Großübung im „Schulzenhof“
Feueralarm im Abriss-Hotel

Seppenrade -

Ein echter Glücksfall für die Wehrleute aus Seppenrade und Lüdinghausen: Da das Gebäude demnächst abgerissen werden soll, konnte die Großübung im Hotel „Schulzenhof“ unter echten Bedingungen ablaufen – inklusive dem Aufstemmen von Hotelzimmertüren.

Montag, 05.08.2019, 07:00 Uhr
35 Wehrleute aus Seppenrade und Lüdinghausen nahmen an der Übung teil, bei der ein Brand im Obergeschoss des Hotels „Schulzenhof“ simuliert wurde.
35 Wehrleute aus Seppenrade und Lüdinghausen nahmen an der Übung teil, bei der ein Brand im Obergeschoss des Hotels „Schulzenhof“ simuliert wurde. Foto: mib

Großalarm bei einer Übung der Feuerwehr am Samstagnachmittag. Das Szenario der Übung: ein Brand im Hotel „Schulzenhof“. Da dieses Gebäude demnächst abgerissen werden soll, hatte Besitzer Matthias Kühlkamp es für eine Übung zur Verfügung gestellt. Und die nahm das Angebot gerne an, konnten die Kameraden in den noch möblierten Räumen unter realistischen Bedingungen den Einsatz üben. Die im Erdgeschoss befindliche Gaststätte blieb außen vor.

Das Szenario der von Lukas Muhle und Marius Nottenkämper ausgearbeiteten Übung war ein Brand im ersten Obergeschoss, wo die Gästezimmer liegen. Durch das Feuer war auch die große Wohnung im Dachgeschoss total verraucht. Zehn Personen, gestellt von der Jugendfeuerwehr und dem Jugendrotkreuz, befanden sich in den Räumen, die zuvor durch eine Nebelmaschine in dichten Rauch gehüllt wurden. Personen, die sich an die Fenster geflüchtet hatten, wurden von der Drehleiter in Sicherheit gebracht. Eine weitere Person wurde mit Leitern von der Dachterrasse geborgen. Die schwierigste Arbeit aber hatten die Atemschutztrupps zu leisten, die sich durch das verrauchte Treppenhaus in die einzelnen Hotelzimmer vorarbeiten mussten, um dort nach den noch vermissten Personen zu suchen. Dabei mussten einige Türen gewaltsam geöffnet werden, was Kühlkamp zuvor genehmigt hatte. Auch wenn kaum Wasser im Gebäude benutzt wurde, hatten Muhle und Nottenkämper für die Kameraden eine weitere Schwierigkeit in die Übung eingebaut. Sie hatten nicht mit leeren, sondern mit Wasser prall gefüllten Schläuchen auf die Personensuche in das Gebäude gehen müssen. „Ob mit oder ohne Wasser in den Schläuchen ist ein himmelweiter Unterschied“, begründete Muhle die Maßnahme.

Feuerwehrübung im Schulzenhof

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  • Großalarm bei einer Übung der Feuerwehr in Seppenrade am Samstagnachmittag. Das Szenario der Übung: ein Brand im Hotel „Schulzenhof"

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Nach knapp einer Stunde war die Übung unter Leitung von Löschzugführer Frank Becker erfolgreich beendet. 35 Wehrleute aus Seppenrade und Lüdinghausen opferten für diese Übung ihre Freizeit, um für einen Ernstfall gewappnet zu sein. Viele Schaulustige konnten sich dabei ein Bild von der Einsatzbereitschaft ihrer Feuerwehr machen. „Die Übung hat gut geklappt. Es ist schön, dass uns so ein Objekt für eine Übung zur Verfügung gestellt wurde“, freute sich Becker.

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