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Gewitter ziehen über NRW: Blitze, Blechschäden und Stromausfall

Münster/Kleve -

Blechschäden und Stromausfall: In Nordrhein-Westfalen hat es am Montagmorgen teils starke Gewitter und Regenfälle gegeben. Im Münsterland kam es zu Blitzeinschlägen.

Montag, 03.06.2019, 07:59 Uhr aktualisiert: 05.06.2019, 07:19 Uhr
Ein Auto fährt in der Landeshauptstadt durch eine Wasserlache auf der Straße.
Eine Frau läuft am Rande einer Wasserlache über eine Straße in Düsseldorf. Foto: Martin Gerten

Teils starke Gewitter sind von Westen her nach Deutschland gezogen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Montagmorgen vor teils kräftigem Gewitter mit Starkregen, Hagel und einzelnen Sturmböen vor allem in den westlichen Regionen Deutschlands. Auf dem Wetterportal „kachelmannwetter.de“ waren zahlreiche Blitze vor allem im Rheinland, im Ruhrgebiet und südlich von Bremen verzeichnet.

Im Münsterland kam es zu zwei Blitzeinschlägen, die aber glimpflich verliefen: In Gemen (Kreis Borken) und in Seppenrade (Kreis Coesfeld) schlug jeweils ein Blitz in einen Dachstuhl, ohne dass das Haus Feuer fing. In Senden stürzte zudem ein Baum auf eine Straße. Ansonsten meldeten Feuerwehr und Polizei im Münsterland am Montagmorgen auf Nachfrage keine weiteren wetterbedingten Einsätze.

Blitz schlägt in Stellwerk ein

In Mülheim schlug ein Blitz in ein Stellwerk ein. Dadurch seien Signale und Weichensteuerungen ausgefallen, sagte ein Bahnsprecher. Die Züge seien teils mit deutlich verminderter Geschwindigkeit gefahren, teils fielen sie aus. Der Fernverkehr wurde umgeleitet. Es gebe erhebliche Behinderungen im Ruhrgebiet und Rheinland. Auf den Autobahnen staute sich der Verkehr zeitweise auf etwa 300 Kilometern.

Im Kölner Hauptbahnhof fielen am Morgen die Anzeigetafeln im Bahnhofsgebäude aus. Es werde verstärkt Personal für Lautsprecherdurchsagen eingesetzt, sagte ein Sprecher.

Stromausfall im Kreis Kleve

Im Kreis Kleve waren am Sonntagabend einem Polizeisprecher zufolge zahlreiche Haushalte kurzzeitig von einem vermutlich sturmbedingten Stromausfall betroffen.

Die Einsatzkräfte in Duisburg rückten in der Nacht zum Montag fünfmal wegen umgestürzter Bäume aus. Mehrere Autos seien beschädigt worden, Menschen seien aber nicht verletzt worden.

Starke Gewitter gab es auch in Düsseldorf, Mönchengladbach, Essen und Münster – nach Angaben der örtlichen Feuerwehren verliefen diese jedoch glimpflich und ohne größere Einsätze.

Gewitter ziehen nach Osten

Die DWD-Meteorologen erwarteten, dass die Gewitter im Laufe des Montags weiter nach Osten ziehen. In einem breiten Streifen von Baden-Württemberg bis zur Ostsee sei mit teils kräftigen Gewittern, Starkregen, Hagel und Sturmböen zu rechnen. In Sachsen-Anhalt etwa seien kräftige Hitzegewitter mit Starkregen und Hagel möglich.

Deutschland genießt das erste Sommer-Wochende

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  • Golden glänzt die Elbe am Sonntagmorgen. Ein Kanufahrer wird beim Sonnenaufgang fürs frühe Aufstehen belohnt.

    Foto: Philipp Schulze
  • Das erste Juni-Wochenende lockte viele Menschen in Deutschland ans und ins Wasser – wie hier im Trepliner See in Brandenburg.

    Foto: Patrick Pleul
  • Am Samstag (1.6.) startete der kalendarische Sommer. Auf Norderney wacht ein Bademeister über Kinder, die in der Nordsee planschen.

    Foto: Janis Meyer
  • Mit einer Spitzentemperatur von 32,9 Grad war der Sonntag der bisher heißeste Tag des Jahres.

    Foto: Sebastian Kahnert
  • Abkühlung gesucht: In Hamburg springt ein Junge im Kaifu-Bad vom Sprungturm.

    Foto: Daniel Reinhardt
  • So lässt es sich aushalten: Eine Gruppe von Wassersportlern aus Bad Neuenahr entspannt sich auf der Mosel bei strahlendem Sonnenschein auf einem Boot.

    Foto: Thomas Frey
  • Etwas aktiver sind diese Mountainbiker unterwegs. Sie fahren auf einer Trailstrecke im Deister bei Barsinghausen (Niedersachsen).

    Foto: Peter Steffen
  • Der niederländerische Warmblüter Atan kühlt sich mit seiner Reiterin Yvonne im Opfinger See bei Freiburg (Baden-Württemberg) ab.

    Foto: Patrick Seeger
  • Rot-blau-grünes Sommerbild: in Getreidefeld voller Klatschmohnblüten und Kornblumen leuchtet in der Mittagssonne im Landkreis Oder-Spree.

    Foto: Patrick Pleul
  • Aber nicht überall erheitert die Sonne die Gemüter: Eine Wasserleitung führt in Duisburg in einem Kartoffelfeld zu einem Sprenger. Die Kartoffelfelder werden wegen der Trockenheit künstlich bewässert.

    Foto: Martin Gerten

Hitzewarnung

Für Ostdeutschland warnte der DWD außerdem vor Hitze: Bis zu 35 Grad erwartete der Dienst für Teile Brandenburgs. Für das restliche Land ging der DWD von Höchsttemperaturen zwischen 22 und 27 Grad aus.

Mit einer Spitzentemperatur von 32,9 Grad war der Sonntag der bisher heißeste Tag des Jahres. Laut DWD erreichte das Thermometer diesen Wert sowohl in Geldern-Walbeck, das für seinen Spargelanbau bekannt ist, als auch in Lenzen (Elbe) in Brandenburg.

Borken im Westmünsterland erreichte nach Informationen des Dienstes Wetterkontor eine Höchsttemperatur von 32,3 Grad.

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