Feuerwehr im Dauereinsatz
Schwerer Unfall und mutmaßlicher Munitionsfund

Telgte/Westbevern -

Mehrere Einsätze forderten am Wochenende die Mitglieder der Feuerwehr. Unter anderem gab es einen Munitionsfund und einen schweren Unfall sowie die Nachwirkungen der schweren Sturmböen am Freitag.

Sonntag, 20.10.2019, 09:22 Uhr aktualisiert: 20.10.2019, 12:21 Uhr
Entwurzelt wurde dieser Baum in Raestrup, der anschließend auf eine Gartenhütte stürzte und diese komplett zerstörte. Vor allem im Osten des Stadtgebietes haben die schweren Sturmböen am Freitagmittag augenscheinlich vermehrt Schäden angerichtet.
Entwurzelt wurde dieser Baum in Raestrup, der anschließend auf eine Gartenhütte stürzte und diese komplett zerstörte. Vor allem im Osten des Stadtgebietes haben die schweren Sturmböen am Freitagmittag augenscheinlich vermehrt Schäden angerichtet. Foto: Große Hüttmann

Dieses Wochenende werden einige Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr sicher so schnell nicht vergessen. Denn gleich drei Einsätze forderten die Ehrenamtlichen.

Los ging es am Freitagmittag, nachdem kurze aber heftige Gewitterböen mit Starkregen über Telgte hergefegt waren (WN berichteten bereits). Dabei wurde augenscheinlich vor allem der Bereich Raestrup besonders heftig getroffen. Hier stürzten etliche Bäume um oder brachen größere Äste ab. An zahlreichen Stellen beseitigten die Grundstücksbesitzer die Schäden, teilweise war auch die Feuerwehr im Einsatz. Vor allem Wander- und Reitwege in diesem Bereich sind von den Schäden aktuell immer noch betroffen, einige Wegstücke beispielsweise im Bereich der Lonn-Brücke unpassierbar.

Englische Granate aus dem Zweiten Weltkrieg

Ein besonders spektakulärer Fall ereignete sich dabei nach Angaben der Einsatzkräfte in Raestrup gegenüber des ehemaligen Bahnhofes. Dort wurde ein kräftiger Baum entwurzelt und stürzte auf ein Gartenhaus, das komplett zerstört wurde. Personen wurden dabei nicht verletzt.

Ebenfalls in Raestrup waren die Ehrenamtlichen am Samstagmittag ein weiteres Mal im Einsatz. Ein Pilzsammler hatte in einem Waldstück ein Metallteil gefunden, das verdächtig nach einem Munitionsstück aussah. Polizei und Feuerwehr wurden alarmiert, zudem der Kampfmittelräumdienst. Dieser barg den Fund nach einer eingehenden Untersuchung. Dabei handelt es sich wahrscheinlich um eine englische Granate aus dem Zweiten Weltkrieg. Näheres ist derzeit noch nicht bekannt, die genauen Untersuchungen dauern noch an.

Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es dann am Samstagabend gegen 19.42 Uhr auf der Landesstraße zwischen Westbevern und Telgte. Nach Angaben der Polizei befuhr eine 18-jährige Telgterin die Strecke aus Westbevern kommend in Richtung Telgte. Im Verlauf einer langgezogenen Kurve in der Nähe des Hofes Funke stieß sie dann kurz vor dem Ortseingang Westbevern frontal mit einem entgegenkommenden Pkw zusammen. In diesem Fahrzeug saß ein 33-jähriger Telgter am Steuer, seine 31-jährige Ehefrau auf dem Beifahrersitz.

Landesstraße für zweieinhalb Stunden gesperrt

Alle drei Personen erlitten nach Angaben der Beamten durch den Unfall schwere Verletzungen und wurden zur weiteren Behandlung in nahe gelegene Krankenhäuser gebracht. Beide Fahrzeuge waren nach dem Zusammenstoß schwer beschädigt und nicht mehr fahrbereit. Zur Ermittlung der Unfallursache stellte die Polizei ein Mobiltelefon sicher. Ob dieses möglicherweise ursächlich für den schweren Zusammenstoß sein könnte, das wird derzeit noch untersucht.

Die Landesstraße war für die Dauer der Unfallaufnahme sowie die Bergungs- und Rettungsarbeiten für rund zweieinhalb Stunden voll gesperrt. Die Polizei leitete den Verkehr großräumig ab.

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