Bistum
Kampagne als Arbeitgeber: Bischof sucht Bauingenieurin

Münster -

Das Bistum Münster will mit einer 600.000 Euro teuren Kampagne für sich als Arbeitgeber werben. Bischof Felix Genn hat am Mittwoch vor Journalisten darauf hingewiesen, dass die katholische Kirche einer der größten Arbeitgeber in NRW ist – trotz des Missbrauchsskandals und trotz der Debatte um wiederverheiratete Geschiedene. Die Kirche sei aber auch als Arbeitgeber „nicht aus dem System gefallen“ und enthalte ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch keine selbstverständlichen Rechte vor.

Mittwoch, 02.10.2019, 19:30 Uhr aktualisiert: 02.10.2019, 20:13 Uhr
Sie präsentierten die Plakatmotive, die ein Baustein der Kommunikationsmaßnahmen sind (von links): Felix Genn, Sabrina Friedrich, Diethelm Schaden und Simone Simons.
Sie präsentierten die Plakatmotive, die ein Baustein der Kommunikationsmaßnahmen sind (von links): Felix Genn, Sabrina Friedrich, Diethelm Schaden und Simone Simons. Foto: Bistum

Mehr als 22.000 Menschen sind beim Bistum und in den Kirchengemeinden beschäftigt. Dass darunter rund 8300 Erzieher sind, ist nicht überraschend. Dass aber auch Bauingenieure, Kauffrauen für Büromanagement, Fachinformatiker und Immobilienkaufleute dazugehören, sei viel zu wenig bekannt, gab Personalchef Diethelm Schaden zu.

Weniger Interesse an der Kirche stellt das Bistum trotz der Vorwürfe nicht fest. Unbesetzte Stellen gebe es allenfalls am Niederrhein und im Ruhrgebiet, wo der Arbeitgeber- und Arbeitnehmermarkt „besonders hart umkämpft“ sei, erklärte Schaden. „Wir sehen es als perspektivisch notwendig an, uns jetzt schon als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren“, sagte Bistumssprecher Stephan Kronenburg.

Dazu werden in Zukunft die Fotos von 27 Mitarbeitern in Anzeigen, auf der Homepage und in sozialen Medien auftauchen. So wie das der Bauingenieurin Sabrina Friedrich, die sich nach eigenen Worten keine schönere Aufgabe vorstellen kann, als den Dom weiterhin zu erhalten.

Video-Kampagne des Bistums:

Nachrichten-Ticker