SPD im Austausch mit Waldbesitzer
Zwiespalt beim Baum-Schutz

Senden -

Viele Bäume sind auch in Senden geschwächt oder bereits abgestorben. Die SPD sprach mit Waldbesitzer Josef Grothues über Möglichkeiten und Probleme beim Ziel, die „grüne Lungen“ widerstandsfähiger zu machen.

Samstag, 05.10.2019, 13:00 Uhr
Josef Grothues tauschte sich mit André Stinka (2.v.l., SPD-Landtagsabgeordneter), Heiner Kiekebusch (Kreistagsfraktion) und Jan-Peter Klingelhöfer (SPD Senden) aus.  
Josef Grothues tauschte sich mit André Stinka (2.v.l., SPD-Landtagsabgeordneter), Heiner Kiekebusch (Kreistagsfraktion) und Jan-Peter Klingelhöfer (SPD Senden) aus.   Foto: SPD

Die Sendener Fauna und Flora verändert sich deutlich. Dies geschieht schleichend, aber kontinuierlich. Die Folgen des Klimawandels treiben auch den hiesigen Landtagsabgeordneten André Stinka und die Sozialdemokraten vor Ort um, heißt es in ihrer Pressemitteilung. Dabei steht der Austausch mit verschiedenen Experten und Vertretern im Fokus. Stinka sowie ein Vertreter aus Kreistag und der SPD Senden folgten jetzt einer Einladung von Josef Grothues zu einer Begehung seines privaten Waldes.

An verschiedenen Stationen konnten die Auswirkungen der letzten beiden trockenen Jahre in diesem bewirtschafteten Wald auch stellvertretend über die Sendener Ortsgrenzen betrachtet werden. Alle Fichten sind mittlerweile abgestorben, andere Arten wie Buchen, Eichen oder Eschen haben massive Probleme. Werden Fichtenbestände zu heimischem Laubwald umgewandelt, können viele Ökopunkte gewonnen werden, was auch wirtschaftlich interessant sein kann, so die Mitteilung weiter. Die allermeisten dieser geförderten Arten kämpfen aber mit Trockenheit oder Krankheiten.

Grothues würde gerne Mischkulturen aus den geförderten Arten und an einigen besonders trockenen Stellen auch kleinere Anteile von Nadelhölzern oder nicht einheimischen Laubhölzern pflanzen. Hierbei kann ein Zwiespalt entstehen, da nur einheimische Arten Ökopunkte bringen. Es steht zu befürchten, dass viele Waldbesitzer die Ökopunkte nehmen und einen Wald pflanzen, bei dem sie selbst davon ausgehen, dass er die nächsten 20 Jahre nicht überlebt. Stinka betonte, die „interessanten“ Eindrücke mitzunehmen und stellte einen Antragsentwurf der SPD-Landtagsfraktion vor. Der Kern dieses Antrags folgt der Maxime, die Wälder stabil und widerstandsfähig umzubauen, um die „grüne Lunge“ im Land zu erhalten. Man werde auch weiterhin mit unterschiedlichen Seiten im Gespräch bleiben.

 

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