Ende von Bauprojekt
A1 an Emsflutbrücke ist wieder frei - Auffahrt Richtung Bremen wird gesperrt

Greven -

Die Emsflutbrücke der A 1 ist fertig, die Baustelle aufgehoben. Aber ein bisschen kommt noch: Ab dem 7. Mai wird die südliche Auf- und Abfahrt der A1 saniert und für drei Wochen gesperrt.

Donnerstag, 18.04.2019, 08:45 Uhr aktualisiert: 18.04.2019, 09:22 Uhr
Unter der Brücke wird noch gebaut und befestigt. Trotz allem zeigten sich (von links) Projektleiter Bernhard Heine, Dirk Griepenberg von Straßen NRW, und Theo Reddemann von der Echterhoff Bau-Gruppe sehr zufrieden mit dem Verlauf der Bauarbeiten
Unter der Brücke wird noch gebaut und befestigt. Trotz allem zeigten sich (von links) Projektleiter Bernhard Heine, Dirk Griepenberg von Straßen NRW und Theo Reddemann von der Echterhoff Bau-Gruppe sehr zufrieden mit dem Verlauf der Bauarbeiten Foto: Peter Beckmann

Eigentlich könnte man ja rufen: Alle Grevener Autobahn-Nutzer können aufatmen. Können sie ja fast beinahe auch. Denn die Baustelle an der Emsflutbrücke zwischen Gimbte und Greven ist Geschichte, der Verkehr fließt. Und die Auffahrt Greven in Richtung Dortmund ist schon länger wieder geöffnet. Das alles dreieinhalb Monate früher als geplant. Ist doch klasse, oder? Wenn da nicht die andere A1-Auffahrt wäre. . .

Gestern wurde jedenfalls gefeiert. Theo Reddemann, Geschäftsführer der Echterhoff-Bau-Gruppe, einer der beiden ausführenden Unternehmen neben der Firma Dallmann, hatte auffahren lassen. Ein leckeres Büfett, ein paar lecker Pilsken, für alle Arbeiter, die an der Baustelle beteiligt waren. Und die hatten sich das wahrlich verdient.

Wochenend-Schichten und Nachtruhe

Denn: Sie verbrachten so manches Wochenende auf der Baustelle, um schneller voran zu kommen. Als zweite Maßnahme war die 168 Meter lange Emsflutbrücke komplett, statt in Etappen eingerüstet worden, so dass die Arbeiten parallel ausgeführt werden konnten. Ergebnis: Die eineinhalb Monate Zwangspause wegen der Überschwemmung der Baustelle wurden wieder aufgeholt und weitere zwei Monate netto kamen hinzu. „Wir hätten auch nachts gearbeitet, mussten aber Nachtruhe wegen der Fledermäuse einhalten“, sagte Reddemann.

Dirk Griepenberg von Straßen.NRW freute sich ebenfalls, wies auf die finanziellen Vorteile für die Wirtschaft hin und auf die Zahl der Unfälle, die durch ein schnelleres Bauen wohl verhindert wurden. „Ein Großteil der Unfälle auf den Autobahnen passiert in den Zufahrten zu den Baustellen.“

Sechsspuriger Ausbau kann noch dauern

Allgemeine Freude, aber wie geht es weiter mit der Autobahn? „Die Talbrücken-Baustellen in Richtung Lotte-Osnabrück werden auch in diesem Jahr fertig“, erklärte Bernhard Heinen, der das Emsflutbrückenbauprojekt – was für eine Wort – geleitet hat. Und der komplett sechsspurige Ausbau der Autobahn kann erst in Angriff genommen werden, wenn überall Baurecht herrscht. „Aber für den Abschnitt zwischen Münster-Nord und Greven ist noch eine Klage anhängig.“ Und deswegen muss die Suche nach einem Konsortium für ein ÖPP-Verfahren noch warten. Das kann also noch dauern.

Sperrung im Mai

Nicht lange dauert es, womit wir nach Greven zurück kommen, bis die Grevener Auf- und Abfahrt der A1 im Süden der Autobahn gesperrt wird. „Da werden wir ab dem 7. Mai noch die Straßen sanieren, genau wie auf der anderen Seite“, erklärte Heinen. Dauer etwa drei Wochen. Und danach herrscht dann vorerst freie Fahrt .

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