Sommerempfang der IHK Nord Westfalen
Mittelstand gibt Starthilfe

Münster -

Ein besonderes Thema hatte die IHK in diesem Jahr für ihren Sommerempfang gewählt: die Kooperation zwischen etablierten Unternehmen und jungen Start-ups. Mehr als 700 Gäste kamen und staunten.

Donnerstag, 05.09.2019, 20:18 Uhr aktualisiert: 05.09.2019, 21:06 Uhr
Über 700 Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft hatten sich für den IHK-Jahresempfang angemeldet.
Über 700 Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft hatten sich für den IHK-Jahresempfang angemeldet. Foto: Gunnar A. Pier

Seit Mai dieses Jahres sind sie erst am Start. Marius Vennemann und drei weitere Firmengründer und Geschäftsführer. Unter dem Namen Edyoucated bietet das neue Unternehmen digitale Weiterbildung an. Wichtiger Kunde, aber auch Unterstützer ist BASF Coatings in Münster-Hiltrup. Das münsterische Start-up und der Konzern präsentierten sich am Donnerstagabend gemeinsam am Rande des Sommerempfangs der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen.

Grund für die Präsentation von insgesamt sieben dieser „Tandems“: Die IHK hat sich die Förderung des Unternehmertums als einen der Arbeitsschwerpunkte für 2019 und die kommenden Jahre gewählt. „Wir sind alle gefragt: Es muss uns gelingen, wieder mehr Menschen davon zu überzeugen, dass die Selbstständigkeit ein sehr lohnenswertes und attraktives berufliches Ziel ist“, appellierte IHK-Präsident Dr. Benedikt Hüffer in seiner Begrüßungsrede an die anwesenden Unternehmer. Allerdings müssten sowohl die Gründer als auch die Unternehmensnachfolger die richtigen Rahmenbedingungen vorfinden, forderte Hüffer.

Der Präsident warb dafür, den Kontakt zu Start-ups zu suchen. Bisher habe nur jedes dritte kleine und mittlere Unternehmen Erfahrungen mit diesen jungen Firmen gesammelt. „Dabei profitieren beide Seiten von einer solchen Kooperation“, sagte Hüffer. Um die Kontaktaufnahme zu fördern, stellte die IHK ihren Sommerempfang in diesem Jahr unter das Motto „Mittelstand meets Start-up“.

IHK-Sommerempfang 2019

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  • IHK-Präsident Dr. Benedikt Hüffer (2.v.r.) und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Fritz Jaeckel (r.) begrüßten (von links) Dr. Bernhard Mohr (Evonik Venture Capital GmbH), Philipp Bürling (Numaferm GmbH) und Regierungspräsidentin Dorothee Feller.

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  • Die Gelegenheit nutzte IHK-Präsident Dr. Benedikt Hüffer (l.) auch, um den ehemaligen Hauptgeschäftsführer Peter Schnepper zu verabschieden und sich bei seiner Frau Christiane für ihre Geduld zu bedanken.

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  • Im Foyer des Bildungszentrums stellten Unternehmen ihre Zusammenarbeit mit Start-ups vor – darunter die Frontastic GmbH und Aschendorff Next (von links: Thorsten Falger, Thomas Gottheil und Henning Emmrich).

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  • „Bei so einer Zusammenarbeit zwischen Start-up und etabliertem Unternehmen profitieren beide Seiten“, versprach IHK-Präsident Dr. Benedikt Hüffer bei diesem größten Netzwerktreffen der regionalen Wirtschaft. 

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  • Über 700 Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft hatten sich für den IHK-Jahresempfang angemeldet.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Über 700 Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft hatten sich für den IHK-Jahresempfang angemeldet.

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  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • IHK-Präsident Dr. Benedikt Hüffer begrüßt die Gäste.

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  • Moderatorin Jeanette Kuhn im Gespräch mit Dr. Bernhard Mohr (Geschäftsführer der Evonik Venture Capital GmbH) und Philipp Bürling (Mitgründer und kaufmännischer Geschäfts-führer der NUMAFERM GmbH).

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  • IHK-Präsident Dr. Benedikt Hüffer verabschiedet den ehemaligen Hauptgeschäftsführer Peter Schnepper. (mit Moderatorin Jeanette Kuhn)

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  • Moderatorin Jeanette Kuhn im Gespräch mit Dr. Bernhard Mohr (Geschäftsführer der Evonik Venture Capital GmbH) und Philipp Bürling (Mitgründer und kaufmännischer Geschäfts-führer der NUMAFERM GmbH).

    Foto: Gunnar A. Pier

„Vertrauen spielt große Rolle“

Hier die weiteren Unternehmenskooperationen, die sich am Donnerstagabend in Münster vorstellten: Die Westfalen AG war zusammen mit dem münsterischen Start-up Tapdo Technologies präsent, ebenso der Grevener Logistiker Fiege mit der Westphalia DataLab (Münster). Außerdem waren die Firma d.velop aus Gescher und Juracus aus Schwerte als Tandem dabei, genauso wie DiTom mit dem Start-up-Partner Clock­in (beide Ahlen) sowie Westlotto und LoyJoy (Münster). Aschendorff Next stellte sich als Unterstützer von Frontastic aus Münster vor.

Auf der Bühne erklärten Dr. Bernhard Mohr, Geschäftsführer von Evonik Venture Capital, und Philipp Bürling, kaufmännischer Geschäftsführer des Start-ups Numaferm aus Düsseldorf, ihre Partnerschaft. „Vertrauen spielt dabei eine große Rolle“, war von beiden Partnern zu hören.

Den Sommerempfang nutzte der IHK-Präsident auch für eine Verabschiedung: Der ehemalige stellvertretende Hauptgeschäftsführer Peter Schnepper war im Juni in den Ruhestand gegangen.

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