Tödlicher Unfall
Wer ist bei Rotlicht gefahren?

Drensteinfurt -

Ein definitives Ergebnis der Ermittlungen zum tödlichen Unfall, der sich am frühen Sonntagmorgen in Drensteinfurt ereignet hatte, gibt es zwar noch nicht. Die Polizei vermutet jedoch, dass der beteiligte und unter Drogeneinfluss stehende 21-Jährige bei Rotlicht die Kreuzung passiert hat.

Montag, 02.09.2019, 10:30 Uhr aktualisiert: 02.09.2019, 11:23 Uhr
Der Renault, dessen Fahrerin in der Nacht zum Sonntag auf die B 58 abbiegen wollte, wurde total zerstört. Eine 24-jährige Beifahrerin erlag wenig später ihren Verletzungen.
Der Renault, dessen Fahrerin in der Nacht zum Sonntag auf die B 58 abbiegen wollte, wurde total zerstört. Eine 24-jährige Beifahrerin erlag wenig später ihren Verletzungen. Foto: Max Lametz

Auch einen Tag nach dem tödlichen Zusammenstoß an der Kreuzung der Bundesstraße 58 und der Sendenhorster Straße hält sich die Kreispolizeibehörde mit konkreten Angaben zur Unfallursache weiterhin bedeckt.

Wie berichtet, war ein 21-jähriger Mann aus Hamm am Sonntagmorgen gegen 0.45 Uhr mit seinem VW Passat auf der B 58 in Richtung Ascheberg unterwegs, als er genannten im Kreuzungsbereich mit einem Renault zusammenstieß. Die drei Frauen in dem Fahrzeug, eine 26-jährige aus Münster sowie ihre 24-jährigen Beifahrerinnen aus Altenberge und Gronau, wurden dabei schwer verletzt. Die Frau aus Altenberge starb wenig später im Krankenhaus.

Der ebenfalls schwer verletzte 21-jährige Passatfahrer konnte sich selbst aus seinem brennenden Fahrzeugwrack befreien. Bei ihm stellte die Polizei während der Unfallaufnahme Drogenkonsum fest. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt.

Ampel war in Betrieb

Wie die Pressestelle der Kreispolizeibehörde in Warendorf auf WN-Anfrage am Montag bestätigte, sei die Ampelanlage an der Kreuzung zum Unfallzeitpunkt in Betrieb gewesen. Deshalb gebe es die Vermutung, dass der 21-jährige, unter Drogeneinfluss stehende Mann aus Hamm die Kreuzung bei Rotlicht passiert habe, während der Renault bei grüner Ampel von links kommend in die B 58 abbog. Da die beiden überlebenden Fahrzeuginsassinnen allerdings noch nicht befragt werden konnten, gebe es dafür noch keine Bestätigung. Und auch das unmittelbar in Auftrag gegebene Sachverständigengutachten lag am Montag noch nicht vor, so die Polizei abschließend.

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