Autobahn 43
Autofahrer behindert Rettungseinsatz

Nottuln -

Der Fahrer eines weißen Kastenwagens hat den in Nottuln stationierten Rettungswagen auf der A 43 mehrfach behindert und zu einem massiven Bremsmanöver gezwungen. Der Rettungswagen war mit Martinshorn und Blaulicht zu einem Einsatz unterwegs.

Donnerstag, 01.08.2019, 16:42 Uhr aktualisiert: 01.08.2019, 16:54 Uhr
(Symbolbild)
(Symbolbild) Foto: Klaus de Carné

Es ist unglaublich, welche Behinderungen Rettungskräfte mittlerweile im Einsatz erleben müssen. Am Mittwochnachmittag (31. Juli) ist der in Nottuln stationierte Rettungswagen (RTW) auf dem Weg zu einem Einsatz auf der Autobahn 43 nicht nur von einem Kastenwagen mit Frankfurter Kennzeichen behindert, sondern auch noch zu einem massiven Bremsmanöver gezwungen worden. Die Polizei ermittelt nun wegen Nötigung im Straßenverkehr. Ein Rettungsassistent hat sich das Kennzeichen des Kastenwagens notiert und Anzeige erstattet.

Internistischer Notfall

Nach Angaben der Polizei Coesfeld ereignete sich der Vorfall gegen 14 Uhr auf der A 43 in Fahrtrichtung Ruhrgebiet zwischen den Anschlussstellen Nottuln und Dülmen-Nord. Der Rettungswagen der Rettungswache Nottuln war wegen eines internistischen Notfalls zu einem Einsatz in Dülmen gerufen worden und fuhr mit Blaulicht und eingeschaltetem Martinshorn auf die A 43.

Kurz darauf stoppte der weiße Kastenwagen aus Frankfurt die zügige Fahrt auf der linken Spur und ließ den Rettungswagen nicht vorbei, obwohl der RTW-Fahrer zwischenzeitlich zu Blaulicht und Martinshorn noch die Lichthupe betätigte, schildert die Polizei. Anstatt nach rechts zu fahren, sei der Mercedes Sprinter sogar langsamer geworden.

Unvermittelt wieder nach links gezogen

Etwa einen Kilometer vor der Ausfahrt Dülmen-Nord zog der Kastenwagen dann doch auf die rechte Spur. Der RTW beschleunigte, um vorbeizukommen. „Da zog der Sprinter unvermittelt wieder nach links und zwang den RTW-Fahrer zu einer scharfen Bremsung, die Fahrer und Beifahrer in die Gurte drückte“, berichtet die Polizei weiter.

Der Mercedes habe dann beschleunigt, der Rettungswagen habe die Ausfahrt genommen, um zum Einsatzort zu kommen.

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