Prognose für das Münsterland
Wetter sorgt für Wechselbad der Gefühle

Münsterland -

Die aktuellen Wetterumstände werden sehr unterschiedlich wahrgenommen: Während sich viele Menschen über die hohen Temperaturen und viel Sonnenschein freuen, blicken Landwirte und Förster wegen gefährdeter Ernteerträge sowie Brandgefahr sorgenvoll zum Himmel. Doch nun steht eine Wende bevor.

Mittwoch, 24.04.2019, 15:18 Uhr
Prognose für das Münsterland: Wetter sorgt für Wechselbad der Gefühle
Foto: dpa

An den Ostertagen zeigte sich, welche Gefahr das sonnige, trockene Wetter zurzeit mit sich bringt: Gleich zu mehreren Großbränden mussten Feuerwehr-Einsatzkräfte im Münsterland ausrücken . Die Trockenheit ist in den letzten Tagen zu einer akuten Gefahr [AZC+] geworden - bedroht sind Wälder wie die Ernte vieler Landwirte. Laut dem Waldbrandgefahren-Index bestehen im Münsterland derzeit die Gefahrenstufen 3 und 4 (die Höchststufe ist 5). 

Aber Diplom-Meteorologe Jürgen Schmidt vom Dienstleister "Wetterkontor" kann die Sorge Betroffener mildern. "In den nächsten Tagen wird sich die Lage entspannen", sagte er am Mittwoch. Während zur Mitte der Woche im Münsterland die Temperaturen sich zunächst noch bei 26 bis 27 Grad einpendeln, ist nun zumindest Regen in Aussicht, sodass die Brandgefahr reduziert wird.

Wende am Freitag

Bereits am Mittwochspätnachmittag zieht ein Gewitterfront auf. Diese kann gegen Abend kurze Regenschauer, Sturmböen und sogar stellenweise Hagel mit sich bringen. In der Nacht werden die Schauer wieder nachlassen, sagt Jürgen Schmidt.

Auf warme Temperaturen können sich die Münsterländer auch noch am Donnerstag (25. April) einstellen, der Meteorologe kündigt jedoch zugleich wechselhaftes Wetter an, das mit einem höheren Regenschauer-Risiko verbunden ist.

Die vorübergehende Wende kommt am Freitag: Es wird deutlich kühler werden, die Temperaturen sinken auf etwa 18 Grad. Mehrere Kaltfronten werden bis Sonntag durch die Region ziehen, die kühlere Luft bescheren. Doch zu Beginn der kommenden Woche ist eine Wetterbesserung in Sicht - es soll auch wieder wärmer werden. 

Ostern: Sonne, blauer Himmel und Temperaturen bis zu 27 Grad

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  • Ein Tourist aus der Schweiz sitzt auf der Blumeninsel Mainau vor Ostereiern aus blühenden Blumen und genießt die sommerlichen Temperaturen.

    Foto: Patrick Seeger
  • Eine Osterhasen-Figur steht vor dem Außenbereich eines Cafes in Duisburg, während die Leute das sonnige Wetter genießen.

    Foto: Caroline Seidel
  • Hamburg: Besucher der Alsterwiesen betrachten bei strahlendem Sonnenschein die in voller Blüte stehenden Zierkirschen am Ufer der Außenalster.

    Foto: Axel Heimken
  • Gammertingen-Neufra: Clara, Emely und Annika (l-r) wandern zusammen mit ihren Schafen am Ostersonntag durch das Fehlatal. Die Mädchen sind seit Karfreitag unterwegs.

    Foto: Thomas Warnack
  • Menschen genießen das schöne Wetter zu Ostern auf den Alsterwiesen.

    Foto: Daniel Bockwoldt
  • Aitrang: Sumpfdotterblumen stehen an einem Bachlauf im Sonnenschein.

    Foto: Karl-Josef Hildenbrand
  • Ausflügler schwimmen in dem noch kühlen Wasser des Elbsees.

    Foto: Karl-Josef Hildenbrand
  • Menschen genießen das warme Wetter am Zürichsee.

    Foto: Ennio Leanza
  • Strandwetter in Borunemouth: Die Temperaturen während dem Osterwochenende sollen in Großbritannien Rekorde brechen.

    Foto: Andrew Matthews
  • Martina (l) und Yvonne (r) aus Tirschenreuth in der Oberpfalz sitzen auf der Blumeninsel Mainau vor blühenden Tulpen und genießen die sommerlichen Temperaturen.

    Foto: Patrick Seeger
  • Cuxhaven: Drei Frauen reiten am Mittag bei schönem Wetter und Ebbe mit ihren Pferden im Watt.

    Foto: Mohssen Assanimoghaddam
  • Kathendorf: Ein Storchenpaar sitzt bei Sonnenuntergang in seinem Nest.

    Foto: Soeren Stache

Dürresommer droht

Bei anhaltender Trockenheit könnte Deutschland jedoch nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auf einen weiteren Dürresommer zusteuern. „Sollte die trockene Witterung in den kommenden Monaten anhalten, könnte sich die Dürre des Jahres 2018 wiederholen oder sogar übertroffen werden“, sagt der Leiter der DWD-Agrarmeteorologie, Udo Busch. Zum Beginn der Vegetationsperiode seien die Böden in vielen Regionen deutlich trockener als im vieljährigen Durchschnitt - und sogar trockener als im April des vergangenen Jahres.

Ein Dürresommer würde nicht nur die Landwirtschaft erneut hart treffen, sondern dieses Mal auch die Forstwirtschaft, schätzt der DWD.Besonders betroffen sind die östlichen Bundesländer - vor allem Sachsen-Anhalt und Thüringen. Dort ist die Bodenfeuchte bereits so niedrig wie im Juli 2018. Selbst wenn es noch viel regnen sollte, bleibt sie den Schätzungen zufolge bis in den Sommer hinein unter dem vieljährigen Mittelwert. „Die Startbedingungen für die Vegetation sind 2019 in vielen Gebieten Deutschlands deutlich schlechter als im Vorjahr“, sagt Busch.

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