Eurobahn reagiert auf Kündigung
Schwere Vorwürfe gegen DB Regio

Dortmund -

Die Eurobahn-Mutter Keolis Deutschland er­hebt nach der Vertragskündigung durch den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) für die S-Bahn-Linien 1 (Dortmund-Düsseldorf) und 4 (Düsseldorf-Unna) schwere Vorwürfe ge­gen die DB Regio NRW.

Samstag, 21.09.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 21.09.2019, 10:40 Uhr
Eurobahn reagiert auf Kündigung: Schwere Vorwürfe gegen DB Regio
Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) hat den Mitte Dezember beginnenden Vertrag mit dem vorgesehenen neuen Betreiber der wichtigen Nahverkehrs-Linien S1 und S4 gekündigt. Foto: dpa

Danach hat der regionale Ableger der Deutschen Bahn konkrete Absprachen über das Ausleihen von Lokführer gebrochen. Keolis hatte die Ausschreibung über den Betrieb der beiden S-Bahn-Linie gewonnen und sollte diese mit Beginn des Fahrplanwechsels am 15. Dezember übernehmen. Dafür hatte sich die Eurobahn verpflichtet 121 neue Lokführer zu stellen.

Um diese Zahl zu erreichen, wollte DB Regio der Eurobahn zunächst 60 bis 70, später dann nur noch 45 eigene Triebwagenführer zur Verfügung stellen, war zu hören. Lokführer sind bei allen Bahnunternehmen Mangelware.

Keine Angabe von Gründen

Für diesen Deal gebe es ei­ne „Absichtserklärung seitens DB Regio NRW“, in der der Mitbewerber „zusagte, das Zugleistungen mit Fahrpersonal von DB Regio NRW für die Linien S 1 und S 4 ab dem 15. Dezember erfolgen werden“, teilte Keolis am Freitag mit.

Wenige Tage vor der Vertragskündigung durch den VRR habe DB Regio dem Keolis-Konzern ohne Angabe von Gründen mitgeteilt, „dass die DB Regio von der Absichts- und Kooperationsmöglichkeit zurücktritt“. In der Folge kündige der VRR die Verträge mit dem Keolis-Konzern, weil der unter den neuen Voraussetzungen nicht in der Lage ist, den S-Bahn-Betrieb auf beiden Linien zu garantieren.

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