Neue Haltepunkte für die WLE
Fünf Meter vom Zug zum Bus

Sendenhorst/Albersdloh -

Nachdem der Verkehrsausschuss des Landtags „Ja“ zur Reaktivierung der WLE gesagt hat, gibt es auch bereits erste Pläne für die Haltepunkte in Sendenhorst und Albersloh.

Freitag, 12.07.2019, 09:00 Uhr
Am Rande des Baugebietes Kohkamp soll die neue „Verkehrsstation“ etwa hier an der Bahnlinie entstehen.
Am Rande des Baugebietes Kohkamp soll die neue „Verkehrsstation“ etwa hier an der Bahnlinie entstehen. Foto: Josef Thesing

Bahnhöfe gibt es künftig nicht mehr. Wenn die Züge der Westfälischen Landes-Eisenbahn (WLE) in Sendenhorst und Albersloh – und darüber hinaus – halten, dann tun sie das an „Verkehrsstationen“. Nachdem der Verkehrsausschuss des Landtags – wie berichtet – seine Zustimmung dazu gegeben hatte, dass die Reaktivierung der WLE für den Personenverkehr in den ÖPNV-Bedarfsplan und den sogenannten Infrastrukturfinanzierungsplan des Landes aufgenommen wird, stellten Johann Ubben (WLE), Michael Klüppels (RVM) und Markus Rümke (Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Münsterland, ZVM) in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt vor, wie die „Verkehrsstationen“ in beiden Ortsteilen aussehen sollen.

Wir haben hier gute Platzverhältnisse, und die Bahnsteige sind an der richtigen Stelle.

Markus Rümke

Voraussetzung ist, machten die drei Berichterstatter deutlich, dass der Planfeststellungsbeschluss gefällt und der „Bau- und Realisierungsplan“ mit der WLE geschlossen wurde. Bei „optimalem Verlauf“, so Johann Ubben, könnten die Züge ab Ende 2023 rollen. Eine Vorgabe sei dabei „der lokal-immissionsfreie Betrieb“, was bedeute, dass, als Antrieb für die Züge Akkus oder Brennstoffzellen zum Einsatz kommen, wenn sie Serienreif entwickelt seien.

Haltepunkte sind 120 Meter lang

Die Haltepunkte haben alle den gleichen Standard, sind 120 Meter lang, und der Übergang vom Bahnsteig in die Züge ist barrierefrei. Der Bussteig wird etwa fünf Meter entfernt vom Zug eingerichtet. Als Umsteigezeit wurden bereits vier Minuten berechnet, um unnötige Wartezeiten zu vermeiden.

An beiden Haltepunkten werden Park-&-Ride- sowie Bike-&-Ride-Anlagen eingerichtet, für deren Bau allerdings die Stadt zuständig sei, wobei sie mit einer 90-prozentigen Förderung rechnen könne. „Wir haben hier gute Platzverhältnisse, und die Bahnsteige sind an der richtigen Stelle“, erklärte Markus Rümke.

Vom Haltepunkt aus sollen alle Busse auch zum St.-Josef-Stift fahren, sagte Michael Klüppels. Zwischen den beiden „Verkehrsstationen“ sollen Taxibusse eingesetzt werden. Die Züge selbst sollen, so Markus Rümke, am Abend bis etwa 22 Uhr zwischen Münster und Sendenhorst fahren.

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