44. Velper Oldtimertreffen
Liebe und Leidenschaft für alte Autos

Westerkappeln -

Oldtimerfans holen ihre Schätze vorzugsweise bei gutem Wetter aus der Garage. Da war der 1. Mai wie gemacht für eine Ausfahrt zum Westerkappelner Kirchplatz, wohin der örtliche Motorsportclub zum 44. Velper Oldtimertreffen eingeladen hatte.

Donnerstag, 02.05.2019, 16:00 Uhr
Das viersitzige Rollermobil Zündapp Janus 250 war das vielleicht skurrilste Fahrzeug, dass beim 44. Velper Oldtimertreffebn zu sehen warUngewöhnliches Café: der „Doppellecker-Bus“.
Das viersitzige Rollermobil Zündapp Janus 250 war das vielleicht skurrilste Fahrzeug, dass beim 44. Velper Oldtimertreffebn zu sehen warUngewöhnliches Café: der „Doppellecker-Bus“. Foto: Irina Gau

Bis 2014 fand das automobile Stelldichein immer rund ums Velper „Mühleneck“ statt. Nachdem die Familie Görtemöller nach jahrzehntelanger Organisation des Treffens kürzer treten wollte, nahm der MSC Westerkappeln die Fäden an neuem Ort, aber unter alter Bezeichnung in die Hand. Der Namen genießt in der Szene nach wie vor einen guten Ruf, wie am Mittwoch kaum zu übersehen war. Weit über 150 Fahrzeuge folgten der Einladung und präsentierten sich bei strahlendem Sonnenschein auf dem Kirchplatz.

„Seit 40 Jahren bin ich bei dieser Veranstaltung dabei und staune immer noch über einige Modelle, die hier angefahren kommen“ sagt der stellvertretende MSC-Vorsitzende Martin Görtemöller, der das Oldtimertreffen bereits in zweiter Generation betreut.

Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass die Fahrzeuge mindestens 25 Jahre alt sind. So gab es dann neben diversen Wagen aus der Vorkriegszeit auch jede Menge Youngtimer zu bestaunen. Dabei hatten die Besucher die Möglichkeit, spannende Geschichten der Besitzer über ihre chromblitzenden Schätze zu erfahren. Die Liebe und Leidenschaft für alte Autos war bei jedem Detail der Modelle zu spüren.

Das vielleicht skurrilste Fahrzeug am 1. Mai war ein Zündapp Janus 250 mit dem Baujahr 1958. Mit seinen 14 PS und 248 Kubikzentimetern Hubraum bringt es das viersitzige Rollermobil auf eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 80 bis 85 Kilometer pro Stunde. Im Jahr 1957 begann die Auslieferung dieses Modells, doch die Produktion wurde bereits 1958 – nach Herstellung von nur 6902 Exemplaren – wegen Konkurses eingestellt.

44. Velper Oldtimertreffen

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  • Über 150 Teilnehmer zählte der organisierende MSC Westerkappeln beim 44. Velper Oldtimertreffen. Foto: Irina Gau
  • Über 150 Teilnehmer zählte der organisierende MSC Westerkappeln beim 44. Velper Oldtimertreffen. Foto: Irina Gau
  • Über 150 Teilnehmer zählte der organisierende MSC Westerkappeln beim 44. Velper Oldtimertreffen. Foto: Irina Gau
  • Über 150 Teilnehmer zählte der organisierende MSC Westerkappeln beim 44. Velper Oldtimertreffen. Foto: Irina Gau
  • Über 150 Teilnehmer zählte der organisierende MSC Westerkappeln beim 44. Velper Oldtimertreffen. Foto: Irina Gau
  • Über 150 Teilnehmer zählte der organisierende MSC Westerkappeln beim 44. Velper Oldtimertreffen. Foto: Irina Gau
  • Über 150 Teilnehmer zählte der organisierende MSC Westerkappeln beim 44. Velper Oldtimertreffen. Foto: Irina Gau
  • Über 150 Teilnehmer zählte der organisierende MSC Westerkappeln beim 44. Velper Oldtimertreffen. Foto: Irina Gau

Das ungewöhnliche Fahrzeug wurde nach dem doppelköpfigen, römischen Gott Janus in Anlehnung an die Sitzposition und die Anordnung gleicher Türen an Bug und Heck benannt. Die Fondpassagiere sitzen mit dem Rücken zur Fahrtrichtung und schauen nach hinten, wobei sich der Motor in der Mitte des Fahrzeugs befindet und somit eine ausgewogene Gewichtsverteilung ermöglicht. „1993 wurde der Wagen nach Restaurierung wieder zugelassen und mittlerweile bin ich 44 000 Kilometer damit gefahren, dabei auch eine Rallye von Belgien über Karlsruhe und München bis nach Italien und zurück“, schwärmt der Besitzer des Wagens, Manfred Feik aus Bramsche.

Bulliger kommen da schon die Autos aus den Vereinigten Staaten daher, wie ein Plymouth Baujahr 1934. Zu der Zeit galt dieser Wagen durch seine Karosserietechnik als sehr fortschrittlich, weil diese ein bequemes und leichtes Führen des Fahrzeugs ermöglichte. Die Autos von Plymouth waren darüber hinaus bekannt für ihre Haltbarkeit und Erschwinglichkeit. „Auch heute noch kann das Schätzchen problemlos schritthalten und mit etwas Übung könnte es auch jeder fahren“, meinte der Besitzer des Modells.

Neugierige Blicke zogen am Mittwoch überdies die Teilnehmer der Mofa-Tour „Seeste 100“ auf sich, die auf dem Kirchplatz einen Zwischenstopp einlegten, um eine Aufgabe zu lösen.

Für das leibliche Wohl hatten die Organisatoren des Oldtimertreffens ebenfalls echte Hingucker auf den Kirchplatz geholt: So lud der zu einem Café umgebaute Doppeldecker-Bus“ „Doppellecker“ ebenso zum Verweilen wie ein Getränkestand, der früher mal ein Feuerwehrfahrzeug war.

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