Emsrenaturierung zwischen Freibad und Setex
Im August kommen die Bagger

Greven -

Spricht man über die Emsaue, denkt jeder an die mehr als gelungene Maßnahme zwischen der Emsbrücke Nordwalder Straße und der Fußgängerbrücke. Aber: Es sind ja noch wesentlich mehr Renaturierungsmaßnahmen geplant. In dem Bereich zwischen Freibad und der Firma Setex könnte es im August sogar schon losgehen.

Mittwoch, 20.03.2019, 13:17 Uhr aktualisiert: 20.03.2019, 13:20 Uhr
Zwischen Freibad und der Firma Setex müssen 2,20 Meter Höhenunterschied ausgeglichen werden. Dies geschieht mit Hilfe von 21 Becken, die im neuen Emslauf eingebaut werden.
Zwischen Freibad und der Firma Setex müssen 2,20 Meter Höhenunterschied ausgeglichen werden. Dies geschieht mit Hilfe von 21 Becken, die im neuen Emslauf eingebaut werden. Foto: BezReg

„Der Planfeststellungsbeschluss liegt vor, die Grundstücksverhandlungen liegen in den letzten Zügen“, sagte Hermann Berling, Projektleiter von der Bezirksregierung in Münster. Jetzt müsse noch die Ausschreibung für die Maßnahme durchgeführt werden.

Ein wichtiges Anliegen der Maßnahme ist es, die Ems gerade in diesem Bereich für Fische und andere Lebewesen im Wasser durchgängig zu machen. „Wir müssen zwischen Freibad und Setex rund 2,20 Meter Höhenunterschied ausgleichen.“

Im Rahmen der Arbeiten wird ein neues Flussbett gebuddelt, in das 21 Becken eingelassen sind, die das Gefälle verringern und wandernden Fischen und anderen Organismen den Aufstieg ermöglichen sollen. Zu beiden Seiten der Emsbrücke entstehen dabei Altarme. Die Inseln zwischen den Altarmen und dem neuem Flussbett werden tiefer gelegt, so dass sich dort Auen mit nassem Grünland und Röhrichten entwickeln können.

Grob geschätzt wird diese Maßnahme zwischen 4,5 und fünf Millionen Euro kosten. „Für genau Zahlen müssen wir erst das Ergebnis der Ausschreibung abwarten“, verdeutlicht Berling.

Wann es dann mit der Maßnahme zwischen Setex und der Fußgängerbrücke losgehen kann, hängt eng mit dem Projekt der energetischen Sanierung des Rathauses zusammen. Denn in dem Bereich der Emsauen sollen Erdkollektoren verlegt werden. „Der Förderantrag der Stadt ist gestellt, die Entscheidung fällt vermutlich im Sommer“, erklärt Berling.

Letztendlich könne man bei dieser Maßnahme kurzfristig an den Start gehen. „Und natürlich benötigen wir die finanzielle Zusage des Umweltministeriums.“

Ach ja, im schlimmsten Fall aller Fälle gehen die städtischen Pläne mit den Erdwärmekollektoren und der Versorgung der städtischen Gebäude nicht auf. Denn der Naturschutzbund (NABU) Kreis Steinfurt ist von den Erdwärmekollektoren nicht gerade begeistert. Eventuell wird dagegen geklagt. Und auch der BUND Regionalgruppe Münsterland äußert sich nicht gerade positiv über das Vorhaben der Stadt Greven

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