der Philosoph und Mathematiker Gottfried Wilhelm Leibniz (1846 bis 1716).

Matthias Wessling promovierte 1993 an der Universität Twente. Danach arbeitete er unter anderem in den USA, bevor er 2000 an die Uni nach Enschede zurückkehrte. 2010 wurde er an die RWTH in Aachen berufen. Er hat aber nach wie vor eine Gastprofessur in Enschede.

„Mit Matthias Wessling erhält einer der weltweit führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Membrantechnologie und Polymerforschung den Leibniz-Preis 2019“, heißt es in der Begründung der DFG. Geehrt wird er für seine richtungsweisenden Arbeiten zur Synthese, Beschreibung und zum Verständnis semipermeabler, also teilweise durchlässiger synthetischer Membranen. „Wessling gilt als einer der produktivsten und einflussreichsten Experten für Membrantechnologie und Polymerforschung“, kommentierte RWTH-Rektor Ulrich Rüdiger.

Wessling bewege sich mit großem Erfolg und Einfluss auch in neuen Grenzgebieten der Wissenschaften. „Seine grundlegenden Untersuchungen finden inzwischen in vielen Produkten Verwendung, sowohl in der Industrie als auch in der Medizintechnik, etwa bei der Nierendialyse“, reagierte die RWTH Aachen auf die Nachricht der Auszeichnung.

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