Fördermittel für vier E-Fahrzeuge genehmigt
Gemeinde auf der Überholspur

Ladbergen -

In Sachen Elektromobilität befindet sich die Gemeinde Ladbergen offenbar auf der Überholspur. Am Mittwoch flatterte der Klimaschutzbeauftragten Alexandra Kattmann ein Brief vom Bundesumweltministerium auf den Schreibtisch. Darin: der Zuwendungsbescheid für Fördermittel, mit denen die Gemeinde unterstützt werden soll, ihren Fuhrpark auf E-Autos umzustellen.

Freitag, 05.04.2019, 17:00 Uhr
Weil das Bundesumweltministerium Fördermittel für den Kauf von E-Fahrzeugen bereitstellt, kann die Gemeinde Ladbergen jetzt einen Teil ihres Fuhrparks auf die umweltfreundliche Antriebstechnik umstellen.
Weil das Bundesumweltministerium Fördermittel für den Kauf von E-Fahrzeugen bereitstellt, kann die Gemeinde Ladbergen jetzt einen Teil ihres Fuhrparks auf die umweltfreundliche Antriebstechnik umstellen. Foto: dpa

Das Förderprogramm des Ministeriums im Rahmen der sogenannten Nationalen Klimaschutzinitiative sieht eine 50-prozentige Förderung durch den Bund vor. Die andere Hälfte muss die Gemeinde aufbringen. Bereits im Juni vergangenen Jahres hatte der Rat grünes Licht dafür gegeben, dass die Verwaltung die Fördermittel beantragt.

Wie Bürgermeister Udo Decker-König am Rande eines Pressetermins berichtete, bei dem die Stadtwerke Lengerich die erste Ladesäule für E-Autos in Ladbergen in Betrieb nahmen, hat die Gemeinde vor, vier Elektrofahrzeuge sowie vier Ladestationen – sogenannte Wallboxen – anzuschaffen. Kostenpunkt: rund 220 000 Euro, eine Hälfte steuert das Bundesumweltministerium bei, die andere kommt aus der Gemeindekasse. Die erforderlichen Eigenmittel wurden im Dezember vergangenen Jahres in die Haushalte 2019 und 2020 eingestellt.

Laut der Klimaschutzbeauftragten sollen mit dem Geld nach und nach bis zum Jahr 2021 zwei Dienstwagen für Verwaltungsmitarbeiter sowie zwei Bauhof-Fahrzeuge ersetzt werden. Gleichzeitig sei geplant, jeweils zwei nicht öffentlich zugängige Ladesäulen am Rathaus und auf dem Gelände des Bauhofes zu installieren.

Mit der Investition in eine Elektro-Flotte spart die Gemeinde nach eigenen Angaben einen Ausstoß von Kohlendioxid in Höhe von 11,84 Tonnen pro Jahr. Das entspricht ungefähr der Menge, die jährlich von 1000 Bäumen eines Altbaumbestandes gebunden werden kann, wie Kattmann ausgerechnet hat. Weil die Verwaltungsgebäude und kommunalen Liegenschaften ausschließlich mit Ökostrom versorgt werden, würde mit der Teilumstellung der Ausstoß schädlicher Treibhausgabe mithin um 100 Prozent reduziert, führt die gelernte Architektin weiter aus.

Derzeit prüft die Verwaltung ausgiebig, durch welche Modelle die beiden Kleinwagen der Verwaltung und zwei Pritschenwagen des Bauhofes ersetzt werden sollen. Die Investition will schließlich wohl überlegt sein.

Schon jetzt steht für Kattmann aber fest, dass die E-Fahrzeuge geräuscharm und emissionslos quasi als „rollende Statements“ für den Klimaschutz auf den Ladberger Straßen unterwegs sein werden. Damit, stellt sie fest, „nimmt die Gemeinde im südlichen Tecklenburger Land eine Vorreiterrolle für den Klimaschutz ein.“

Gut möglich, dass es außerdem nicht bei den vier Fahrzeugen bleiben wird. Wie Kattmann berichtet, hat die Gemeinde auch Mittel aus dem Programm „Kommunaler.Klimaschutz.NRW“ beantragt, um ein weiteres elektrisch betriebenes Fahrzeug zu kaufen. Bei dem Programm, das sich aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung speist, müsste die Gemeinde sogar nur 20 Prozent der Kosten tragen. Kattmann: „Diesen Zuwendungsbescheid erwarten wir im Juli.“

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