Museum Religio
Neue Farbe nach altem Rezept

Telgte -

Teile der Fassade des Museums Religio werden in den nächsten Wochen saniert. Mehr als 100 000 Euro kostet die Gesamtmaßnahme, die Teil eines ganzen Paketes ist, das in den nächsten Jahren umgesetzt werden soll.

Dienstag, 07.05.2019, 04:00 Uhr
Das Gerüst signalisiert es: Die Fassade des Altbestandes des Museums Religio wird derzeit saniert. Zudem wird der Kleihues-Bau (links), der zu einer Seite über eine Putz-Fassade verfügt, in diesem Bereich ebenfalls gestrichen.
Das Gerüst signalisiert es: Die Fassade des Altbestandes des Museums Religio wird derzeit saniert. Zudem wird der Kleihues-Bau (links), der zu einer Seite über eine Putz-Fassade verfügt, in diesem Bereich ebenfalls gestrichen. Foto: Große Hüttmann

Deutlich über 100 000 Euro investieren die Gesellschafter des Museums Religio in den nächsten Wochen in eine Sanierung der Fassade sowohl der ehemaligen Pfarrscheune und des Böhm-Baus (Altbestand), sondern auch des Kleihues-Gebäudes auf der anderen Straßenseite. Denn letzteres Gebäude hat zwar zu drei Seiten eine Sandsteinfassade, das andere – kaum einsehbare – Fassadenteil ist aber verputzt.

„Hier ist seit der Erstellung dieses Gebäudes vor 25 Jahren nichts mehr passiert“, sagt Dr. Anja Schöne. Die beiden Gebäude des Altbestandes wiederum wurden seinerzeit passend zur Neukonzeption des Museums im Jahr 2012 gestrichen. Dennoch hat der Zahn der Zeit an Farbe und Putz genagt. Zum Teil ist es zu kleineren Abplatzungen gekommen.

Die Museumsleiterin ist hoch zufrieden, dass die Gesellschafter in diesem Jahr nicht nur viel Geld für eine Auffrischung des äußeren Erscheinungsbildes in die Hand nehmen, sondern dass dem ganzen Thema Gebäudeunterhaltung mittlerweile ein Prioritätenplan zugrunde liegt. In enger Zusammenarbeit mit einem Fachbüro wurden die in diesem Zusammenhang notwendigen Maßnahmen ermittelt und anschließend in eine zeitliche Reihenfolge gebracht. Das Ziel dabei ist es, die Substanz der Gebäude regelmäßig zu pflegen und damit langfristig zu erhalten.

Vor allem die Arbeiten an der ehemaligen Pfarrscheune und dem Böhm-Bau, das sind die Gebäude des ursprünglichen Heimathauses, sind besonders aufwendig, denn das Denkmalamt ist dabei mit im Boot. Die dafür erforderlichen Abstimmungsprozesse haben bereits stattgefunden. Dazu gehörte auch, dass die Farbe nach einem speziellen Verfahren angemischt und an die alte Farbgebung angepasst werden musste. Dafür wurde auch ein Labor eingeschaltet, um den genauen Farbton zu ermitteln.

Die Arbeiten finden aktuell im Bereich der Herrenstraße statt. Wenn die Vorderseite der Gebäude gestrichen ist, soll im rückwärtigen und zur Ems gelegenen Teil weitergemacht werden.

Das Prioritätenkonzept sieht weitere Maßnahmen zum Gebäudeerhalt vor. Dazu gehört unter anderem der Austausch der Fenster im Bereich der ehemaligen Pfarrscheune, die noch über eine Einfach-Verglasung verfügen. Auch bei diesen Fragen sind die Denkmalschützer dann wieder mit im Boot.

Wie bereits erwähnt, ist der Kleihues-Bau, das Gebäude mit der Sandsteinfassade, 25 Jahre alt. Daher wird es am 29. November eine kleine Feier geben, bei der dieses Gebäude, das in Architekturkreisen einen hohen Stellenwert genießt, im Mittelpunkt stehen soll.

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