Prozess am Landgericht
Nach Explosion auf Campingplatz: Lüdinghauser muss ins Gefängnis

Lüdinghausen -

Für sechs Jahre muss ein Lüdinghauser ins Gefängnis. Er hatte auf einem Campingplatz in Lüdinghausen seinen Wohnwagen bewusst explodieren lassen. Anders als von der Staatsanwaltschaft gefordert, verurteilten ihn die Richter am Landgericht Münster nicht wegen versuchten Mordes.

Donnerstag, 10.10.2019, 15:40 Uhr aktualisiert: 10.10.2019, 15:52 Uhr
Bei dem Brand im März dieses Jahres wurden zwei Campingwagen zerstört. 
Bei dem Brand im März dieses Jahres wurden zwei Campingwagen zerstört.  Foto: ben

Nach mehreren Verhandlungstagen vor dem Landgericht Münster ist am Donnerstag das Urteil ergangen: Für sechs Jahre muss ein 55-jähriger Lüdinghauser ins Gefängnis.

Er hatte im März dieses Jahres auf dem Campingplatz „Zur Kanalküste“ in seinem Wohnwagen eine Gasflasche aufgedreht und den Wagen verlassen. Drinnen stand eine brennende Kerze. Durch die folgende Explosion wurden zwei Wohnwagen zerstört. Anders als in der Anklageerhebung durch die Staatsanwaltschaft gefordert wurde der Mann nicht wegen versuchten Mordes, sondern wegen Brandstiftung, versuchter schwerer Brandstiftung und Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion verurteilt.

„Die Kammer geht davon aus, dass kein Tötungsvorsatz bestand“, so Dr. Steffen Vahlhaus, Sprecher des Landgerichts, auf Anfrage der WN zur Urteilsbegründung. Es habe sich vielmehr um eine spontane Tat gehandelt. „Der Mann wollte einen Schlussstrich unter die Lebensphase auf dem Campingplatz ziehen“, sagte Vahlhaus.

Brand auf Campingplatz

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  • Auf dem Campingplatz an der Kanalküste in der Bauerschaft Berenbrock standen ein Campingwagen und ein Holzhaus in Flammen.

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  • Auf dem Campingplatz an der Kanalküste in der Bauerschaft Berenbrock standen ein Campingwagen und ein Holzhaus in Flammen.

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  • Auf dem Campingplatz an der Kanalküste in der Bauerschaft Berenbrock standen ein Campingwagen und ein Holzhaus in Flammen. Im Folgenden weitere Bilder vom Einsatzort.

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