Familientreffen in Ohio
Die Wurzeln der Rohrkempers liegen in Rinkerode

Rinkerode -

Vor fast 150 Jahren ist der Rinkeroder Charles Frederick Rohrkämper in die USA ausgewandert. 100 seiner Nachfahren aus elf US-Bundesstaaten sind nun zu einem großen Familienfest in Ohio zusammengekommen. Und die alte Heimat war an diesem Tag ein großes Thema.

Montag, 05.08.2019, 21:00 Uhr
Aus elf US-Bundesstaaten reisten die Familienmitglieder zum Fest nach Ohio. Dabei wurden auch Erinnerungen an den Ursprung der Rohrkempers geweckt, denn die Vorfahren Charles Frederick Rohrkämper und Anna Maria Ballering waren Ende des 19. Jahrhunderts von Rinkerode in die USA ausgewandert.
Aus elf US-Bundesstaaten reisten die Familienmitglieder zum Fest nach Ohio. Dabei wurden auch Erinnerungen an den Ursprung der Rohrkempers geweckt, denn die Vorfahren Charles Frederick Rohrkämper und Anna Maria Ballering waren Ende des 19. Jahrhunderts von Rinkerode in die USA ausgewandert. Foto: Rohrkemper

Aus dem Golddorf in das Land des Goldrauschs: Ende des 19. Jahrhunderts ist die Rinkeroder Familie Rohrkämper in die USA ausgewandert. Jetzt haben sich mehr als 100 Nachfahren von Charles Frederick Rohrkämper (1849-1910) und Anna Maria Ballering (1854-1935) zum Familienfest in Ohio getroffen. Und dabei kam natürlich auch die ehemalige Heimat zur Sprache.

Urenkel Robert R. Rohrkemper wohnt in Grass Lake im US-Bundesstaat Michigan, hält sich über das Internet aber stets darüber auf dem Laufenden, was in Rinkerode so passiert. „Ich lese immer die Dreingau Zeitung und die WN“, schreibt er. Schließlich sei sein Urgroßvater Charles Frederick Rohrkämper 1849 dort geboren worden. Er wohnte in einem Haus im Rohrkämperholz neben dem Haus Borg. 1871 wanderte er nach Amerika aus, wo er 1875 Anna Maria Ballering, ebenfalls eine Rinkeroderin, heiratete. Zehn Kinder – neun Söhne und eine Tochter – gingen aus der Ehe hervor. Die Familie lebte in Wisconsin und in Ohio, berichtet Robert R. Rohrkemper. Die letzte Rohrkämper in Rinkerode war die 1999 gestorbene Elisabeth Rohrkämper-Koepe. Ihr Sohn Heinz Koepe wohnt laut Rohrkemper noch in der Bauerschaft Eickenbeck.

Aus elf verschiedenen Staaten seien die Familienmitglieder nun zu dem Fest angereist, berichtet Rohrkemper. „Sie sahen sich alte Dokumente, Fotos und den Familienstammbaum an. Ich habe den anderen viel über unser altes  Haus, das leider abgerissen wurde, das Haus Eickenbeck 57, das früher der Familie Rohrkämper-Koepe gehörte und heute von Familie Zobel bewohnt wird, über das Backhaus hinter St. Pankratius, den Heimatverein und besonders über das Golddorf Rinkerode erzählt.“ Die Familie sei begeistert gewesen, schreibt Robert R. Rohrkemper.

Er und seine Frau Louise besuchen Rinkerode seit 1985 regelmäßig alle zwei, drei Jahre. Denn immer noch haben sie Verwandte dort. Zu den Familien Schipke, Blanke, Busse und Koepe bestehe guter Kontakt. Außerdem hätten sich Bekanntschaften zu den Familien Lohmann und Zobel, zu Theo Schemmelmann, Hans Rikus, Ulrich Morick, Josef von Kerckerinck zu Borg sowie zu Friedel und Mechtild Pfumfel entwickelt. Für den kommenden Dezember planen die Amerikaner nun ihren nächsten Besuch im Davertdorf.

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