Nahverkehr
Bahn frei für neue Zugverbindungen

Düsseldorf/Sendenhorst/Albersloh -

Der Landrat des Kreises Warendorf feiert „die größte Verbesserung der Verkehrs-Infrastruktur seit langer Zeit“. Der Grund für die Begeisterung: Der Weg für die Wiederbelebung der WLE ist frei. Sendenhorst und Albersloh werden nach über 40 Jahren wieder einen Bahnhof erhalten.

Mittwoch, 03.07.2019, 20:44 Uhr aktualisiert: 03.07.2019, 21:38 Uhr
 Das Archivbild zeigt eine Vorführfahrt auf WLE-Strecke im Jahr 2017.
 Das Archivbild zeigt eine Vorführfahrt auf WLE-Strecke im Jahr 2017. Foto: Burkhard Beyer

Die letzte politische Hürde ist genommen: Der Verkehrsausschuss des Landtags hat am Mittwoch einstimmig grünes Licht für die konkrete Planung der beiden regionalen Bahnstrecken der Westfälischen Landeseisenbahnen (WLE) und der Teutoburger Wald Eisenbahn (TWE) gegeben. Für beide liegt nach Angaben des Verkehrsministeriums eine eindeutig positive Wirtschaftlichkeitsberechnung vor.

Mit der Aufnahme beider Strecken in den Bedarfsplan des Landes und in den Finanzierungsplan kann nun der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) mit der Planung beginnen.

Alternativen Technologien 

Die WLE soll über 21 Kilometer zwischen Münster und Sendenhorst zweimal pro Stunde verkehren, die Route bis Wolbeck soll sogar alle 20 Minuten bedient werden. Die rund 25 Kilometer lange TWE-Strecke verbindet im Stundentakt Harsewinkel, Gütersloh und Verl. Auf beiden Strecken sollen langfristig Züge mit alternativen Antriebstechnologien verkehren.

Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) warb für die Entscheidung: „Reaktivierungen von Schienenstrecken haben großes Potenzial. Wenn mehr Menschen die Bahn nutzen können, werden auch die Emissionen im Verkehrssektor reduziert.“ Als einen großen Schritt für die Stadtregion würdigte der CDU-Verkehrsexperte Henning Rehbaum den Beschluss. „Die WLE ist aktiver Klimaschutz, entlastet Münsters Straßennetz und stärkt Sendenhorst und Albersloh für Familien, Firmen und Fachkräfte.“

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