Sperrung der Ortsdurchfahrt beeinflusst auch die Feuerwehr
Hilfe ist gewohnt schnell vor Ort

Albersloh -

Die bevorstehende Sperrung der Ortsdurchfahrt in Albersloh wird Auswirkungen auf viele Bereiche des privaten und öffentlichen Lebens haben. Ein ganz wesentlicher Punkt für jeden Einzelnen ist beispielsweise das Rettungswesen.

Mittwoch, 03.04.2019, 06:00 Uhr
Damit die Rettungskräfte von Feuerwehr und First Responder jederzeit nördlich und südlich der ab Mai gesperrten Ortsdurchfahrt ihre Einsatzorte erreichen können, wurden Ausweichstrecken abgesprochen.
Damit die Rettungskräfte von Feuerwehr und First Responder jederzeit nördlich und südlich der ab Mai gesperrten Ortsdurchfahrt ihre Einsatzorte erreichen können, wurden Ausweichstrecken abgesprochen. Foto: Josef Thesing

Die bevorstehende Sperrung der Ortsdurchfahrt in Albersloh wird Auswirkungen auf viele Bereiche des privaten und öffentlichen Lebens haben. Ein ganz wesentlicher Punkt für jeden Einzelnen ist beispielsweise das Rettungswesen. Durch ihren Standort an der Bergstraße, also südlich der Sperrung, scheint die Rettungswache vom nördlichen Einsatzgebiet abgeschnitten zu sein. Doch das scheint nur so.

In der Vorbereitung der anstehenden Baumaßnahme, die immerhin ein knappes Jahr in Anspruch nehmen wird (die WN berichteten), wurden auch mit den zuständigen Rettungskräften nach Lösungen gesucht, die die Einsatzfähigkeit von Feuerwehr und First Responder sicherstellen. „Das hat die Verwaltung gut mit uns abgesprochen“, erklärt Wehrführer Heinz Linnemann. Löschzugführer Frank Rüdiger war jederzeit in dieses Thema einbezogen, führt Linnemann weiter aus.

Die Hauptbedenken hätten sich um eine mögliche Ausfahrt über die Bergstraße gedreht, führt Ordnungsamtsleiter Wolfgang Huth auf WN-Nachfrage aus. Es werde aber dafür gesorgt, dass diese Stelle, solange dort nicht direkt geschachtet oder gearbeitet wird, mit Stahlplatten abgedeckt und zu befahren ist. „Das gilt aber ausschließlich für Rettungsfahrzeuge“, unterstreicht er eindringlich.

Für den Einsatzbereich Richtung Rinkerode stünde die Verbindung zwischen den Landesstraßen 585 und 850 zur Verfügung. Auf die Ausfahrt auf die L 850, die kurz vor einem Rechts-Kurvenbereich Richtung Rinkerode liegt und damit mitunter kniffelig zu befahren ist, angesprochen, verweist Huth erneut auf die Annahme, dass an dieser Stelle durch die großräumig angelegten Umgehungswege vermutlich nicht mehr so viel Verkehr ankommt. „Wir haben es dem überortlichen Verkehr ziemlich unbequem gemacht, diese Strecke zu nutzen. Daher hoffen wir, dass unsere Vermutung sich bewahrheitet“, erklärt Huth. Sollte sich dennoch herausstellen, dass sich dieser „Schleichweg“ zu stark herumspreche und damit auch den Weg für die Rettungsfahrzeuge verstopfe, werde man dort nachjustieren müssen.

Auf eine zweite Möglichkeit, Albersloh innerörtlich zu durchqueren und im Notfall auch schnell Einsatzstelle Richtung Alverskirchen oder Wolbeck zu erreichen, weist Heinz Linnemann hin. „Wir werden die Sendenhorster Straße auch über die Friedensstraße und den Schwalbenweg erreichen können“, führt er aus. Damit wurde ein Rettungsweg aktiviert, der schon einmal während einer Baumaßnahme an der Bergstraße genutzt worden ist. Auf dem Schwalbenweg wird in dieser Zeit ein absolutes Halteverbot eingerichtet. „Es ist wichtig, dass sich alle daran halten. Anwohner sollten auch ihren Besuch darauf hinweisen“, hofft Linnemann auf die Mitwirkung der Albersloher.

Wenn das alles so umgesetzt werde, dann „sind wir zuversichtlich, dass im Einsatzfall alles gut klappt“ und jeder im Notfall gewohnt schnell Hilfe bekomme, meint Linnemann.

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