Feuerwehr-Einsatz
Schwarzer Rauch über Lehen: Feuer in Unternehmen

Ibbenbüren -

Schon von Weitem waren die Rauchwolken zu sehen, die am Mittwochabend über Ibbenbüren-Lehen aufstiegen, und der Rauch ließ über Stunden nicht nach: Ein Großbrand hielt die Feuerwehr am Mittwoch seit kurz vor 18 Uhr in Atem, und die Löscharbeiten dauerten bis spät in den Abend hinein.

Mittwoch, 17.04.2019, 20:24 Uhr aktualisiert: 18.04.2019, 08:19 Uhr
Feuerwehr-Einsatz: Schwarzer Rauch über Lehen: Feuer in Unternehmen
Foto: Tobias Vieth

Eine mehr als 2000 Quadratmeter große Lagerhalle für Agrartechnik stand am Mittwochabend in Flammen. Wie es zu dem Brand in dem Betrieb an der Lengericher Straße in Ibbenbüren gekommen ist, ist unklar. „Die Brandstelle wurde beschlagnahmt, zur Brandursache können noch keine Angaben gemacht werden”, teilte die Polizei am Donnerstagmorgen mit. Auch zur Schadenshöhe gibt es noch keine Angaben.

Der Schaden muss aber beträchtlich sein. Schließlich waren in der betroffenen Reparaturwerkstatt Maschinen, Geräte und Ersatzteile gelagert. Das Feuer in dem großen Gebäudekomplex, der mehrere Hallen umfasst, griff zudem auch auf einen benachbarten Textilbetrieb über. Auch darin brannten Maschinen. Das Feuer drohte, auch noch das benachbarte Bürogebäude und das Lager im hinteren Bereich des Textilbetriebes zu erfassen. Beides jedoch konnte die Feuerwehr verhindern.

Zwei Feuerwehrleute leicht verletzt

Beim Feuerwehreinsatz wurden zwei Feuerwehrleute leicht verletzt, sagte Einsatzleiter Marko Lammerskitten am späten Abend im Gespräch mit unserem Medienhaus.

Die Einsatzkräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Von mehreren Drehleitern aus spritzten die Feuerwehrleute Wasser auf die Gebäudeteile, an anderer Stelle löschten sie mit Schaum. Immer wieder flammten die Brände auf, die Löscharbeiten zogen sich über Stunden hin. Im Einsatz waren Kräfte aus Ibbenbüren, aber auch aus Lengerich, Rheine, Hörstel und Brochterbeck.

Sie hatten zunächst mehrere Wasserleitungen zur Einsatzstelle legen müssen, teils von Hydranten aus, eine andere aber auch vom nahegelegenen Löschteich der Firma Kröner Stärke. Die Löschtrupps gingen unter schwerem Atemschutz gegen den Brand vor und griffen die Flammen auch im Gebäude an. Gegen 21 Uhr, so Lammerskitten, war das Feuer unter Kontrolle, der Einsatz dauerte noch bis tief in die Nacht.

Die Lengericher Straße ist im Bereich der Brandstelle voraussichtlich bis Donnerstagvormittag um 11 Uhr voll gesperrt.

Strom und Gas abgestellt

Auch Mitarbeiter des Netzbetreibers Westnetz waren im Auftrag der Stadtwerke vor Ort. Sie stellten für die gesamte Siedlung an der Lengericher Straße zur Sicherheit sowohl Strom als auch Gas ab. Die Versorgung werde erst nach Brandende und einer Prüfung der Leitungen auf Lecks wieder aufgenommen, erklärte ein Mitarbeiter vor Ort gegenüber unserem Medienhaus.

Die Rauchentwicklung war während des gesamten Einsatzes stark. Die Feuerwehr verlegte nach einiger Zeit auch die Stelle, von der aus der Einsatz geleitet wurde, an einen weniger verrauchten Bereich.

Badegäste mussten Schwimmbad verlassen

Das Aaseebad Ibbenbüren, das gut einen Kilometer Luftlinie von der Brandstelle entfernt liegt, wurde kurz nach 19 Uhr von der Feuerwehr informiert, die Lüftungsanlage wegen der Rauchentwicklung auszuschalten. Deshalb mussten etwa 50 Badegäste das Bad verlassen. Die Warn-App Nina vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe meldete um 19.10 Uhr Geruchsbelästigung und Rauchentwicklung in Ibbenbüren-Lehen. Laut Lammerskitten habe die Feuerwehr aber keine Gefährdung durch den Rauch für die Bevölkerung gemessen.

Auch Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer und Ordnungsamtsleiterin Brigitte Janz machten sich am späten Abend noch ein Bild von der Lage. Dabei, so Schrameyer, ging es auch um den Verbleib der Bewohner eines benachbarten Hauses, das wegen der Rauchentwicklung evakuiert worden war.

Nachrichten-Ticker