Sechsjährige ist an Lymphknotenkrebs erkrankt
Zwei mögliche Stammzellenspender für Lotta wurden gefunden

Hopsten/Münster -

Es war eine wunderbare Nachricht für die kleine Lotta aus Schale und ihre Familie: Für das sechsjährige Mädchen, das an Lymphknotenkrebs erkrankt ist, sind zwei mögliche Stammzellenspender gefunden worden. Das teilten die Ärzte der Familie am Montag in der Uni-Klinik Münster mit, wo Lotta regelmäßig ihre Chemotherapie erhält.

Mittwoch, 11.09.2019, 12:07 Uhr aktualisiert: 11.09.2019, 12:18 Uhr
Sechsjährige ist an Lymphknotenkrebs erkrankt: Zwei mögliche Stammzellenspender für Lotta wurden gefunden
Lotta aus Hopsten-Schale ist sechs Jahre alt. Foto: Privat

Am letzten Augustwochenende hatten sich Hunderte potenzielle Spender im Rahmen der Aktion „Gemeinsam für Lotta“ im Schulzentrum Hopsten bei der DKMS (ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei) registrieren lassen (wir berichteten). Aus dem Kreis dieser Spendewilligen stammen die beiden möglichen Spender jedoch offenbar nicht. „Die Auswertung läuft noch“, sagt Lottas Mutter.

Die Familie sei immer noch völlig überwältigt von der großen Hilfswelle und Unterstützung. „Das läuft alles ab wie im Film.“ 894 Spender hatten sich bei der DKMS registrieren lassen. Fast 8000 Euro Spenden waren zudem zusammengekommen. Schon im Vorfeld hatten Menschen Geld gespendet, um die Typisierung zu finanzieren. Fast 20 000 Euro waren es insgesamt.

Wochenlange Chemotherapie 

Nur eine Stammzellenspende kann Lotta helfen. Bei ihr war im vergangenen Jahr Lymphknotenkrebs diagnostiziert worden. Nach wochenlanger Chemotherapie durfte sie im März dieses Jahres wieder den Kindergarten besuchen. Nach den Sommerferien sollte die inzwischen Sechsjährige eigentlich in die erste Klasse gehen. Doch schon wenige Wochen nach dem Ende der Therapie kehrte die Krankheit zurück – und damit auch die Gewissheit, dass nur eine Stammzellenspende ihr helfen kann.

Daraufhin organisierte ein Initiativkreis in Hopsten bestehend aus Freunden und Familie gemeinsam mit der DKMS die Registrierungsaktion am 31. August. Viele Helfer und örtliche Gruppen wie die Landfrauen packten mit an, damit nicht nur die Registrierungen reibungslos liefen, sondern auch noch ein Rahmenprogramm auf die Beine gestellt werden konnte. Nicht nur aus Hopsten und Schale kamen viele Menschen, sondern auch aus der Umgebung.

CT-Aufnahmen erforderlich

Bei weiteren Untersuchungen muss sich nun zeigen, welcher der beiden Spender am besten passt, erklärt Lottas Mutter. Für die Übertragung selber müssen unter anderem noch CT-Aufnahmen gemacht werden. Auch der Spender muss dann zunächst auf den Eingriff vorbereitet werden. „Wir gehen davon aus, dass es im Oktober losgehen kann“, sagt Lottas Mutter.

Das seien wirklich „tolle Nachrichten“. So lange habe die Familie darauf gehofft, dass sich ein Spender fände. Lotta hat unterdessen mal gute und mal schlechte Tage, berichtet ihre Mutter. „Heute geht‘s ihr super“, freute sich die Schalerin am Dienstag, einen Tag, nachdem die Familie erfuhr, dass Spender gefunden sind.

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