Discgolfer
Körbe finden ein Zuhause

Lüdinghausen -

Ein Anblick, an den sich die Spaziergänger an der Südwiese mittlerweile gewöhnt haben: Immer sonntags werfen Freizeitsportler ihre Frisbees auf spezielle Körbe. Es sind Discgolfer, die ihren Sport in Lüdinghausen nun fest verankern. Und das im Wortsinn.

Mittwoch, 01.05.2019, 10:00 Uhr
Mitten in der Natur frönen die Discgolfer ihrem Hobby. Das wird sich auch durch die geplanten Abwurfzonen und fest installierte Körbe nicht ändern.
Mitten in der Natur frönen die Discgolfer ihrem Hobby. Das wird sich auch durch die geplanten Abwurfzonen und fest installierte Körbe nicht ändern. Foto: Christian Besse

Ein Anblick, an den sich die Spaziergänger an der Südwiese am Berufskolleg mittlerweile gewöhnt haben: Immer sonntags werfen Freizeitsportler ihre Frisbees auf mitgebrachte spezielle Körbe. Es sind Mitglieder des Vereins Discgolf Lüdinghausen, der 2016 gegründet wurde und inzwischen 41 Mitglieder zählt. Zwei Mannschaften nehmen am Ligabetrieb teil – eine in der Landes-, die zweite in der Bezirksliga.

Nun wollen die Discgolfer – die mit ihren speziellen Scheiben und Körben im Grunde nichts anderes machen als die Golfer mit Schlägern, Ball und Loch – ihren Sport in Lüdinghausen fest verankern. Und das im Wortsinn: Wenn alles nach Plan läuft, sollen auf der Wiese südlich des RvW-Berufskollegs neun Körbe fest installiert werden – ebenso wie „drei oder vier Abwurfzonen“, so Vorstandsmitglied Michael Sinne. Diese seien ebene Bodenplatten, „maximal drei mal 1,50 Meter groß“. Versiegelt werden dürften diese jedoch nicht. „Wir machen das mit Rindenmulch.“

Wir fällen keine Bäume, die Bahnen werden auch nicht über die Wege verlaufen.

Discgolfer Bernd Horstmann

„Wenn alles nach Plan läuft“ heißt in diesem Fall – wenn der Kreis Coesfeld und die Stadt Lüdinghausen zustimmen. Mündlich sei ihnen von beiden Seiten schon ein Einverständnis signalisiert worden, sagen Sinne und Bernd Horstmann, der Vorsitzende von Disc Golf Lüdinghausen. Auch Sabine Neuser, die Leiterin des angrenzenden Berufskollegs, habe sich angesichts des Projekts offen und interessiert gezeigt. Nun laufen die Genehmigungsverfahren in Coesfeld und Lüdinghausen – die Südwiese ist anteilig im Besitz der Kreisverwaltung, Trägerin des Berufskollegs, und der Stadt.

Wenn, wie erhofft, auch schriftlich „grünes Licht“ aus Kreis- und Rathaus kommt, könnten die Arbeiten schon Ende 2019 erledigt sein, hofft Horstmann. Hand anlegen wollen die Discgolfer selbst: „Wir haben einige handwerklich begabte Leute unter unseren Mitgliedern, die teilweise auch aus der Baubranche kommen.“ Damit alleine ist es aber wohl nicht getan. Der Verein hofft auf Zuschüsse von Kreis und Stadt und würde auch Sponsoren nicht von der Schwelle jagen.

Die Natur verändern wollen die Discgolfer nicht. Die Südwiese werde ihr bekanntes Gesicht behalten, betont Horstmann: „Wir greifen nicht ins Gelände ein. Wir fällen keine Bäume, die Bahnen werden auch nicht über die Wege verlaufen.“ Von den fest installierten Körben und den Abwurfzonen werde auch die Allgemeinheit profitieren. Horstmann: „Das ist ein öffentliches Gelände und kann von allen mitbenutzt werden.“ Nur die Scheiben, die muss noch jeder selbst mitbringen.

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