Wanderweg X 13 führt von Altenberge nach Nordwalde
Dem weißen Kreuz folgen

Nordwalde/Altenberge -

Fürs Wandern muss nicht immer erst eine Reise in weit entfernte Regionen unternommen werden, es reicht eine Busfahrt nach Altenberge. Von dort aus führt der Wanderweg „X13“ des Westfälischen Heimatbundes auf schönen Wegen wieder zurück nach Nordwalde. Jetzt im Frühling macht das Wandern besonders viel Spaß.

Mittwoch, 24.04.2019, 21:00 Uhr
Am Heimathaus in Altenberge lohnt sich auch ein Blick in den liebevoll angelegten Bauerngarten.
Am Heimathaus in Altenberge lohnt sich auch ein Blick in den liebevoll angelegten Bauerngarten. Foto: mas

Ein gute Nachbarschaft sollte gepflegt werden – warum also nicht einmal Altenberge besuchen und dann sich auf schönen Wegen wieder Richtung Heimat aufmachen. Wandern liegt derzeit voll im Trend und bietet gerade jetzt im Frühling zudem einen tollen Naturgenuss. Der Westfälische Heimatbund, der sich auch um die Wanderwege in der Region kümmert, hat eine 5,6 Kilometer lange Strecke von Altenberge nach Nordwalde ausgearbeitet und die Wege auch für Ortsunkundige ausgezeichnet.

Wer von Altenberge nach Nordwalde geht, für den führt die Strecke 74 Höhenmeter hinunter und 14 Höhenmeter hinauf. Umgekehrt ist der Weg dann ein wenig anstrengender. Etwa eineinhalb Stunden dauert die Wanderung, die vom Schwierigkeitsgrad als leicht eingestuft ist und somit auch von weniger geübten Wanderern gut zu bewältigen ist.

Pfarrkirche

Altenberge, Haltestelle Post, ist von Nordwalde gut mit dem Bus mit der Linie R 73 (Münster – Burgsteinfurt) zu erreichen, der am ZOB abfährt. Start der Tour ist an der katholischen Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Altenberge. Der 75 Meter hohe Turm schon von Weitem zu sehen. Ein Blick ins Innere lohnt sich.

Hinter der Kirche befindet sich das weiße Andreaskreuz des Hauptwanderwegs „X 13“. Die 13 ist im weiteren Verlauf nicht immer dazu geschrieben worden, der Weg ist mit einem weißen Kreuz gekennzeichnet, das auch an Bäumen, Strommasten und Laternenpfählen aufgemalt worden ist.

Arrestzelle

Es geht vorbei am Heimathaus. „Hierbei handelt es sich um ein eingeschossiges Wohnhaus von Angehörigen der unteren Bürgerschicht. Dies belegen die Bücher, die für 1840 einen Tagelöhner als Bewohner verzeichnen. Ab 1889 diente das Gebäude als Wohnung des Gemeindepolizisten sowie als Arrestlokal und wurde so bis in die 1930er-Jahre genutzt. Die Gitterstäbe sind von außen noch zu sehen und im Inneren ist die Arrestzelle mit Bett, Bewachungsraum und Ofen liebevoll nachgestellt worden“, heißt es in der Beschreibung des Wanderweges.

Ebenfalls sehenswert, in der Beschreibung aber noch nicht enthalten, ist Stenings Scheune, die seit dem vergangenen Jahr auf dem Areal des Heimatvereins steht. Die 150 Jahre alte Scheune biete sowohl den Bürgern als auch dem Genealogiezentrum ein Zuhause und fördere besonders das kulturelle und soziale Leben in Altenberge, teilt der Heimatverein Altenberge auf seiner Internetseite mit. Ein Blick lohnt sich außerdem in den gepflegten Bauerngarten auf dem Areal.

Eiskeller

Danach führt der Wanderweg am Sportzentrum vorbei zum Eiskeller und der Wanderschutzhütte. Der Eiskeller der ehemaligen Brauerei Beuing steht seit 1996 unter Denkmalschutz. Das untere Geschoss nutzen bedrohte Fledermausarten in den Wintermonaten als Unterschlupf. Eine Ausstellung führt in die Geschichte der Bierbrauerei Beuing und des Eiskellers, im dem überwiegend auch der Film „Eises Kälte“ gedreht wurde. „Dieses Baudenkmal ist in seinem mehrgeschossigen Aufbau einzigartig – nicht nur im Münsterland, sondern auch in Europa“, heißt es in der Wanderroutenbeschreibung. Der Eiskeller ist vom 30. April bis zum 3. Oktober an jedem Samstag von 13 Uhr bis 16.30 Uhr (letzte Führung um 16 Uhr) und an jedem Sonntag, von 11 Uhr bis 16.30 Uhr (letzte Führung um 16 Uhr) geöffnet. Außerhalb der vorgenannten Zeiten sind Führungen für Gruppen nach Vereinbarung möglich.

Bispinghof

Der „X 13“ führt dann weiter entlang einiger Höfe und Felder. Die St.-Dionysius-Kirche in Nordwalde ist schon aus der Ferne zu erkennen. Nachdem Wanderer die Unterführung der neuen Umgehungsstraße passiert haben, geht es rechts weiter über die Sandstiege entlang des katholischen Friedhofs bis zur Kirche. Dort ist dann auch der Busbahnhof. In Nordwalde lohnt sich auf jeden Fall noch ein Abstecher zum Bispinghof an der Bispingallee.

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