„Burghof“ in neuen Händen
Ein Traditionshaus erhalten

Lüdinghausen -

Das Gasthaus „Burghof“ in der Burgstraße wird weitergeführt. Ab Herbst führen dort die Brüder Dimitrios und Sotiris Athanasiou Regie – mit einer „bürgerlichen Küche“, wie sie ankündigen. Neuer Eigentümer des traditionsreichen Hauses ist die Apollon Immobilien GmbH.

Mittwoch, 17.07.2019, 09:00 Uhr
Sie stricken gemeinsam an Konzept und Erhalt des traditionsreichen „Burghofs“ (v.l.): die Getränkelieferanten Christoph Krevert und Thorsten Ollesch, Sotiris Athanasiou, der gemeinsam mit seinem Bruder Dimitrios (r.) das Gasthaus betreiben wird, sowie Heinz Austrup und Michael Merten von der Apollon Immobilien GmbH.
Sie stricken gemeinsam an Konzept und Erhalt des traditionsreichen „Burghofs“ (v.l.): die Getränkelieferanten Christoph Krevert und Thorsten Ollesch, Sotiris Athanasiou, der gemeinsam mit seinem Bruder Dimitrios (r.) das Gasthaus betreiben wird, sowie Heinz Austrup und Michael Merten von der Apollon Immobilien GmbH. Foto: Peter Werth

Die gute Nachricht packte Michael Merten gleich in den ersten Satz: „Das Haus wird nicht abgerissen.“ Die Apollon Immobilien GmbH, deren Gesellschafter er ist, hat das traditionsreiche Gasthaus „Burghof“ an der Burgstraße erworben. Klar ist auch, was dort künftig geschehen wird: Das Gasthaus werde weitergeführt, sagte Merten. Und Betreiber haben die Apollon-Verantwortlichen auch schon gefunden: Dimitrios und Sotiris Athanasiou.

Das Haus wird nicht abgerissen.

Michael Merten

Die Brüder sind in der Lüdinghauser Gastronomie keine Unbekannten, führt ihre Familie doch seit 2001 ein griechisches Restaurant in der Stadt. Doch die Hellas-Küche wird es im „Burghof“ – diesen Namen wird das Lokal weiter tragen – nicht geben. „Dort wird ein attraktives Wirtshaus-Konzept umgesetzt“, versprechen Merten und die beiden Brüder Athanasiou. Etwas, das es derzeit in der Lüdinghauser Innenstadt so nicht gebe, sind sie sich einig. Auf der Speisekarte, an der die neuen „Burghof“-Betreiber noch intensiv feilen wollen, werde es „Burger, Schnitzel und Steaks“ geben. Daneben wolle man auch saisonale Speisen wie etwa Spargelgerichte servieren – insgesamt, so fasste es Sotiris Athanasiou zusammen, „eine bürgerliche Küche“.

Da das Interieur des Gasthauses – trotz eines gewissen nostalgischen Charmes – durchaus in die Jahre gekommen ist, wird vor der für den Herbst geplanten Eröffnung erst einmal kräftig renoviert. Eine neue Bestuhlung muss her, zudem wird in Beleuchtung und Dekoration investiert, kündigte Merten an. Auch die Küchentechnik wird den neuen Erfordernissen angepasst. Die alte Theke im Gastraum wird allerdings erhalten. Sie wird aber um eine neue Schanktechnik erweitert. Denn im neuen „Burghof“ soll es rund acht Biere direkt vom Hahn geben.

Wir sind schon länger auf der Suche nach einer neuen Herausforderung.

Dimitrios Athanasiou

Zukunftsmusik ist derzeit noch die Erweiterung des rund 130 Plätze fassenden Restaurantbereichs um eine Außenterrasse. Die, so Merten, soll zur Sommersaison 2020 fertig sein. Sie wird an den großen Saal angedockt – mit Blick auf die Borg. Auch im Außenbereich vor dem Gasthaus auf der Burgstraße sollen Gäste Platz finden.

„Wir sind schon länger auf der Suche nach einer neuen Herausforderung“, formulierte Dimitrios Athanasiou die gastronomischen Ambitionen der Familie. Bislang sei die Suche erfolglos geblieben. Der Kontakt zu Apollon sei über die Getränkelieferanten zustande gekommen. Denn die haben nicht nur den alten „Burghof“ beliefert, sondern versorgen seit vielen Jahren auch das griechische Restaurant der Athanasious. Nach einer ersten Ortsbegehung sei die Entscheidung, den „Burghof“ zu übernehmen, binnen einer Woche gefallen, erklären die beiden Brüder.

Nachrichten-Ticker