Eichenprozessionsspinner-Masche
Unseriöser Schädlingsbekämpfer kassiert Dülmenerin ab

Dülmen -

Doppelter Ärger mit Eichenprozessionsspinner: Ein Schädlingsbekämpfer verlangt für eine Arbeitszeit von zehn Minuten 500 Euro. Die Polizei gibt Ratschläge zur Vermeidung von Betrug.

Mittwoch, 05.06.2019, 12:53 Uhr
Eichenprozessionsspinner-Masche: Unseriöser Schädlingsbekämpfer kassiert Dülmenerin ab
Der Eichenprozessionsspinner stellt eine besondere Gefahr dar, da er allergische Reaktionen und Hautreizungen verursachen kann. Foto: Oliver Werner

Wie bereits in den Jahren zuvor, hat auch dieses Jahr der Eichenprozessionsspinner wieder etliche Bäume befallen. Besonders die Raupen der bräunlich gefärbten Falter stellen für viele Menschen eine Plage dar, da die Brennhaare  bei Berührung mit der Haut schwere allergische Reaktionen hervorrufen können, eine sogenannte Raupendermatitis.

Doch was macht man, wenn die Eiche im heimischen Garten von den Insekten befallen ist?

Eine 35- jährige Dülmenerin  stand genau vor dieser Frage und engagierte deshalb einen Schädlingsbekämpfer, der die Tiere in der Eiche auf ihrem Grundstück beseitigen sollte. Allerdings fiel sie dabei auf einen Betrüger rein. Der Mann stellte seine Arbeit am Montagmittag bereits nach rund zehn Minuten wieder ein und verlangte dafür von der Dülmenerin 500 Euro. Die Frau zahlte den Betrag, erstattete später jedoch Anzeige wegen Betrugs.

Die Polizei Coesfeld warnt deswegen vor unseriösen Handwerkern und rät, sich stets einen kostenfreien Kostenvoranschlag machen zu lassen und die Rechnung nicht sofort zu bezahlen, sondern vorher zu prüfen. Außerdem sollten Betroffene die Polizei rufen, sobald sie sich betrogen oder genötigt fühlen  und gegebenenfalls auch im Nachhinein noch Anzeige erstatten.

Darüber hinaus stehe auch die Verbraucherzentrale NRW bei zivilrechtlichen Fragen Rede und Antwort.

Nachrichten-Ticker