Das Programm der Freilichtbühnen in der Region
Von Klassik-Parodie bis zu tiefen Emotionen: Narren und seltsame Pflanzen

Münsterland -

Abwechslungsreiche Unterhaltung bieten die Freilichtbühnen im Münsterland in der neuen Sommersaison. Maske und Kostüme verwandeln die Schauspieler in die Figuren der Stücke, durchdachte Bühnenbilder schaffen den passenden Rahmen. Unsere Redakteurin Ellen Bultmann hat eine Übersicht der Aufführungen zusammengestellt.

Samstag, 01.06.2019, 14:01 Uhr aktualisiert: 03.06.2019, 12:33 Uhr
Wilde Tiere wie im „Dschungelbuch“, vertrackte Beziehungskisten wie im „Käfig voller Narren“, überraschende Entwicklungen wie in „Natürlich Blond“ und wahre Liebe mit Fallstricken wie in „Romeo und Julia“: All das bieten die Freilichtbühnen in dieser Saison – garniert mit aufwendigen Kostümen, beeindruckenden Kulissen, viel Gesang und Live-Musik.
Wilde Tiere wie im „Dschungelbuch“, vertrackte Beziehungskisten wie im „Käfig voller Narren“, überraschende Entwicklungen wie in „Natürlich Blond“ und wahre Liebe mit Fallstricken wie in „Romeo und Julia“: All das bieten die Freilichtbühnen in dieser Saison – garniert mit aufwendigen Kostümen, beeindruckenden Kulissen, viel Gesang und Live-Musik. Foto: Thorsten Hübner

Theater unter freiem Himmel ist immer ein besonderes Erlebnis. Die Freilichtbühnen der Region haben musikalisch und schauspielerisch einiges zu bieten. Hier eine Übersicht zu den Aufführungen:

►  Billerbeck: Die Parodie „Wagners Ring des Nibelungen“ feiert am 29. Juni ihre Premiere. Ohne viel Opernpathos, aber mit den Rheintöchtern und der Götterwelt geht es zur Sache. Die wilde Geschichte von Macht, Gier, Liebe, Verrat, Mord und Inzest wird in der originellen Fassung von Alexander Liegl und Gabriele Rothmüller inszeniert – eine Komödie mit Hintersinn.

►  Coesfeld: Das Abendmusical „Natürlich Blond“ wird bis zum 31. August gezeigt. Für die Klischee-Blondine Elle Woods stehen Mode, Aussehen und ihre Beziehung im Mittelpunkt. Sie folgt ihrem Freund Warner an die Elite-Uni Harvard, um wie er Jura zu studieren. Nun muss sie Leistung bringen und die Etikette wahren.

►  Greven-Reckenfeld: Das schrille Broadway-Musical „Ein Käfig voller Narren“ von Jerry Hermann und Harvey Fierstein wird ab dem 8. Juni aufgeführt. Das homosexuelle Paar George und Albin leitet einen Nachtclub in St. Tropez. Als Georges Sohn Jean-Michel sich in die Tochter eines Politikers verliebt, gerät die Beziehung des Männerpaars in Wanken.

Überblick: Freilichtbühnen in der Region

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  • Billerbeck:

    Für Aufführungen der Freilichtbühne in Billerbeck können Karten online bestellt werden oder per Telefon (' 0 25 43/10 20). Wenn die Reservierung telefonisch erfolgt, muss eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen werden. Die Bestellung wird dann automatisch aufgenommen. Die Theaterkasse im Bühnenheim, Weihgarten 17, ist zudem immer samstags von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Der Eintritt für das Abendstück „Wagners Ring des Nibelungen“ beträgt im Vorverkauf 12 und an der Abendkasse 14 Euro. Karten für das Familienstück „Das kleine Gespenst“ kosten für Kinder 6 und für Erwachsene 8 Euro.

    | www.freilichtbuehne-billerbeck.de

    Foto: Freilichtbühne Billerbeck, Carsten Kott
  • Tecklenburg:

    Karten für die Freilichtspiele Tecklenburg können online bestellt werden. Die Theaterkasse (' 0 54 82/2 20) ist montags bis sonntags von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr geöffnet, außerdem donnerstags bis sonntags ab 17 Uhr bis Vorstellungsbeginn. Tickets für die Musicals „Don Camillo und Peppone“ und „Doktor Schiwago“ gibt es für jeweils 35 bis 45 Euro. Der Eintritt für das Familienmusical „Das Dschungelbuch“ kostet 8 Euro (freie Platzwahl).

    | www.freilichtspiele-tecklenburg.de

    Foto: Holger Bulk
  • Greven-Reckenfeld:

    Karten für die Stücke der Freilichtbühne Greven-Reckenfeld können montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr sowie freitags von 14.30 bis 17.30 Uhr entweder vor Ort gekauft oder telefonisch (' 0 25 75/ 15 66) reserviert werden. Die Geschäftsstelle öffnet montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr, freitags auch von 14.30 bis 17.30 Uhr. Zudem können Sitzplätze über das Internet reserviert werden. Eintrittskarten für das Stück „Ein Käfig voller Narren“ sind für 15 Euro, ermäßigt für 12 Euro zu haben. Der Eintritt für „Pension Schöller“ kostet 15 Euro, ermäßigt 12 Euro. Das Familienstück „Die kleine Hexe“ kostet für Kinder 5,50 und für Erwachsene 8/6 Euro.

    | www.reckenfeld-freilichtbuehne.de

    Foto: pd
  • Coesfeld:

    Karten für die Stücke der Freilichtbühne Coesfeld können online oder telefonisch (' 0 25 41/33 55) vorbestellt werden. Die Theaterkasse ist dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr geöffnet sowie an den Spieltagen zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn. Tickets für das Abendstück „Natürlich Blond“ gibt es für 17,50 und 15 Euro, ermäßigt für 15,50 und 13 Euro. Karten für die „Musical Night“ kosten 34 und 39 Euro. Für das Familienstück „Robin Hood und die Kinder vom Sherwood Forest“ zahlen Kinder bis 14 Jahre 6 Euro, Jugendliche und Erwachsene 8 Euro.

    | www.freilichtbuehne-coesfeld.de

    Foto: pd
  • Bad Bentheim:

    „Peter Pan“: 9/6,50 Euro; „Kaninchen können‘s besser!“: 14/11 Euro. '  0 59 22/ 99 46 56

    | www.freilichtspiele-badbentheim.de

    Foto: Jonas Schönrock
  • Oelde-Stromberg:

    „Igraine Ohnefurcht“: 7/5 Euro; „Sherlock Holmes – Das Zeichen der Vier“: Kinder/Studierende 8 Euro, Erwachsene 10 Euro. ' 0 25 29/94 84 84

    | www.burgbuehne.de

    Foto: Alexander Schneider
  • Werne:

    „Die Konferenz der Tiere“, „Die Schatzinsel“ und „Der kleine Horrorladen“: Eintritt für Kinder je 6 Euro, Erwachsene je 8 Euro. ' 0 23 89/53 26 96

    | www.freilichtbuehne-werne.de

    Foto: Saskia Ibrahim
  • Hamm-Heessen:

    „Madagascar“, „Sindbad“: Eintritt je 9 bis 15 Euro; „Romeo und Julia“: 10 bis 16 Euro. ' 0 23 81/30 90 90

    | www.waldbuehne-heessen.de

    Foto: Thorsten Hübner

► Das Lustspiel „Pension Schöller“ von Carl Laufs und Wilhelm Jacoby, bei dem nichts so ist, wie es scheint, ist ab dem 2. August zu sehen. Auf der Suche nach einem besonderen Erlebnis möchte der Junggeselle Philipp Klapproth eine Heilanstalt für Geisteskranke besuchen. Die Gäste der Pension Schöller werden ihm als Patienten vorgestellt, und er amüsiert sich über ihre Marotten. Doch es erwartet ihn eine besondere Heimsuchung.

►  Tecklenburg: Eigentlich wollen sie das Gleiche, „Don Camillo und Peppone“. Doch der Pfarrer ist nicht zu besänftigen, wenn er an die Pläne seines Gegners denkt, der als kommunistischer Bürgermeister für eine bessere Sozialordnung eintritt. Das Stück nach dem bekannten Film hat am 21. Juni Premiere.

► Zwischen den Fronten einer revolutionären Epoche wird „Doktor Schiwago“ zum Spielball politischer Konstellationen. Ab dem 26. Juli gewährt das am gleichnamigen Film orientierte Musical einen tiefen Blick in die Seele Russlands. Der Arzt und Dichter Jurij Schiwago will den Glauben an die Liebe nicht verlieren – auch wenn sie zwei Frauen gleichzeitig gilt.

►  Oelde-Stromberg: Verfolgungsjagden durch London, Liebesabenteuer, schwierige Geschwister-Angelegenheiten und mehr hat das Abenteuer „Sherlock Holmes – Das Zeichen der Vier“ zu bieten, das am 10. August Premiere feiert. Der Krimi nach Sir Arthur Conan Doyle wird leicht schrill und gepickt mit Überraschungen als revueartiger Bilderrausch präsentiert.

►  Bad Bentheim: Ein Reigen aus Missverständnissen und Verwechslungen vollzieht sich ab dem 15. Juni in „Kaninchen können‘s besser“. Der Bürgermeister hat bei der Einwohnerzahl gemogelt, um Fördergelder für den Neubau eines Bürgerhauses zu bekommen. Das fliegt auf ,weil ein Kollege gepetzt hat. Die Einweihung muss wegen des Schwächeanfalls des Bürgermeisters abgebrochen werden. Jetzt muss schnell Nachwuchs her. Ein Animationsfest soll dazu beitragen. Doch die Strategie geht nicht so auf wie gewünscht.

►  Werne: Seymour arbeitet in Mr. Mushniks Blumenladen und ist heimlich verliebt in seine Kollegin Audrey. Leider ist sie bereits an dem sadistischen Zahnarzt vergeben. Das beliebte Musical „Der kleine Horrorladen“ zeigt ab dem 6. September, wie die Geschehnisse sich entwickeln, als Seymour eine seltsame Pflanze findet. Diese „Audrey 2“ kümmert vor sich hin, bis Seymour herausfindet, wovon sie sich ernährt. Nun beginnt die Pflanze zu sprechen und fordert immer mehr . . .

►  Hamm-Heessen: Wenn „Romeo und Julia“ einander ab heute (1. Juni) in die Augen schauen, wird wieder deutlich, wie geschickt William Shakespeare gesellschaftliche Konflikte auf die Ebene privater Beziehungen projizieren konnte. Die wohlhabenden Familien Capulet und Montague sind seit Generationen verfeindet und führen ihren Streit fort. Der wahren Liebe kann das aber nicht im Wege stehen – oder doch?

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