Trockenheit
Wasserwerke schlagen Alarm

Münster -

Viel Hitze bedeutet viel Durst. Doch Rasen müssen die nächsten Tage ein wenig kürzertreten. Der Wasserbedarf zum Beispiel in Münster ist schon jetzt höher als an Spitzentagen 2018. Die ersten Wasserwerke im Münsterland schlagen Alarm.

Donnerstag, 27.06.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 27.06.2019, 09:27 Uhr
Trockenheit: Wasserwerke schlagen Alarm
Wer in Löhne seinen Rasen sprengt, kann mit Geldbußen bis zu 1000 Euro belegt werden. Foto: Colourbox

Die Wasserversorger im Kreis Warendorf berichten, dass Rohr­leitungen, Pumpen und Speicherbehälter an die Grenzen ihrer Leistungskapazität gelangten. Grund sei vor allem der „verstärkte Einsatz von Trinkwasser zur Garten­bewässerung“. Die Unternehmen bitten darum, sorgsam mit dem Wasser umzu­gehen, auch um weitere Maßnahmen möglichst zu vermeiden. Es gelte das Gebot der Vernunft. Jeder sollte für sich selbst abwägen, ob die zu tätigende Wasserentnahme wirklich erforderlich ist.

Nach Angaben der Gelsenwasser AG, die große Teile des Münsterlands mit Wasser versorgt, nähert sich der tägliche Wasserverbrauch schon dem Spitzenwert aus dem Supersommer 2018. Am 3. August hatte das Wasserwerk Haltern 383.651 Kubikmeter Wasser gefördert. Am Dienstag waren es bereits  363.842. Im Schnitt liefert Haltern 270.000 Kubikmeter Wasser pro Tag.

„In zwei Tagen kein Trinkwasser mehr”

Die Städte Vreden, Stadtlohn und Südlohn schlugen am Mittwoch Alarm: Die Gartenbewässerung mit Trinkwasser solle ab sofort eingestellt werden. In einer Mitteilung heißt es: „Sollte sich der Wasserverbrauch nicht ändern, sinkt der Wasserstand im Trinkwasserspeicher auf dramatische 0 Meter – das heißt, es würde in circa zwei Tagen kein Trinkwasser mehr in den Leitungen fließen.” Als Maßnahme, um das Auffüllen von privaten Pools zu verhindern, kündigt die Stadt kostenlosen Eintritt am kommenden Wochenende in den Freibädern Vreden und Stadtlohn an.

Auch die Stadtwerke Ahaus, die Ahaus und Heek versorgen, ächzen unter dem hohen Wasserbedarf. Am Dienstag seien 10.500 Kubikmeter Wasser verbraucht worden. Das war so viel Wasser wie noch nie in diesem Jahr. Durchschnittlich liegt der Wert bei rund 6000 Kubikmetern.

In Münster ist der „Schwamm gut gefüllt“

Anderswo hat man vorgesorgt: Die Stadtwerke in Münster haben schon das ganze Jahr über viel Wasser versickern lassen, um ihre Vorräte aufzufüllen. Darum sagt deren Sprecherin Lisa Schmees: „Der Schwamm ist gut gefüllt.“ Die Kunden in Münster hätten am Dienstag 76.000 Kubikmeter verbraucht. Das ist mehr als am Spitzenabgabetag 2018, an dem Anfang Juli gut 69.000 Kubikmeter durch die Kräne geflossen sind. Ein Aufruf, Wasser zu sparen, sei nicht nötig. Wasser sei aber natürlich trotzdem zu wertvoll, um es zu verschwenden.

In Ascheberg und Altenberge hat Wasserversorger Gelsenwasser am Dienstagabend einen zu geringen Wasserdruck festgestellt. Das habe an der hohen Wasserentnahme gelegen.

Gelassenheit auch in Gronau. Denn: „Wir sind in der glücklichen Situation, dass wir unser Wasser aus Grundwasser und vor allem auch aus einigen Tiefenbrunnen fördern. Das macht es für uns etwas entspannter.“ Dennoch sagt Pressesprecher Stefan Busch: Viel zu trinken und regelmäßig zu duschen sei wichtig, „aber das Auto kann sicher auch zu einem anderen Zeitpunkt gewaschen werden und auch der Garten kann durchaus mal warten.“

Das müssen Verbraucher über Wasser wissen

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  • Ein Überblick über die aktuellen Tests von Stiftung Warentest:

    Foto: Jens Kalaene
  • Stilles Wasser: „Gutes“ stilles Wasser ist in Teilen Deutschland schon ab 13 Cent pro Liter erhältlich, darunter die Hausmarken großer Händler wie Edeka, Aldi Nord und Rewe. Allerdings gibt es auch stille Wasser, die relativ viele Keime und andere Schadstoffe enthalten. Vor allem viele Bio-Wasser schnitten bei der Untersuchung von Stiftung Warentest eher schlecht ab. Insgesamt ist nicht einmal die Hälfte der stillen Wasser „gut“.

    Foto: dpa
  • Sprudelwasser: Wasser mit Kohlensäure hat die Stiftung zuletzt im Sommer 2018 getestet, viele der Produkte gibt es aber unverändert weiter im Handel. Das Sprudelwasser schnitt dabei insgesamt besser ab als aktuell das stille Wasser. Ein Grund: Kohlensäure bremst das Wachstum von Keimen. Auch hier gibt es gute Wasser ab 13 Cent pro Liter. Egal, ob mit oder ohne Sprudel: Eine Garantie für hohen Mineralstoffgehalt gibt es bei Flaschenwasser nie, teils liegt er sogar unter dem Leitungswasser-Durchschnitt.

    Foto: Karl-Josef Hildenbrand
  • Leitungswasser: Konkurrenzlos günstig, praktisch - und dabei meistens gut. Trinkwasser in Deutschland ist engmaschig kontrolliert und deshalb in aller Regel gesundheitlich unbedenklich. Selbst in Regionen mit viel Landwirtschaft ist der Nitrat-Gehalt des Trinkwassers zum Beispiel relativ niedrig. Das zeigt eine Untersuchung von Stiftung Warentest von Stichproben aus 20 Orten. Wer die Qualität seines heimischen Wassers genau kennen will, kann beim örtlichen Wasserversorger nachfragen.

    Foto: Roland Weihrauch
  • Glas und Plastik: Die Zeitschrift „Öko-Test“ hat ebenfalls Mineralwasser getestet (Ausgabe 7/2019). Auch hier schneiden die meisten Sprudelwasser „gut“ oder „sehr gut“ ab. Ein Pluspunkt: Mehr Hersteller als früher setzen inzwischen auf Glas- oder PET-Mehrweg-Flaschen. Oder sie verwenden für PET-Einweg-Flaschen wenigstens mehr recyceltes Plastik. Mineralwasser aus Glasflaschen wiegt zwar mehr, ist dabei aber umweltfreundlicher - und schmeckt teilweise auch etwas frischer.

    Foto: Martin Schutt
  • Wassersprudler: Sprudelwasser lässt sich auch zu Hause herstellen. Längst nicht alle Wassersprudler produzieren aber richtig spritziges Wasser. Bei vielen liegt der Kohlensäure-Gehalt eher auf dem Niveau von Medium-Wasser. „Gut“ bewertete Wassersprudler gibt es schon ab 65 Euro. Preiswerter als Wasser aus dem Supermarkt ist das Selbersprudeln aber auch damit nicht: Der umgerechnete Literpreis liegt in der Regel bei 13 Cent und mehr. Selbstsprudler ersparen sich allerdings viel Schlepperei und einige Müllberge.

    Foto: Informationszentrale Deutsches M
  • Babywasser: Manche Hersteller verkaufen eigenes, oft eher teures Wasser für Babys. Der Kauf lohnt sich aber kaum. Denn für solches Wasser gelten die gleichen Regeln für reguläres Mineralwasser, auf dem „Geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ steht. Laut Stiftung Warentest ist zudem selbst Trinkwasser aus der Leitung für Säuglingsnahrung geeignet. Und in den ersten Monaten sollte man Wasser für Babys ohnehin abkochen, ungeachtet der Quelle.

    Foto: Colourbox

Geldbußen fürs Rasensprengen

In Ostwestfalen ist die Lage angespannter: Dort kämpfen Wasserversorger mit Trinkwasser-Engpässen. „Wegen der anhaltenden Trockenheit kommt es zu Wasserknappheit“, berichtete die Stadt Löhne (Kreis Herford). Bürger sind dringend aufgerufen, auf das Sprengen ihrer Gärten und das Befüllen von Pools mit Trinkwasser zu verzichten. „Auch das Arbeiten mit Hochdruckreinigern muss unterbleiben“, heißt es in dem Aufruf der Stadt. Am Nachmittag sollten Feuerwehrwagen mit Lautsprecher-Durchsagen die Bürger nachdrücklich darauf hinweisen, das Sprengen der Gärten zu unterlassen. Wer sich nicht daran hält, kann mit Geldbußen bis zu 1000 Euro belegt werden.

Fische in Gefahr 

Die Hitze macht auch den Fischen zu schaffen. „Die Ems in Warendorf hatte am Dienstag eine Wassertemperatur von 23 Grad. Forellen etwa halten das nur kurze Zeit aus“, erklärt Klaus-Peter Kranke, Vorsitzender des Kreisfischereivereins Warendorf. Insbesondere in kleinen Teichen oder Altarmen könnte den Tieren schnell der Sauerstoff ausgehen. Klar im Vorteil seien Fische in renaturierten Gewässern. „Da gibt es immer noch tiefer gelegene Stellen, an die sie sich zurückziehen können.“

 Die Ozon-Konzentration hat an einer Messstation in Nordrhein-Westfalen die erste Meldegrenze überschritten. In Lünen wurden am Mittwoch 183 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen. Alle anderen Messstellen blieben unterhalb der Meldegrenze von 180 Mikrogramm, wiesen aber größtenteils ebenfalls stark erhöhte Werte auf. Das Landesumweltamt in Essen riet Menschen, die auf Ozon empfindlich reagieren, Anstrengungen im Freien zu vermeiden.

Wie man Hitzetage gut übersteht

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  • Die kommenden Tage werden heiß. Wie übersteht man die große Hitzewelle? Tipps für einen Tag mit Temperaturen von weit über 30 Grad im Schatten:

    Foto: dpa
  • 4.00 Uhr: Wer Pflanzen etwas Gutes tun will, sollte an heißen Tagen besonders früh aufstehen. Vor Sonnenaufgang ist der Boden am kältesten. Aber natürlich ist das Gießen ein paar Stunden später auch noch sinnvoll. Was ist mit dem Abend? Dann ist der Boden vom Sonnenschein den ganzen Tagen über noch aufgeheizt, es verdunstet ebenfalls viel Nässe. Allerdings betont Isabelle Van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie in Berlin: im Zweifel lieber direkt gießen, wenn Pflanzen die Köpfe hängen lassen.

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  • 6.00 Uhr: Frühmorgens sollte man lüften, und zwar nicht zu kurz. Denn Wände, Möbel und andere Gegenstände speichern laut der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen Wärme. Können sie am Morgen nicht auskühlen, geben sie im Verlauf des Tages ihre Wärme an den Raum ab. Tagsüber sollten die Fenster geschlossen bleiben. Daneben hilft es, die Scheiben zu verdunkeln. Wer die Wahl hat, sollte außenliegende Schattenspender wie Rollläden und Markisen wählen.

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  • 7.00 Uhr: An heißen Tagen sollten Halter ihren Hund nicht zu stark fordern. „Es reicht in der Regel, am Morgen und am Abend spazieren zu gehen“, sagt Ariane Ullrich vom Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater aus Hofheim. Sinnvoll sei es, die Mittagshitze zu vermeiden. Auch einen Besuch in der Hundeschule dürfe man mal ausfallen lassen, falls der Platz in der prallen Sonne liegt.

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  • 8.00 Uhr: Wer morgens mit dem Pedelec zur Arbeit fährt, sollte das Elektrofahrrad an einem möglichst schattigen Ort abstellen. Denn große Hitze wirkt sich mit der Zeit schlecht auf die Lebensdauer von Pedelec-Akkus aus, erklärt die Sachverständigenorganisation Dekra. Und bevor Radler den aufgeheizten Akku erneut laden, lassen sie ihn besser zunächst abkühlen.

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  • 10.00 Uhr: Wer sich als Freiberufler oder Selbstständiger ein mobiles Klimagerät für sein Büro kauft, kann die Ausgaben steuerlich geltend machen. Kostet das Gerät nicht mehr als 800 Euro, senken die Ausgaben die Steuerlast sofort, erklärt der Steuerberaterverband Berlin-Brandenburg. Bei Anschaffungskosten bis 1000 Euro netto kann es über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben werden. Ansonsten wird der Steuervorteil grundsätzlich über elf Jahre anhand der Nutzungsdauer verteilt. Auch für das häusliche Arbeitszimmer kann sich eine Klimaanlage steuerlich lohnen. Wird beispielsweise nur das Arbeitszimmer gekühlt, können die Kosten den Werbungskosten zugerechnet werden.

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  • 11.00 Uhr:  Trinken ist bei hochsommerlichen Temperaturen das A und O. „2,5 bis 3 Liter Wasser am Tag und ich betone Wasser. Das geht nicht mit süßen Limonaden, die durstig machen, und erst recht nicht mit Alkohol“, sagt der Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Pneumologie an der Uniklinik Bonn, Dirk Skowasch. Kranke mit Herz- oder Bluthochdruckproblemen sollten mit ihrem Arzt ein passendes Konzept fürs Trinken besprechen. 

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  • 12.00 Uhr: „Kein Sport in der Mittagshitze und bei so hohen Temperaturen am besten gar nicht“, rät der Bonner Mediziner Skowasch. Bei Hitze kann man also von der „Siesta“ der Spanier lernen. Aktivitäten draußen sollten in die Morgen- oder Abendstunden verschoben werden. Und auch beim Essen empfiehlt Skowasch, langsam zu machen: „Lieber mehrere kleine Mahlzeiten, Obst und Gemüse.“ 

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  • 13.00 Uhr: Zeigt das Thermometer am Arbeitsplatz Temperaturen von 26 Grad und mehr an, sollte der Arbeitgeber etwas tun. Und ab 30 Grad muss er das sogar, erklärt die Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) mit Verweis auf die Technischen Regeln für Arbeitsstätten. Gegen Hitze im Büro kann der Chef zum Beispiel Getränke zur Verfügung stellen, vorübergehend Gleitzeit einführen oder die Kleiderordnung lockern. Eine Chance auf Hitzefrei haben Arbeitnehmer allerdings erst, wenn in einem Raum mehr als 35 Grad herrschen.

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  • 14.00 Uhr: Das Smartphone in der Hitze auf der Terrasse liegen lassen? Keine gute Idee! Viele Elektronikgeräte vertragen keine hohen Temperaturen. Darauf weist das Telekommunikationsportal „Teltarif.de“ hin. Neben dem Akku können auch weitere Bauteile Schaden nehmen. Bei zu hohen Temperaturen können auch Sicherheitseinrichtungen der Akkus greifen und etwa Batterieflüssigkeiten auslaufen. Das führt unter Umständen zu Beschädigungen am Gerät und macht die Akkus unbrauchbar. Deswegen lagert man Powerbanks und Elektronikgeräte besser vor Sonnenlicht geschützt und lässt sie nicht im sommerlich warmen Auto.

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  • 15.00 Uhr: Für Babys und Kleinkinder ist Hitze besonders gefährlich. Sie können ihren Wärmehaushalt noch nicht so gut regulieren, warnt die BZgA. Deshalb sollten Kinder mit Sonnencreme, Hut und Sonnenbrille gegen die Strahlen geschützt werden und am besten im Schatten spielen. Hochroter Kopf, Bewusstseinsstörungen und erhöhte Körpertemperatur sind laut BZgA Symptome eines Hitzschlags, bei dem Kinder sofort aus der Sonne und zu einem Arzt oder ins Krankenhaus müssen. 

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  • 16.00 Uhr: So schön der langersehnte Sommer auch ist, ein Baum oder Sonnenschirm spendet Schatten und kühlt ab. „Aus der Hitze raus, in den Schatten, luftige Kleidung - das klingt banal, ist aber wichtig“, so der Bonner Mediziner Skowasch.

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  • 17.00 Uhr: Puh, der Tag im Büro oder die Schicht am Band sind geschafft. Gut, wer jetzt ein Auto mit Klimaanlage hat. Aber bitte nicht einsteigen und dann den Innenraum „tieffrosten“. Zunächst lüftet man den Innenraum einmal gut durch - das lässt die aufgestaute Hitze raus. Und auf Kurzstrecken bei niedrigem Tempo wie in der Stadt öffnen Autofahrer im Sommer besser die Fenster, rät der Tüv Süd. Denn die Klimaanlage bringe auf Distanzen von wenigen Kilometern nichts. Ansonsten gilt: Zwischen der Außentemperatur und dem Innenraum des Autos stellen Autofahrer besser bei Hitze nicht mehr als acht Grad Differenz ein. Denn ansonsten drohen Erkältungen oder Schwierigkeiten mit dem Herz-Kreislaufsystem, erklärt der Tüv Thüringen.

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  • 18.00 Uhr: Wenn die Sonne brennt und der Schweiß läuft, erscheint oft nichts besser als eine kalte Dusche. Die ist für den Körper aber leider mehr Belastung als Erfrischung. „Das ist wie mit eiskalten Getränken. Der Körper muss sich danach wieder aufwärmen auf Außentemperatur. Das kostet Energie“, sagt Skowasch. Also lieber lauwarm duschen.

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  • 19.00 Uhr: Ist es zu heiß, sollte man auf das Rasenmähen verzichten - nicht grundsätzlich, aber zu bestimmten Tageszeiten. Denn bei Temperaturen über 30 Grad trocknet der Boden viel zu schnell aus, erläutern die Gartenexperten der DIY Academy in Köln. Daher wird diese Arbeit besser erst in den kühleren Abendstunden erledigt. Beachten muss man dabei allerdings: Zwischen 20.00 und 7.00 Uhr dürfen in Wohngebieten Rasenmäher nicht mehr eingesetzt werden.

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  • 20.00 Uhr: Auf der Gartenparty oder beim netten Zusammensein auf dem Balkon: Jetzt ein Gläschen Wein oder Bier! Doch Vorsicht: Bei Hitze wirkt Alkohol schneller und intensiver, warnt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Wer es übertreibt, riskiert Kreislaufprobleme bis zur Bewusstlosigkeit. Die hohen Temperaturen entziehen dem Körper darüber hinaus Flüssigkeit - man schwitzt. Durch Alkohol gehen dem Körper noch mehr Mineralstoffe verloren. So kann es leichter zu Hitzschlägen kommen.

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  • 23.00 Uhr: In ungewöhnlich warmen Nächten sollte man zum Schlafen in den kühlsten Raum gehen – beispiels­weise auf den Balkon oder  in den Keller, meint der Schlafforscher Peter Young aus Münster.

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Bäume stehen unter Stress

Die Dortmunder sollen beim Wässern der Straßenbäume helfen. „Die Jungbäume leiden bei der derzeitigen Hitze unter außergewöhnlichem Trockenstress – noch mehr als die älteren, groß gewachsenen Bäume“, teilte die Stadt am Mittwoch mit. Das Tiefbauamt und die beauftragten Firmen kämen beim Wässern kaum hinterher.

Die Stadt appellierte daher an die Bürger: „Gießen Sie den Straßenbaum vor Ihrer Haustür.“ Jeder Eimer Wasser sei eine Hilfe.

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