Bewegungsbad im St.-Marien-Hospital
Badnutzer setzen sich weiter für Bestand ein

Lüdinghausen -

Auch eine Informationsveranstaltung für die Nutzer des Bewegungsbades im St.-Marien-Hospital hat am Mittwoch keine neuen Erkenntnisse für die Nutzer gebracht. An der Schließung zum Jahresende führt wohl kein Weg mehr vorbei, erfuhren die rund 70 Teilnehmer der Veranstaltung.

Donnerstag, 12.09.2019, 12:00 Uhr
Zum Jahresende wird das Bewegungsbad des St.-Marien-Hospitals geschlossen. Das wurde auf der Versammlung am Mittwoch noch einmal deutlich.
Zum Jahresende wird das Bewegungsbad des St.-Marien-Hospitals geschlossen. Das wurde auf der Versammlung am Mittwoch noch einmal deutlich. Foto: Anne Eckrodt

Die Enttäuschung ist Gertrud Kleingräber und Gisela Rott deutlich anzumerken. An der Schließung des Bewegungsbades im St.-Marien-Hospital führt wohl doch kein Weg vorbei (WN berichteten). Dabei hatten sie sich – wie rund 70 weitere Anwesende – doch andere Signale von der Informationsveranstaltung am Mittwoch im Krankenhaus erwartet. Dort erläuterte Nicol Schmidt von der Salvea-Geschäftsleitung noch einmal den Stand der Dinge. Salvea bietet als „Untermieter“ des Krankenhauses die Gesundheits- und Fitnesskurse im Bad an.

Wir sind daran interessiert, dass es weitergeht.

Gisela Rott

Die Versammlung sei sehr emotional verlaufen, berichtete Kleingräber. „Wir sind daran interessiert, dass es weitergeht“, betonte Rott und brachte damit das Ansinnen der Besucher der Veranstaltung auf den Punkt. Aber: Schmidt sei an diesem Tag eigentlich der falsche Ansprechpartner gewesen. Sie, so die beiden Frauen, hätten erwartet, dass auch ein Verantwortlicher des Krankenhauses sich vor den Kurssteilnehmern erkläre. „Herr Schmidt hätte sich den Weg aus Krefeld sparen können“, zog Kleingräber eine bittere Bilanz.

Rund 800 Unterschriften seien in den vergangenen Wochen für den Erhalt des Bades gesammelt worden. Und die Unterzeichner, so Rott, kämen nicht nur aus Lüdinghausen, sondern auch aus der weiteren Umgebung. Das sei ein Zeichen dafür, wie wichtig die Anlage und das umfangreiche Angebot von Salvea für kranke und gesundheitsbewusste Menschen sei. „Nicht umsonst“, so merkte Rott an, „verweist Salvea ja darauf, dass Kurse im Wasser fünfmal effektiver sind als die auf dem Trockenen.“

Herr Schmidt hätte sich den Weg aus Krefeld sparen können.

Gertrud Kleingräber

Die Initiatoren der Kampagne zum Erhalt des Bades wollen dennoch nicht aufgeben. Jetzt soll die Politik mit ins Boot geholt werden. Zuspruch für ihr Engagement hätten sie zudem aus der Lüdinghauser Ärzteschaft sowie von heimischen Apothekern erfahren.

Auch Salvea-Vertreter Schmidt ist nicht glücklich über die Entscheidung des Krankenhauses. Aber: „Wir sind nur Mieter.“ Der Unmut der Nutzer sei ihm natürlich bekannt. Zugleich sei Salvea „auf der Suche nach anderen Optionen und mit der Stadt im Gespräch“.

Nachrichten-Ticker