Stoppzeichen der Polizei ignoriert
Auto nach Unfall ausgebrannt - Insassen flüchten zu Fuß

Ladbergen -

Zu schnell unterwegs war der Fahrer eines Polo bei einer Geschwindigkeitskontrolle der Polizei auf der Lengericher Straße. Die Anhaltezeichen der Beamten ignorierte der Autofahrer. Die Flucht mit dem Wagen endete wenige Minuten später an einem Baum, die Insassen setzten sie zu Fuß fort.

Mittwoch, 18.09.2019, 13:29 Uhr aktualisiert: 18.09.2019, 14:50 Uhr
Die Ladberger Feuerwehr löschte die Flammen, die vom Motorraum des Polo bereits auf den Innenraum übergegriffen hatten.
Die Ladberger Feuerwehr löschte die Flammen, die vom Motorraum des Polo bereits auf den Innenraum übergegriffen hatten. Foto: Feuerwehr

Bei einer Geschwindigkeitskontrolle am Dienstag auf der Lengericher Straße hat um 17.39 Uhr der Fahrer eines blauen VW Polo die Anhaltezeichen der Polizei missachtet und sein Auto beschleunigt. Fünf Minuten später, so die Beamten, erreichte sie eine Unfallmeldung. Auf der nahe gelegenen Straße Zum Mühlenbach war ein Pkw gegen einen Baum geprallt. Von den Insassen war keine Spur zu entdecken.

In Höhe der Einmündung In den Ruthen hatten die Beamten den Polo mit einer Laser-Anlage mit einer Geschwindigkeit von über 70 Stundenkilometern gemessen. Erlaubt ist dort ein Tempo von 50 km/h. Unmittelbar danach gab ein Polizist dem mit drei Personen besetzten Fahrzeug deutliche Anhaltezeichen, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Fahrer ignorierte diese Anweisung und fuhr auf der Gegenfahrbahn am Beamten vorbei. Die Polizei verzichtete auf eine Verfolgung des Flüchtenden.

Bäume mit Wasser gekühlt

Aus der wenig später eintreffenden Unfallmeldung ging hervor, dass ein Pkw im Bereich zwischen Lengericher Straße und Auf Stieneckers auf einen Wanderweg gefahren und gegen einen Baum geprallt sei. Beim Eintreffen der Beamten brannte es im Motorraum des Polo. Die Insassen hatten sich offenbar von der Unfallstelle entfernt. Die alarmierte Ladberger Feuerwehr löschte die Flammen mit Schaum. Da sich das Feuer bei aufkommendem Wind auf den angrenzenden Wals auszudehnen drohte, wurden die umliegenden Bäume nach Angaben der Wehr mit Wasser gekühlt.

Von der Polizei wurde das Fahrzeug sichergestellt. Zeugen gaben zu Protokoll, dass sich drei männliche Personen von dem Wagen in Richtung Bundesstraße 475 entfernt hätten.

Personenbeschreibung

Von einer der Personen liegt folgende Beschreibung vor: etwa 30 Jahre alt, dunkler Teint; er trug eine schwarze Basecap, eine Nickelbrille und Turnschuhe.

Die Beamten hoffen auf weitere Hinweise von Zeugen ( ✆ 0 54 81/93 37-45 15). Den Schaden am Polo beziffern sie auf rund 2500 Euro.

Medienberichte, nach denen im Kofferraum des Polo Kennzeichen anderer Fahrzeuge, eine Maske sowie weitere Gegenstände gefunden und sichergestellt worden seien, dementierte die Kreispolizeibehörde. „Davon ist uns nichts bekannt“, stellt Pressesprecher Johannes Tiltmann auf Nachfrage der Westfälischen Nachrichten fest.

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