"Pfotenfreund" Horst Eickmann
„Um die halbe Welt geradelt“

Sendenhorst -

„Pfotenfreund“ Horst Eickmann kümmert sich seit 19 Jahren in Sendenhorst als Sitter um Hunde, deren Herrchen oder Frauchen sich eine Abwechslung für ihren Hund wünschen, selbst aber verhindert sind. Allein in den vergangenen vier Jahren war er mit dem Fahrrad und seinen vierbeinigen Freunden 20 000 Kilometer unterwegs.

Freitag, 07.06.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 07.06.2019, 11:34 Uhr
Die zweijährige Broholmer-Hündin Bruni genießt die Streicheleinheiten, die sie von Hundesitter Horst Eickmann erhält. Der Pfotenfreund hat in den vergangenen vier Jahren in und um Sendenhorst herum 20 000 Kilometer auf dem Fahrrad in Begleitung seiner vierbeinigen Schützlinge zurückgelegt.
Die zweijährige Broholmer-Hündin Bruni genießt die Streicheleinheiten, die sie von Hundesitter Horst Eickmann erhält. Der Pfotenfreund hat in den vergangenen vier Jahren in und um Sendenhorst herum 20 000 Kilometer auf dem Fahrrad in Begleitung seiner vierbeinigen Schützlinge zurückgelegt. Foto: Annette Metz

„Sie sind bestimmt der Horst“, meint ein Passant vor einem Sendenhorster Discounter, als er einen Mann in gelber Signalkleidung und in Begleitung eines Hundes vor dem Markt sieht. Und es stimmt, es handelt sich um „Pfotenfreund“ Horst Eickmann, der sich seit 19 Jahren in Sendenhorst als Sitter für Hunde betätigt, deren Herrchen oder Frauchen sich eine Abwechslung für ihren Hund wünschen, selbst aber verhindert sind. In diesen Tagen, „feiert“ Eickmann ein kleines „Dienstjubiläum“, denn sein Tacho, den er vor vier Jahren an sein Fahrrad montiert hat, zeigt gerade die stolze Summe von 20 000 Kilometern an. „Ich bin also in vier Jahren um die halbe Welt geradelt“, schmunzelt Eickmann.

„Ich fahre mehr mit dem Fahrrad, als mit meinem Auto“, ergänzt Horst Eickmann. Und nahezu immer hat er vierbeinige Begleitung. „Ich liebe Hunde. Und sie geben für jede Zuwendung so viel zurück“, berichtet Eickmann mit leuchtenden Augen weiter. Das Programm, das er für seine Schützlinge parat hat, ist vielfältig. Da werden nicht nur Kilometer herunter gespult. Es gibt immer auch Pausen mit Spielen und Übungen – und natürlich leckere Belohnungen, wenn alles gut klappt. Das gilt natürlich auch für die, die, aus welchen Gründen auch immer, nicht am Fahrrad laufen.

Derzeit betreut der 79-Jährige zehn Hunde regelmäßig an verschiedenen Tagen der Woche. Besonders freut er sich darüber, dass er sich in den vergangenen zwei Jahren gleich um drei Junghunde kümmern und ihnen schon eine Menge beibringen durfte.

So ist er tagtäglich unterwegs. „Wenn ich morgens aus dem Haus gehen, bespreche ich mit meiner Frau kurz, wem ich mich an diesem Tag widme. Dann weiß sie, wo ich stecke“, erzählt der Hundesitter, der sich damit auch aus gesundheitlichen Gründen ein bischen absichert.

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