FMO-Halbjahresbilanz
Passagierplus trotz Germania-Pleite

Greven -

Als Germania Anfang des Jahres pleite ging, machten die Verantwortlich am Flughafen Münster-Osnabrück (FMO) lange Gesichter. Kein Wunder: Die Airline war der touristische Hauptcarrier. Jetzt zeigt sich: Ohne Germania geht's auch. Die Halbjahreszahlen des Flughafens sind richtig gut.

Montag, 01.07.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 01.07.2019, 17:15 Uhr
Corendon Airlines wickelt einen Großteil des Tourismus-Angebots am Flughafen Münster-Osnabrück ab.
Corendon Airlines wickelt einen Großteil des Tourismus-Angebots am Flughafen Münster-Osnabrück ab. Foto: FMO

Na, wenn das mal keine gute Nachricht ist: Der Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) hat im ersten Halbjahr 2019 offenbar mit einem Passagierplus abgeschlossen. Nach Informationen unserer Zeitung nutzten rund 400.000 Fluggäste den Grevener Flughafen. Das entspricht einem Plus von 1,7 Prozent im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres.  

Dieses positive Halbjahresergebnis ist insofern bemerkenswert, als dass Anfang Februar die Fluggesellschaft Germania pleitegegangen und damit dem FMO ein dicker Fisch von der Angel gehüpft war: Die Berliner Fluggesellschaft hatte sich seit 2015 in Greven zu so etwas einer Haus- und Hof-Airline gemausert. Zuletzt hatte Germania am FMO 26 Prozent Marktanteile im Tourismus-Segment gehalten und damit dem Flughafen 2018 wieder über die Millionen-Grenze bei den Passagierzahlen geholfen.

Der FMO-Sommerflugplan 2020

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  • Diese 20 Flugziele werden im Sommer 2020 vom FMO bedient:

    Foto: dpa
  • 8. Groningen, Niederlande (AIS Airlines)

    Die Studentenstadt im Nordosten der Niederlande bietet mehr als Fietsen und Grachten.

    Foto: Jonas Wiening
  • 1. Adana, Türkei (Sun Express, Corendon)

    Die fünftgrößte Stadt der Türkei nahe der Mittelmeerküste liegt etwa 160 Kilometer von der türkischen Grenze entfernt.

    Foto: dpa
  • 2. Antalya, Türkei (Sun Express, Corendon)

    Der Hauptort der „Türkischen Riviera”, die für ihre langen Sandstrände bekannt ist, hat selbst eine Steilküste.

    Foto: dpa
  • 3. Berlin-Tegel, Deutschland (AIS Airlines)

    Montags bis freitags fliegt morgens jeweils eine Maschine in die Hauptstadt und nachmittags eine zurück.

    Foto: dpa
  • 4. Bodrum, Türkei (Corendon)

    Die Stadt an der Ägäis liegt direkt gegenüber der griechischen Insel Kos.

    Foto: Florian Sanktjohanser/dpa/tmn
  • 5. Frankfurt am Main, Deutschland (Lufthansa)

    Das deutsche Drehkreuz im internationalen Flugverkehr.

    Foto: dpa
  • 6. Fuerteventura, Spanien (Corendon)

    Auf der zweitgrößten Kanarischen Insel ist es ganzjährig warm und es weht stets ein kühlender Wind.

    Foto: dpa
  • 7. Gran Canaria, Spanien (Corendon)

    Foto: dpa
  • 9. Heraklion, Griechenland (Corendon)

    Foto: dpa
  • 10. Hurghada, Ägypten (Corendon und Fly Egypt)

    Foto: dpa
  • 11. Izmir, Türkei (Sun Express, Corendon)

    Foto: dpa
  • 12. Kayseri, Türkei (Sun Express)

    Das Zentrum Kappadokiens liegt in der Nähe des Nationalparks Göreme.

    Foto: dpa
  • 14. Kos, Griechenland (Corendon)

    Foto: dpa
  • 15. München, Deutschland (Lufthansa)

    Foto: dpa
  • 16. Palma de Mallorca, Spanien (Eurowings, Laudamotion)

    Foto: dpa
  • 17. Rhodos, Griechenland (Corendon)

    Foto: dpa
  • 18. Stuttgart, Deutschland (AIS Airlines)

    Foto: dpa
  • 19. Teneriffa, Spanien (Corendon)

    Foto: dpa
  • 20. Wien, Österreich (Laudamotion)

    Vier mal pro Woche geht es von Greven in die Hauptstadt Österreichs.

    Foto: colourbox.de
  • 13. Kopenhagen, Dänemark (AIS Airlines)

    Im Ranking der besten Städtereiseziele 2019 des „Lonely Planet” lag die dänische Hauptstadt auf Platz eins.

    Foto: dpa

Maßgeblich verantwortlich für den Halbjahreszuwachs ist das Engagement der Fluggesellschaft Co­rendon Airli­nes, die relativ schnell nach dem Germania-Aus als neuer Carrier gewonnen werden konnte und einen Großteil des touristischen Programms am FMO übernommen hat. Positiv bemerkbar gemacht hat sich auch die Kapazitätsausweitungen von Sun-Express, Lauda und Eurowings.

Am stärksten war der Zuwachs in den Monaten Januar (plus 20 Prozent), April (plus 13,7 Prozent) und Mai (plus 14,9 Prozent). Die Millionen-Hürde wird der FMO in diesem Jahr vermutlich nicht wieder überspringen. Der Grund: Die zweite Jahreshälfte 2019 fällt vermutlich nicht so stark aus wie die 2018. Damals war der FMO über sich selbst hinausgewachsen – auch, weil Germania ein zweites Flugzeug stationiert hatte. Für die anstehenden Sommerferien rechnet der Flughafen mit rund 200.000 Fluggästen.

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